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Sumar will muslimische Bewohner von Ceuta aufs spanische Festland verlegen
Sumar schlägt in Ceuta vor, die gesamte muslimische Bevölkerung auf das spanische Festland zu verlegen. Das kanarische Beispiel und die Interessen gegenüber Marokko befeuern die Kontroverse.
Sumar schlägt vor, die muslimische Bevölkerung von Ceuta aufs Festland zu verlegen
Der Vorschlag kam mit der Wucht einer Schlagzeile: Sumar will die gesamte muslimische Bevölkerung von Ceuta, der spanischen Enklave in Nordafrika, auf das spanische Festland verlegen. Vorgestellt bei der Präsentation der Partei in der autonomen Stadt, wurde die Maßnahme als Lehrbuchmanöver gedeutet, um die Stimmen einer erschöpften Grenzstadt zu gewinnen. Doch hinter der Ankündigung steckt ein Manöver, das es auf den Kanarischen Inseln schon gab: Die Verlegung von Migranten als Verhandlungsmasse für parlamentarische Unterstützung.
Das kanarische Beispiel und der Preis der Stimmen
Auf den Kanaren soll die PSOE (spanische Sozialistenpartei) dasselbe Schema genutzt haben, um sich die Unterstützung von Coalición Canaria zu sichern: einen Großteil der Migranten von den Inseln aufs Festland zu bringen. Die Deutung war damals wie heute dieselbe: divide et impera. Die regierende Partei der Stadt und die Opposition tauschen das Schicksal von Menschen gegen Sitze, und die Aufnahmegesellschaft akzeptiert die Verlegung am Ende als kleineres Übel.
Marokko, die FIFA und die unantastbaren Interessen
Die Kontroverse hängt direkt mit der WM 2030 zusammen, die Spanien gemeinsam mit Marokko ausrichtet. Manche argumentieren, wenn das Nachbarland nicht aus der Bewerbung ausgeschlossen werden könne, wäre der logische Schritt der Rückzug – und damit ein Schlag gegen eine FIFA, die als korrupteste Organisation des Planeten gilt. Die wirtschaftlichen Interessen der PSOE in Marokko stehen im Zentrum der Kritik: Es gebe keinen Willen, die Rhetorik gegenüber Rabat zu verschärfen, weil zu viele Verträge und zu viele Drehtüren auf dem Spiel stünden.
Verwirrend ist vor allem die Selbstverständlichkeit, mit der davon ausgegangen wird, dass sich eine ganze Stadt wie ein Inventar „verwalten" lässt. Weder die menschlichen Kosten noch die wirtschaftlichen Auswirkungen auf eine Grenze, die vom Handel und vom kulturellen Miteinander lebt, spielen in der Rechnung eine Rolle. Unterdessen bleibt die WM 2030 im Kalender, mit Marokko auf dem Plakat, und niemand in der Regierung scheint bereit, daran zu rütteln.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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