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SUV oder 4x4: der Kampf um Männlichkeit am Steuer
Ölwechsel alle 5.000 km im Gelände und steigender Verbrauch: So wird der Krieg zwischen klassischem 4x4 und SUV geführt
Höhe, Antrieb und Verbrauch: der Krieg des 4x4 gegen den SUV
Welches Auto fährt ein „echter Mann“? Die Antwort, die sich hartnäckig wiederholt, ist alles andere als freundlich: ein klassischer 4x4 — ein Nissan Patrol, ein Land Rover Santana — und niemals der SUV, der den Asphalt beherrscht. Die These verbindet Höhe, Antrieb, Verbrauch und nebenbei so etwas wie Männlichkeit. Und sie löst einen offenen Krieg aus.
Der SUV kommt bei jedem Vergleich mit der alten Schule schlecht weg. Man wirft ihm eine Aerodynamik wie ein Ziegelstein und eine unverhältnismäßige Höhe für das vor, was er tatsächlich tut. Ein hoher Eisenklotz für den Supermarkt, fassen die Verteidiger des reinen Geländewagens zusammen. Der Vorwurf wird präzisiert: taugt, um die Kinder zu fahren, nicht um Gelände zu betreten.
Warum werden Autos immer höher?
Hier taucht das unbequemste Argument auf, das ein Teilnehmer in Form von Fragen vorbringt. Wozu Autos mit 1,60 Metern Höhe? Ist der Fahrer 2,20 Meter groß? Oder will er einfach höher sitzen als alle anderen, um sich überlegen zu fühlen, auf Kosten der Sicht der anderen? Die Spirale kennt keine Bremse: Wenn alle auf 1,60 steigen, wird jemand 1,80 auf den Markt bringen, und so weiter, bis niemand mehr etwas sieht.
Die rollende Masse wächst, die Sicht schwindet und die Kosten steigen. Denn der andere große Vorwurf an den SUV ist nicht ästhetisch, sondern wirtschaftlich: Er verschmutzt und verbraucht wie drei Autos, so der Vorwurf eines Teilnehmers, und das alles für einen Komplex, der monatlich in Raten bezahlt wird.
Der klassische 4x4 als Männlichkeitstest
Die Alternative, die man reklamiert, ist mechanisch, einfach und fast archäologisch. Der Nissan Patrol der Achtziger, der Land Rover Santana, der Jeep Ebro oder Viasa mit Perkins- oder Barreiros-Motor. Fahrzeuge mit Blattfedern — „und so werden sie im Nahen Osten verkauft“ —, die alles aushalten. Die lange Version, heißt es, ist für die Ernte, die Tiere, die Werkzeuge oder zum Schlafen im Biwak; die kurze für Wochenendliebhaber.
Der Ton schaukelt sich hoch. Ein echter Macho schmiedet seinen eigenen Stahl und fördert Öl mit dem Mund, scherzt der schärfste Sarkasmus. Denn unter dem Kampf der Modelle schlägt eine vernünftige Frage: Wie viele Dinge muss man kaufen, um seine Männlichkeit zu bestätigen. Die kurze Antwort ist keine. Die lange füllt Seiten.
Wer kauft die großen Geländewagen?
Zum Käuferprofil drehen manche das Argument um. Die großen Geländewagen kauft, so diese Lesart, wer sich am Steuer unsicher fühlt und glaubt, dass bei einem Aufprall der andere den Schaden abbekommt. Mit Geld zählt die Größe. Ohne Geld bleibt nur ein kleines Auto.
Die wirtschaftliche Sarracena ist unbequem. Der Geländewagen als emotionale Panzerung ist teuer: mehr Kraftstoff, mehr Wartung, mehr Platz, den kaum jemand nutzt, und ein Kofferraum, „verschwendet und zu lang zum Parken“, so die praktischste Spitze. Dagegen steht der Gebrauchtwagen und die roten Ibiza-Türme auf dem Schrottplatz als Ersatzteilquelle für die, die jeden Cent umdrehen.
Die wahren Kosten: Wartung, Verbrauch und Zuverlässigkeit
Die konkreten Zahlen kommen, wenn es um die Mechanik geht. Ein Jeep-Besitzer erklärt, dass er Öl und Filter alle 10.000 km auf der Straße und alle 5.000 km im Gelände wechselt. Demselben Bericht zufolge kochten die VM-Dieselmotoren mit Zylinderköpfen — die, die in Europa überwiegend verkauft wurden — beim geringsten Gasgeben, ein schlechter Ruf, der erst später korrigiert wurde.
Benzin hingegen gilt in diesen Blöcken als zuverlässiger, wenn die Wartung stimmt. Und das technische Argument des großen 4x4 — eine Anhängelast weit über der jedes als Geländewagen getarnten Pkw — verlagert den Schlagabtausch auf das Feld des tatsächlichen Nutzens, nicht des Symbols. Auch hilft es dem SUV nicht, dass heute selbst ein Radwechsel den halben Werkzeugkasten im Kofferraum erfordert.
Der unmögliche Maßstab
Am Ende zieht jeder sein eigenes Ding durch. Die einen verteidigen den Seat 124 Sport mit Superbenzin als Generalschlüssel für jeden Parkplatz, andere einen V8 in einem echten Geländewagen, und die Sparsamsten ein Budget von 1.000 Euro, Whisky und Kondome in Großpackung. Dazwischen bleibt der Verdacht, dass das alles eine sehr teure Art ist, sich im Spiegel zu betrachten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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