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Trade Republic: Spanische IBAN, Gebühren und Steuerfragen
Trade Republic bietet nun spanische IBANs. Nutzer berichten von 1€-Gebühren, 2,02% Zinsen und Problemen beim Kundenservice.
Ein Nutzer eröffnet ein Konto, kauft seinen ersten Gold-ETF und beschreibt den Prozess als «sehr einfach». Ein anderer hat sein Geld seit zwei Jahren liegen lassen, Zinsen erhalten und bestätigt, dass es nie Probleme gab. Ein Dritter stößt auf das Kleingedruckte: nicht existierender Kundenservice, keine Telefonnummer, ein Chat, der manchmal antwortet und manchmal nicht. Trade Republic, der deutsche Neobroker, beaufsichtigt durch die BaFin, mit Einlagensicherung bis 100.000 Euro, ist von einer Versprechung zu einer unbequemen Realität geworden: günstig, reguliert und mit einem Kleingedruckten, das immer mehr Kunden nervt.
Ist Trade Republic zuverlässig und reguliert?
Ja. Die Plattform operiert unter der Aufsicht der deutschen Finanzaufsicht (BaFin) und der Bundesbank, und Barguthaben sind durch die deutsche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Inhaber geschützt. Es handelt sich um einen etablierten Neobroker in Europa mit Millionen von Kunden und keinen bekannten relevanten Skandalen. Die verbleibende Frage betrifft die Struktur des Omnibus-Kontos. Ein Teilnehmer warnt, dass die deutsche IBAN einem einzigen Mehrbenutzerkonto entspricht, und vermutet, dass die Garantieobergrenze für alle Einleger zusammen gelten könnte. Ein anderer antwortet unter Berufung auf die EU-Richtlinie: Die Entschädigung erfolgt pro Einleger, nicht pro Konto.
Trade Republic Gebühren: 1€ pro Transaktion und variabler Spread
Die Tarifstruktur ist einfach: 1 Euro pro Kauf oder Verkauf, ohne Verwahr- oder Verwaltungsgebühren. Sparpläne sind gebührenfrei, und die Karte gibt 1% Cashback. Das Problem liegt nicht im festen Preis, sondern im variablen. Manche warnen, dass der Spread je nach Asset erheblich sein kann. Für einen Anfänger, der einen Gold-ETF kauft, ist der Prozess unkompliziert; für aktive Trader hängt der tatsächliche Kosten vom Instrument ab.
Zinsen auf dem Tagesgeldkonto: von 4% auf 2,02% gesunken
Der Zinssatz ist von anfangs 4% auf 2,02% gefallen, gilt aber nun für unbegrenztes Kapital. Der Vergleich mit der Konkurrenz ist knapp: N26 zahlt 2,25%, aber nur bis 50.000 Euro, und VW Bank bietet 2,5% über 12 Monate mit unbegrenztem Kapital. XTB reduziert die Verzinsung nach 90 Tagen Aktionszeitraum auf 1,25% p.a. in Euro. Die offene Frage: Sind dies die besten verfügbaren Angebote?
Spanische IBAN und Modelo 720
Die Einführung der spanischen IBAN ist die am meisten gefeierte Nachricht. Ein Teilnehmer bestätigt, dass er sie bereits hat und damit die Pflicht zur Meldung des Modelo 720 (spanisches Informationsformular für ausländische Konten) losgeworden ist, das er seit zwei Jahren mitschleppt. Ein anderer registriert sich und erhält eine deutsche IBAN, mit der Unsicherheit, ob er sie ändern kann. Der Vorteil ist klar: Mit einer spanischen IBAN entfällt die Meldepflicht für Auslandskonten. Der Nachteil für jene mit deutscher IBAN bleibt, dass das Modelo 720 weiterhin verpflichtend ist.
Kundenservice und fehlender Steuerbericht
Der Schwachpunkt. Ein Kunde seit zwei Jahren beschreibt einen praktisch nicht existenten Support: keine Telefonnummer, unbeantwortete E-Mails und ein halbautomatisierter Chat, der unzuverlässig reagiert. «Wenn du auch nur das kleinste Problem hast, möge Gott dir gnädig sein», fasst er zusammen. Hinzu kommt, dass der Steuerbericht für das Modelo 720 nicht mehr bereitgestellt wird: Man muss ihn selbst berechnen. Eine weitere Warnung: Aktienverkäufe wurden dem Finanzamt unter Position 031 gemeldet, obwohl Position 0328 korrekt wäre. Das Ergebnis ist gleich, aber die Kategorie ändert sich.
Trade Republic kooperiert mit Apollo und EQT für Private Equity
Die Plattform hat eine Partnerschaft mit Apollo und EQT angekündigt, um Private Equity ab einem Euro anzubieten, mit einer versprochenen Rendite von 12%. Diese Zahl übertrifft die des S&P 500 und hat Stirnrunzeln ausgelöst. Für konservative Anleger fügt das Produkt Risiko zu einem Portfolio hinzu, das bereits börsennotiert ist. Für renditeorientierte Anleger ist es ein Einstieg ab einem Euro.
Die deutsche Einlagensicherung deckt 100.000 Euro. Das Omnibus-Konto könnte, bei Bestätigung der pessimistischen Interpretation, diese Grenze auf alle Einleger verteilen. Niemand hat bewiesen, dass dies so ist. Niemand hat das Gegenteil bewiesen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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