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Auswandern aus Spanien: dreifache Gehälter, aber unbezahlbare Mieten
Für dieselbe Arbeit das Drei- bis Vierfache verdienen: Ausgewanderte zeichnen das Bild eines Spanien ohne Zukunft und eines Europas ohne bezahlbare Mieten.
In den USA das Vierfache verdienen und nicht zurückkehren: die Rechnung aus der Ferne
Ein Ingenieur, der in Spanien mit Gehältern vorliebnehmen musste, die er selbst als schlecht beschreibt, ging in die USA, begann im Vertrieb und verdient heute mehr als 100.000 im Jahr. Sein Auto ist abbezahlt, die Wohnung fast abbezahlt, und er plant bereits den Kauf einer zweiten Immobilie. Ein anderes Beispiel erzählt es umgekehrt: Er ging vor vier Jahren mit der Absicht zu sparen und zurückzukehren, hat inzwischen das Geld für eine Wohnung zusammen und will nicht mehr zurück. Die Frage, die die Diskussion eröffnete – ob es in Spanien so schlecht aussieht, dass man über Auswandern nachdenkt –, lässt eine unbequeme Antwort zu: Es hängt davon ab, ob eine Erbschaft dahintersteht.
Was man mit derselben Arbeit verliert
Der meistgenannte Punkt ist nicht der Lebensunterhalt, sondern das Gehalt. Für dieselbe Stelle liegt der Lohn in Spanien drei- bis viermal niedriger als auf der anderen Seite des Atlantiks. Wer davon erzählt, spricht nicht von einer Beförderung oder einer exotischen Branche: Es ist dieselbe Arbeit, mit derselben Ausbildung und denselben Werkzeugen. Manche könnten noch mehr verdienen, lehnen Angebote aber ab, weil sie auf vier Tage Homeoffice pro Woche nicht verzichten wollen. Ihr Rezept ist so einfach wie hart: Die eigenen Stärken zum Ausland nutzen und, falls es keine gibt, auf Anstrengung und Verzicht setzen.
Das Spanien, das den Abgrund nicht sieht
Neben dem Bericht derer, die bleiben und durchhalten, steht der derjenigen, die in einer Wohnanlage mit Garten leben. Geschlossene und bewachte Urbanisationen, Privatschulen, Hauspersonal und Fahrten im Oberklasse-Auto zwischen identischen Milieus. Es gibt mehr solche Menschen, als man denkt, und genau diese Gruppe behauptet am ehesten öffentlich, die Leute würden sich nur aus Gewohnheit beschweren. Die Diagnose ist unbequem, passt aber zur Ausgangsklage: Der Brunnen hat keinen Boden zu erkennen, und wer nicht genau hinschaut, steht eben nicht selbst am Rand.
Europa ist nicht mehr die Hintertür
Vor fünfzehn Jahren hatte ein Umzug in ein beliebiges europäisches Land noch Sinn. Heute kommt die Hälfte der Berichte zum Gegenteil: Eine Mietwohnung zu finden ist in fast jeder Stadt zur unmöglichen Mission geworden, und die Gehälter gleichen nicht, was man für ein Dach über dem Kopf zahlt. Die Schweiz, Deutschland oder der Rest des Kontinents erscheinen eher als Durchgangsstation denn als Lösung. Beim Kulturschock gibt es Stimmen, die ihn als den eigentlichen Grund für die Rückkehr sehen – noch vor Klima und Lebenshaltungskosten –, und ihn in Worten beschreiben, die man besser nicht wiedergibt.
Die Erbschaft entscheidet, wer bleiben kann
Eine der treffendsten Zusammenfassungen setzt die Trennlinie beim Familienvermögen an: Wenn deine Eltern oder Großeltern eine eigene Wohnung haben, verlasse dein Land nicht. Wer dieses Netz nicht hat, so die Ergänzung, muss akzeptieren, dass die Regeln seines Umfelds nicht zu seinen Gunsten spielen, und die Koffer packen in das Land mit dem höchsten Nettolohn – welches auch immer. Er lebt seit eineinhalb Jahren in der Schweiz. Das ist die weniger heldenhafte Version der Auswanderung: kein Abenteuer, sondern Rechnen.
China, Rückkehr und Reue
Die Bandbreite der Ziele ist größer geworden. Ein Rentner zog im Mai nach China, wo seine Frau ein Haus besitzt, und kehrte an Weihnachten zurück, um zu entscheiden, wie es weitergehen soll. Entschieden hat er: Nach Weihnachten geht er wieder, vielleicht für immer. Auf der anderen Seite stehen diejenigen, die es versucht haben und zurückkamen. Einer erzählt, seine Schwester habe in den USA gelebt, sei überzeugt zurückgekehrt und habe drei Monate später bereits Reue empfunden. Das liegt Jahre zurück; ihre Meinung heute ist noch härter.
Bei einem Gehaltsunterschied von drei- bis vierfach müsste die Entscheidung zu gehen automatisch fallen. Tut sie nicht. Was die meisten zurückhält, steht in keinem Gehaltszettel – und deshalb bleibt die Rückkehr für fast alle eine Arbeitshypothese.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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