Amerikanisches Haus zum Preis einer spanischen Wohnung: das Kleingedruckte

Laut der Ausgangsrechnung ist das US-Gehalt fünfmal so hoch wie das spanische, doch Grundsteuer und Klima verändern die Rechnung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Amerikanisches Haus zum Preis einer spanischen Wohnung: das Kleingedruckte
Das amerikanische Haus, das billig wirkt – bis die Grundsteuer kommt

Was kostet ein Haus in den USA wirklich? Die Vergleichsrechnung beginnt mit einem Forumsteilnehmer, der behauptet: Ein US-Gehalt sei fünfmal so hoch wie ein spanisches. Unter dieser Annahme würde das Geld, das in einer spanischen Provinzhauptstadt für eine Wohnung reicht, jenseits des Atlantiks für ein Einfamilienhaus mit Grundstück und Garten ausreichen. Die Rechnung scheint unschlagbar. Sie hat nur ein Problem: das Kleingedruckte, das nie in die Schlagzeile gehört.

Warum scheint das amerikanische Haus so viel zu kosten wie eine spanische Wohnung?

Das Bild, auf dem der Vergleich beruht, zeigt laut einem anderen Forumsnutzer ein Holzrahmenbauwerk, kaum erkennbarer Zement, als Hauptvorteil ein großzügiges Grundstück. Auf dieses Foto stützt sich die Idee, dass dasselbe Budget viel mehr Quadratmeter und viel mehr Boden kauft. Im Thread wird entgegnet, dass ein großer Teil des Preises auf das Grundstück entfällt: Das Haus auf dem Foto hat einen eigenen Park, während Wohnungen zum selben Preis in Spanien mit Dächern direkt an Nachbardächern verglichen werden.

Die erste Hürde ist jedoch nicht der Preis. Es ist die Bank. Ein Forumsteilnehmer fasst es so zusammen: Der Vergleich zerplatzt in dem Moment, in dem man die Hypothek beantragt; ohne diesen Kredit ist der Katalogpreis nur Dekoration.

Grundsteuer und Klima: die vergessenen Kosten

In den USA zahlt man für die Immobilie zweimal: beim Kauf und dann jedes Jahr. Laut einem weiteren Teilnehmer kann die Grundsteuer für ein Einfamilienhaus mehrere tausend Dollar pro Jahr betragen – ein Betrag, der in Vergleichen selten auftaucht und einen Teil des Gehaltsvorteils auffrisst. Dazu kommt ein Klima, das in manchen Regionen den Bausubstanzbestand bedroht: Ein Forumsnutzer bittet darum, das Haus nach einem Tornado noch einmal zu zeigen.

Der andere Korrektiv ist die Lage. Dasselbe Haus, in einem akzeptablen Viertel und weniger als anderthalb Stunden von einer Stadt mit Infrastruktur entfernt, explodiert im Preis: Manche beziffern es auf zwei Millionen Dollar – und das mit einer Ausstattung, die Kritiker als Pappmaché beschreiben.

Ist Spanien die europäische Ausnahme beim Wohneigentum?

Hier kommt die interessante Wendung. Gegen die Erzählung vom Land der Eigentümer hält ein Forumsnutzer dagegen, dass Spanien die Ausnahme auf dem Kontinent sei: Norm und Gewohnheit lauteten, das eigene Zuhause zu besitzen, während in weiten Teilen Europas das Sterben zur Miete üblich sei. Die These fügt hinzu, dass Spanien sich bereits in diese Richtung bewege, aber vorerst sein Alleinstellungsmerkmal bewahre.

Einheitliche Besteuerung und konzentrierte Arbeitsplätze: die spanische Landkarte

Ein weiterer Forumsnutzer bringt vor, dass man in den USA theoretisch seinen Lebensplan nach Preisen, Steuern, Klima und verfügbaren Jobs gestalten könne: Kalifornien mit gutem Klima und hoher Steuerlast, Arizona mit Arbeit und niedrigen Steuern, aber trockener Landschaft. Der Kontrast: In Spanien sei die steuerliche Behandlung überall ähnlich, während die Unterschiede bei Jobs und Infrastruktur zwischen den Regionen enorm seien. Folge: Alle drängeln sich an den besten Orten zusammen – oder an den weniger schlechten.

Diskutiert wird auch, ob die ausländische Nachfrage mit höherer Kaufkraft die Preise außerhalb der Reichweite lokaler Käufer treibt. Das ist die These eines Teilnehmers, kein belegtes Faktum.

Mit diesen Zahlen wäre der Vergleich unschlagbar. Die jährliche Grundsteuerrechnung hilft jedenfalls nicht dabei.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (18 Antworten).

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