Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Spanischer Content-Creator zieht wegen Immobilienpreisen nach Paraguay
Ein spanischer Content-Creator aus der Extremadura kündigt seinen Umzug nach Paraguay an, ausgelöst durch die Immobilienpreise – so seine eigene Schilderung in einem Forum.
Der Hispanist, der alles Spanische verherrlichte, packt die Koffer Richtung Paraguay
Was passiert, wenn der spanischste Mann des Internets beschließt, dass Spanien ihm zum Leben nicht mehr reicht? Der Content-Creator, bekannt als Capitán Hispano, ein Spanier aus der Extremadura mit Wohnsitz in Madrid, hat seinen Umzug nach Paraguay angekündigt. Als Begründung nennt er selbst: die Immobilienpreise in Spanien. Die Paradoxe ist nicht gering bei jemandem, der seine gesamte Plattform auf die Verteidigung des Hispanischen und die Verbundenheit zwischen Spanien und Lateinamerika gebaut hat.
Das ihm zugeschriebene Profil passt zu einem sehr bekannten Archetyp: hyper-spanische Rhetorik, emphatische Verteidigung des hispanischen Erbes und zugleich ein Erwerbsleben, das an Social Media und eine geteilte Wohnung gebunden ist. Der Widerspruch zwischen Erzählung und Biografie ist der Kern eines Großteils der Kritik.
Wer der sogenannte Capitán Hispano ist und wofür er steht
Wie in der Diskussion beschrieben, handelt es sich um einen in Madrid lebenden Spanier aus der Extremadura – vermutlich aus der Provinz Badajoz –, der vertritt, dass die Völker Lateinamerikas mit Spanien dieselbe hispanische Wurzel teilen und sich daher als Teil dieses gemeinsamen Stammes verstehen sollten. Daher auch sein Spitzname.
Seine These, mit Vehemenz in den sozialen Netzwerken vertreten, kollidiert mit der Auffassung derer, die in dieser Verbundenheit ein interessiertes Konstrukt sehen. Die Debatte über den Hispanismus als ideologische rather denn historische Etikette zieht sich durch den gesamten Austausch.
Das Wohnungsargument und die Paradoxe der Erzählung
Der Auslöser des Umzugs ist ökonomisch. Wohnraum in Spanien ist zu dem Faktor geworden, der qualifizierte Fachkräfte und Content-Creator, die remote arbeiten können, vertreibt. Paraguay erscheint in dieser Rechnung als Ziel mit niedrigeren Lebenshaltungskosten.
Auffällig ist, dass ausgerechnet derjenige, der die hispanische Verbundenheit beschwor, sie nun aus Geldgründen verlässt. Manche lesen darin eine Kapitulation: Identitätsrhetorik bezahlt keine Miete. Andere sehen darin schlicht eine rationale Entscheidung eines Menschen, der seine Ausgaben optimiert.
Die extremenurische Herkunft und die Obsession mit Phänotypen
Das Gespräch driftet in anthropometrische Klassifikationen von fragwürdiger wissenschaftlicher Seriosität: Typen wie der Beride, der atlanto-mediterrane oder der gracile Med werden erwähnt, und die Person wird auf dieser Landkarte verortet. Es ist die Art von Debatte, die Aufklärung mit Pseudowissenschaft vermischt und mehr über diejenigen verrät, die sie führen, als über den Porträtierten.
Das Detail der extremenurischen Herkunft wird zur Munition: Ihm wird ein Profil zugeschrieben, das laut seinen Kritikern dem Stereotyp des Provinzspaniers entspricht, der die Spaniolidad mit mehr Begeisterung als Sorgfalt vertritt.
Das Privatleben als Waffe
Auch die private Seite bleibt nicht ausgespart. Angepielt wird auf seine Beziehungssituation – verheiratet, nach eigener Aussage, mit einer Kolumbianerin – und auf seine Lebensweise: Einkünfte aus den sozialen Medien und eine geteilte Wohnung. Das sind Daten, die im Kern das Bild eines prekären Arbeiters im digitalen Sektor zeichnen.
Die Diskussion über Einwanderung und Entwurzelung kreuzt sich hier mit der Biografie der Person – eine Wendung, die manche nutzen, um auf die Inkohärenz zwischen Predigt und Praxis hinzuweisen.
Am Ende hat die Geschichte etwas von einer zeitgenössischen Fabel: Der patriotischste der Content-Creator stellt fest, dass das Vaterland die Miete nicht hergibt, und macht sich auf, anderswo sein Glück zu suchen. Als wäre die Liebe zu Spanien vereinbar damit, es sich nicht leisten zu können.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (16 Antworten).
Für dieselbe Arbeit das Drei- bis Vierfache verdienen: Ausgewanderte zeichnen das Bild eines Spanien ohne Zukunft und eines Europas ohne bezahlbare Mieten.
Eine Anzeige einer 'reifen Kolumbianerin' ohne Preis und mit unaufgelöstem Euphemismus zeigt die Intransparenz der Branche. Das Alter ist die einzige angezweifelte Zahl.
Lorazepam, 56-Euro-Wodka und Ducados: das Kit des fijo-discontinuo in Spanien, pur und ohne Eis getrunken. Die Rechnung von wenig, aber gutem Alkoholkonsum.
Weinst du bei E.T.? Die Debatte darüber, ob die Emotion von Spielberg, von John Williams oder von der Nostalgie einer Generation kommt, die mit Alien aufgewachsen ist.