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Lorazepam, 57-Euro-Wodka und Ducados: das Kit für Spaniens fijo-discontinuo
Lorazepam, 56-Euro-Wodka und Ducados: das Kit des fijo-discontinuo in Spanien, pur und ohne Eis getrunken. Die Rechnung von wenig, aber gutem Alkoholkonsum.
Lorazepam, 57-Euro-Wodka und Ducados: So entsteht das Kit des fijo-discontinuo
Zwei Lorazepame, ein paar Shots Grey Goose und eine Zigarette. Das ist das Frühstück von jemandem, der an einem ganz normalen Vormittag nichts vorhat. Die Szene, völlig beiläufig erzählt, fasst besser zusammen als jeder Bericht, was es bedeutet, tote Zeit zu haben und sie auch loswerden zu wollen. Der Wodka ist kein Billigfusel: Die Flasche kostet zwischen 56 und 57 Euro und darf sich leisten, seit dem Frühling zu halten, weil sie nur zwei- oder dreimal im Jahr geöffnet wird.
Die Rechnung desjenigen, der wenig, aber gut trinkt
Die Logik ist einwandfrei, soweit sie geht: Wer nur alle Jubeljahre trinkt, kauft das Beste. 56 oder 57 Euro für eine Flasche, die wie flüssiges Gold rationiert wird. Nichts gemischt. Kein Eis. Kein Orangensaft, wie es der Nachbar an der Bar vorschlägt, um aus dem Screwdriver einen Cocktailshaker zu machen. Hier wird der Wodka pur getrunken, als Shot, denn jeder gezuckerte Zusatz ist nicht nur eine Sünde, sondern verschärft auch den Kater.
Der Tabak folgt derselben Doktrin des selektiven Konsums. Geruch und Geschmack von hellem Tabak sind ekelhaft; was einem schmeckt, ist ein Ducados. Und auch nicht täglich: ab und zu eine Packung, gerade genug, damit der Spaß keine feste Ausgabe wird. Die Ironie ist perfekt, wenn jemand ausrechnet, dass ein Ducados inzwischen so viel kostet wie ein Marlboro.
Die Liturgie dessen, der nicht arbeitet oder nur gelegentlich arbeitet
Das Kit ist nicht nur chemisch. Es ist eine Liturgie des Vormittags ohne Termine: ohne Eile aufstehen, einen Blick auf die Flasche werfen, beschließen, dass heute drin ist. Die Frage, die in der Luft hängt, ist die alte: Womit verdient man sein Geld, wenn man nicht arbeitet? Die Antwort ist in diesem Fall eine Mischung aus Gelassenheit und Langeweile, bekämpft mit legalen und teuren Substanzen.
Manche sehen hier ein Generationenporträt, andere einfach einen Typen mit halbleerem Kühlschrank und gut sortiertem Regal. Fest steht: Das Inventar lügt nicht. Ein Beruhigungsmittel, eine Premiumflasche und eine Marke für dunklen Tabak. Das Kit des fijo-discontinuo, in der Ausgabe für Kenner.
Was der Erhalt des Rituals kostet
Die Jahresrechnung ist nicht hoch, verglichen mit der eines täglichen Rauchers, aber der Aufwand pro Sitzung schon. Eine Flasche, die zwei- oder dreimal im Jahr zum Oberklasse-Preis gekauft wird, und eine Packung Tabak, die längst nicht mehr die billige Option ist. Das Ergebnis ist ein Konsum mit niedriger Frequenz und hohen Stückkosten, das Gegenteil des Stammtisch-Suffes.
Die Frage, die bleibt: Wie viel von diesem Ritual ist echte Neigung, und wie viel ist Füllmaterial für einen Tag, der nicht in Gang kommt? Mit der Flasche seit dem Frühling auf halber Flamme und der rationierten Packung hält das Kit durch. Nur ob derjenige durchhält, der es benutzt, ist unklar.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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