Trump erklärt Sieg im Iran: Realität oder Schauspiel?
Donald Trump erschien zur Prime Time, um zu verkünden, dass der Krieg gegen den Iran praktisch gewonnen sei. In einer zwanzigminütigen Rede erklärte der US-Präsident, die Kampagne sei "abgeschlossen" und es blieben nur noch "zwei Wochen, drei Wochen, fünfzehn Wochen oder zwanzig Tage" bis zum Ende. Die Paradoxie: Das Öl notierte über 100 Dollar, während die europäischen und asiatischen Verbündeten skeptisch zusahen.
Die Rede: eine triumphale Chronologie ohne Details
Trump setzte den 28. Februar als Datum der "größten Angriffe" des Krieges fest, die angeblich die iranischen Fähigkeiten zerstören würden. Konkrete Fristen oder einen Abzugsplan bot er jedoch nicht. Der Bericht war laut mehreren Analysen erfüllt von der Verherrlichung der Banalität und der Leere. Der Verweis auf den Vietnamkrieg ist kein Zufall: "Den Sieg erklären und sich zurückziehen", wie man Johnson einst riet, war das Echo, das im Raum nachhallte.
Reaktionen: Skepsis und Spott
Die meisten Kommentatoren bezeichneten die Rede als "reinen Nebel für den Binnenkonsum" und als Mittel, den militärisch-industriellen Komplex über Wasser zu halten. Der Ölpreis über 100 Dollar sagt mehr als jede Erklärung. Europa distanziert sich, die arabischen Länder glauben es nicht, und Asien leidet unter den steigenden Energiekosten. Die "Koalition" ist ein Witz: Trump verlangt von der NATO 5 % des BIP für die Verteidigung, während er selbst gegen Macron hetzt, den er persönlich beleidigt.
Der Hintergrund: Öl, NATO und die Ohrfeige für Macron
Trump erklärte nicht nur den Sieg; er nutzte die Gelegenheit auch, um seinen französischen Amtskollegen anzugreifen: "Seine Frau behandelt ihn extrem schlecht, er erholt sich immer noch von dem rechten Haken am Kiefer." Die Antwort aus Paris kam umgehend und nannte das Verhalten einen "Zirkus". Doch jenseits der Beleidigungen ist Trumps Strategie klar: Nachdem er Nord Stream gesprengt und Europa die billige russische Energie abgeschnitten hat, verlangt er, dass die Europäer für seinen Schutz zahlen und außerdem das Chaos beseitigen, das er im Nahen Osten angerichtet hat.
Die Frage, die in der Luft bleibt: Ist diese Erklärung der Auftakt zu einem geordneten Rückzug oder nur ein weiteres Kapitel der Trump'schen Rhetorik? Das Einzige, was sicher ist: Der Ölpreis und die Spannungen mit den Verbündeten stimmen nicht optimistisch.
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