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UEFA unter Doppelstandard-Vorwurf bei Sanktionen
Die UEFA belegte Rodri und Morata wegen Gibraltar-Rufe nach der EM mit einer Strafe. Die Doppelstandard-Debatte erreicht nach dem Fall Mbappé auch China.
Die UEFA bestrafte Rodri und Sarracena wegen des Rufs "Gibraltar ist spanisch" bei der EM-Feier. Der Vergleich damit, was anderen Stars erlaubt wird, befeuert die Kontroverse über Doppelstandards bei Sanktionen.
Die UEFA belegte **Rodri** und **Álvaro Sarracena**, die Kapitäne der spanischen Nationalmannschaft, mit einer Sanktion, weil sie bei der Feier des **EM-2024**-Titels "Gibraltar ist spanisch" skandiert hatten. Die Strafe, eine Geldbuße, wurde mit als unangemessen geltendem Verhalten und dem politischen Charakter des Gesangs begründet. Der europäische Verband wandte sein Disziplinarreglement mit demselben Maßstab an wie bei jeder territorialen Verherrlichung bei einer offiziellen Turnierveranstaltung.
## Was die UEFA sagte und was verglichen wird
Die formelle Beschwerde kam vom Fußballverband von **Gibraltar**, der den Gesang als Provokation in einer Frage ansah, deren Souveränität mit Spanien umstritten ist. Die UEFA entschied mit einer Geldstrafe, ohne Spielsperre, und die Angelegenheit war auf sportlicher Ebene abgeschlossen. Bis dahin ein Routinevorgang.
Das Problem taucht auf, wenn man andere Fälle vergleicht. In den sozialen Medien wird darauf hingewiesen, dass **Kylian Mbappé** Gesten und Äußerungen gezeigt hat, die nicht dieselbe Bestrafung erhielten. Diese Asymmetrie stützt den Vorwurf des Doppelstandards: weniger die Sanktion gegen die Spanier als das Fehlen von Sanktionen gegen andere.
## Der chinesische Markt als Argument
Der Beitrag, der die Kontroverse auslöste, fügt eine kommerzielle Dimension hinzu. Er behauptet, der chinesische Markt beobachte genau, welche Beleidigungen bestraft und welche toleriert werden. China ist ein wirtschaftlicher Partner erster Ordnung für den europäischen Fußball, und die Sensibilität seiner Fans und Sponsoren wiegt bei Entscheidungen der Verbände schwer.
Das ist der Kern der Sache: Wenn das disziplinarische Kriterium von der wirtschaftlichen Macht des Beleidigten abhängt, hört das Reglement auf, ein Reglement zu sein, und wird zur Verhandlungssache. Die UEFA hat dieses Kriterium über den Einzelfall hinaus nicht öffentlich erläutert.
## Ein sich wiederholendes Muster
Es ist nicht das erste Mal, dass der UEFA vorgeworfen wird, je nach Protagonist unterschiedliche Maßstäbe anzulegen. Sanktionen wegen politischer Gesten trafen historisch Spieler mittelgroßer Nationalmannschaften, während die großen Stars davonkamen. Die Wahrnehmung ungleicher Behandlung untergräbt die Autorität des Verbands.
Der Vergleich mit Mbappé ist in keinem offiziellen Verfahren geklärt. Belegbar sind die Geldstrafe für Rodri und Sarracena wegen eines Gesangs und die Tatsache, dass dieser Gesang einen Territorialstreit um **Gibraltar** betrifft, der zwischen Spanien und dem Vereinigten Königreich weiterhin offen ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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