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Tebas und Mbappé planen persönliche Entschuldigung in China
LaLiga-Präsident Javier Tebas und Kylian Mbappé bereisen China, um sich für das Diktator-Meme zu entschuldigen. Die Geste folgt auf einen Boykott.
Javier Tebas und Kylian Mbappé werden einen Termin festlegen, um nach China zu reisen und sich persönlich für die Kommentare des Spielers zum Diktator-Meme zu entschuldigen. Die El futbol español will damit einen bereits laufenden Boykott eindämmen.
Die Nachricht ist nicht, dass ein Fußballer in den sozialen Medien einen Fehler gemacht hat. Die Nachricht ist, dass der Präsident des Ligaverbands, **Javier Tebas**, und **Kylian Mbappé** selbst eine Reise nach China koordinieren, um sich persönlich zu entschuldigen. Verhandelt wird nicht über das Ausmaß der Beleidigung, sondern über den Termin der Entschuldigung.
## Eine verhandelte Reise, kein offizielles Statement
Der Ablauf ist aufschlussreich. Es gibt keine Pressemitteilung und kein Zwei-Minuten-Video. Es gibt einen Terminkalender, der gerade abgestimmt wird, damit zwei Größen des spanischen Fußballs im gekränkten Land erscheinen. Das macht aus einer Lehrbuch-Entschuldigung einen diplomatischen Akt auf niedriger Ebene – mit all dem, was damit an stiller Anerkennung des Schadens verbunden ist.
Auslöser war ein Kommentar von **Mbappé** im Zusammenhang mit dem Diktator-Meme, ein Humorstück, das in Spanien unproblematisch zirkuliert, in China aber ganz anders gelesen wird. Die kulturelle Distanz ist keine Entschuldigung, erklärt aber, warum die Reaktion so schnell kam und warum es nicht reicht, einen Beitrag zu löschen.
## Der Boykott als Druckmittel
Die El futbol español handelt nicht aus Sensibilität. Sie handelt wegen des Geldes. Der chinesische Markt ist seit Jahren eine der großen Wetten auf die Internationalisierung des spanischen Fußballs, und ein Verbraucherboykott, auch ein nur teilweiser, trifft direkt die Einnahmen. Der Satz, der alles zusammenfasst: Chinesische Fans sind bereit, alles rund um den spanischen Fußball zu boykottieren.
Dass die Antwort darin besteht, den Präsidenten und den Star-Spieler zu schicken, sagt viel über die wahrgenommene Größe des Problems. Man schickt keinen Community-Manager. Man schickt das sichtbare Gesicht der Liga und einen der vermarktbarsten Namen des Weltfußballs.
## Der doppelte Maßstab, den niemand sehen will
Es gibt ein unbequemes Detail. Dieselbe Struktur, die auf eine Beleidigung Chinas blitzschnell reagiert, hat sich auf anderen Feldern deutlich mehr Zeit gelassen. Das entwertet die Entschuldigung nicht, erklärt aber, warum die Geste in manchen Kreisen mit Skepsis gelesen wird.
Die eigentliche Frage ist, ob die Entschuldigung aus Überzeugung oder aus kommerzieller Berechnung erfolgt. Die ehrliche Antwort lautet: vermutlich beides, und die Fans wissen das. Trotzdem wird die Reise, sobald sie einen Termin hat, die eigentliche Nachricht sein: zwei öffentliche Personen, die um die halbe Welt reisen, um persönlich zu sagen, was sie auch in einen Tweet hätten schreiben können.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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