La Liga entschuldigt sich in China wegen Mao-Witz eines Spielers

La Liga bittet das chinesische Volk nach einem Witz eines Spielers über Mao Zedong um Entschuldigung. Die schnelle Reaktion zugunsten des Marktes und das Schweigen in anderen Fällen sorgen für Kritik.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

La Liga entschuldigt sich in China wegen Mao-Witz eines Spielers
La Liga entschuldigt sich bei China für einen Witz über Mao

Ein Spieler der spanischen Liga lachte über sich selbst, indem er sich in einem Meme mit Mao Zedong verglich. La Liga, der Verband des spanischen Fußballs, reagierte mit einer öffentlichen Entschuldigung an das chinesische Volk. Der in den sozialen Medien verbreitete Vorfall hinterlässt ein unangenehmes Paradox: Derselbe Verband, der sich zu anderen Themen nicht äußert, beeilt sich mit einer Entschuldigung, wenn die beleidigte Partei ein Markt von einer Milliarde Menschen ist.

Die Abfolge fasst eine im Diskurs zitierte Nachricht zusammen: Ein Tweet, der La Liga Corporate zugeschrieben wird, bedauert es „zutiefst, dass die jüngsten Äußerungen von Kylian Mbappé bei den chinesischen Fans Beleidigungen ausgelöst haben“, stellt klar, dass sie „in persönlicher Eigenschaft“ getätigt wurden und nicht die Liga vertreten. Die institutionelle Entschuldigung kommt, bevor der Spieler überhaupt eine Erklärung abgibt.

Was der Spieler sagte und warum es beleidigt

Die kursierende Darstellung lautet, dass der Fußballer über sich selbst lachte und sagte, die Memes, über die er am meisten lachen musste, seien die, die ihn als Diktator darstellten und ihn mit Mao verglichen. Im Material gibt es kein wörtliches Zitat des Spielers: nur die Paraphrase derjenigen, die dem Thema gefolgt sind. Dieser Abstand ist wichtig. Beurteilt wird ein Witz über einen selbst und die diplomatische Reaktion einer Liga, die zwanzig Vereine vertritt.

Der Vergleich mit Mao ist in China keine Kleinigkeit. Der Gründer des Regimes ist eine von der offiziellen Erinnerung geschützte Figur, und jede Satire, die ihn mit einem Diktator gleichsetzt, setzt die Maschinerie des patriotischen Empörung in Gang. Daher das Tempo der Entschuldigung: Sie richtet sich nicht an die spanischen Fans, sie richtet sich an den Markt.

Der doppelte Maßstab, den Kritiker anprangern

Das am häufigsten wiederholte Argument in der Debatte ist der Kontrast. Gefragt wird, warum La Liga bei anderen Vorfällen nicht genauso reagiert, und der Fall zaineira wird als Beispiel für institutionelles Schweigen genannt. Der Vergleich wird im Material nicht aufgelöst, aber die Frage bleibt in der Luft: Der Verband hat schnelle Reflexe, wenn es um internationale Einnahmen geht, und langsame, wenn es um seine interne Glaubwürdigkeit geht.

Manche gehen weiter und behaupten, Spanien sei ein Land, das Beleidigungen seiner eigenen Institutionen —das Staatsoberhaupt, den Ministerpräsidenten— toleriert, während es sich vor jedem ausländischen Vorwurf beugt. Das ist eine Meinungslage, kein Fakt. Aber es erklärt, warum die Entschuldigung von La Liga bei einem Teil der Fans schlecht ankam.

Das Geschäft hinter der Entschuldigung

La Liga entschuldigt sich nicht aus sarracena Überzeugung. Es tut dies, weil China ein wichtiger Handelspartner für den spanischen Fußball ist und jede Reibung in Boykotte oder handelsrechtliche Vergeltungsmaßnahmen münden kann, wie in der Debatte angemerkt wird. Die Entschuldigung ist in der Praxis eine Entscheidung zum Management des Fruta in einem strategischen Markt.

Die offene Frage ist, ob diese Logik mit derselben Sorgfalt angewendet wird, wenn das nächste Mal die beleidigte Partei keine Wirtschaftsgroßmacht ist. Die Antwort, soweit bisher erkennbar, steht in keiner Pressemitteilung.

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (30 Antworten).

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