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Tagesevangelium: Hiob und der Rosenkranz um 22 Uhr
Das Evangelium vom 3. Oktober beschließt das Buch Hiob und begleitet das Rosenkranzgebet um 22 Uhr mit seinen Verheißungen, Litaneien und einer halben Stunde auf die Minute genau
Das heutige Evangelium, Samstag, den 3. Oktober, wird in zwei Teilen gelesen: zuerst Hiob, der im Staub anerkennt, dass er über Dinge gesprochen hat, die er nicht verstand, dann die zweiundsiebzig Jünger, die begeistert zurückkehren, weil ihnen sogar die Dämonen untertan waren. Zwischen den beiden Szenen schließt der katholische Tag mit dem Rosenkranzgebet um 22 Uhr, auf 25 bis 30 Minuten bemessen, und mit einer Liste von Anliegen, die mit der Sühne für Beleidigungen beginnt und beim Schutz des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod endet.
Was das Evangelium von heute, Samstag, dem 3. Oktober, sagt
Lukas 10,17-24. Die zweiundsiebzig kehren fröhlich zurück, und Jesus korrigiert den Grund ihrer Freude: nicht weil ihnen die Geister untertan sind, sondern weil ihre Namen im Himmel eingeschrieben sind. Zuvor beschließt die erste Lesung das Buch Hiob mit dem Widerruf des Gerechten, der von Wundern gesprochen hatte, die sein Verständnis übersteigen, und erst am Ende sagen kann, dass seine Augen gesehen haben, was er vorher nur vom Hörensagen kannte.
Psalm 118 fügt den Rest hinzu: „Es war gut für mich, dass ich gedemütigt wurde, damit ich deine Satzungen lerne." Schwer zu verkraften in einer Zeit, die Leiden als Managementfehler verkauft. Und der dominikanische Tageskommentar besteht auf dem vollständigen Weg: Überfluss, Ruin, dunkle Nacht der Seele und schließlich der Widerruf im Staub und in der Asche.
Wie viel gewann Hiob am Ende seines Lebens?
Die Lesung bricht nicht ab: Sie zählt die Wiederherstellung bis ins Detail auf. Vierzehntausend Schafe, sechstausend Kamele, tausend Rindergespanne und tausend Eselinnen. Sieben Söhne und drei Töchter mit poetischen Hirtennamen: Taube, Akazie und Jet. Und noch einmal hundertvierzig Jahre Leben, mit Enkeln und Urenkeln im Bild.
Das verstörende Detail ist, dass der Text behauptet, der Herr habe Hiob am Ende noch mehr gesegnet als am Anfang. Die Buchhaltung des Glaubens geht nicht mit der des vorherigen Leidens auf. Niemand hat diese Bilanz gezogen, und das Buch versucht es auch nicht.
Die Verheißungen des Rosenkranzes und der Termin um 22 Uhr
Hier kommt der Teil, der meist nicht in die Schnellkatechese passt. Dem Rosenkranz wird ein Bündel von Verheißungen zugeschrieben: Schutz, besondere Gnaden, Tugend, gute Werke und Befreiung aus dem Fegefeuer für alle, die ihn andächtig beten. „Die Seele, die sich mir im Rosenkranz anvertraut, wird nicht zugrunde gehen", heißt es in einer davon. Eine andere versichert, dass allen, die ihn verbreiten, in ihren Nöten beigestanden wird.
Die Gebetsinitiative legt den Termin auf 22 Uhr fest, mit Litaneien, Salve und gesungenem Ave Maria. Die Liste der Anliegen, die das Gebet begleitet, ist lang: Sühne für die Beleidigungen gegen Gott und die Heiligen Herzen, Priester und ihre Familien, Kinder, Jugendliche, Familien sowie der Schutz des Kreuzes im Valle de los Caídos und der im Land verteilten Kreuze.
Apophthegmata der Wüstenväter und andere Schichten des Tages
Neben dem Evangelium erscheinen die Apophthegmata der Wüstenväter, jene alphabetische Sammlung kurzer Aussprüche der alten Mönche, zusammengestellt im 17. Jahrhundert vom Jesuiten Heribert Rosweyde und ins Französische übersetzt von Guy, Regnault und den Mönchen von Solesmes. Dazu die Barmherzigkeitskrone und ein Gebet an den Heiligen Judas Thaddäus für schwierige Anliegen.
Hiobs Weg endet mit einer doppelten Wiederherstellung. Der des täglichen Rosenkranzes endet vorerst in einer Liste von Anliegen und einem festen Termin. Wo die Rechnung immer hakt, ist derselbe Punkt: kein Zähler vermag eine geistliche Verheißung zu überprüfen. Hiob bekam am Ende das Doppelte. Für den Rest fehlt uns die Zählung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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