Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Spaniens Stromausfall: Verdacht gegen Energie-Oligopol
Nach dem Blackout in Spanien wächst der Druck auf die großen Versorger. Kritiker werfen ihnen vor, Gewinne über die Systemsicherheit zu stellen.
Spaniens Stromausfall: Verdacht gegen Energie-Oligopol
Der Stromausfall, der weite Teile Spaniens im Dunkeln ließ, hat eine alte Debatte um die Struktur des Energiesystems neu entfacht. Im Zentrum der Kritik stehen die großen Konzerne — Iberdrola, Endesa und Naturgy. Sie betreiben einen Mix aus Kernkraft, Gaskraftwerken (Zyklus kombiniert), Solar- und Wasserkraft. Experten vermuten, dass ihr Handeln nicht der Versorgungssicherheit, sondern der kurzfristigen Profitmaximierung folgt. Diese Gier wird als mögliche Ursache des Zusammenbruchs genannt.
Das Energie-Oligopol und die Rendite-Logik
Dasselbe Unternehmen, das Atommeiler, Gaskraftwerke und große Stauseen kontrolliert, besitzt auch erhebliche Anteile am Photovoltaik-Park. Durch diese vertikale Integration können sie entscheiden, welche Technologie je nach Grenzkosten zum Einsatz kommt. In trockenen Sommern sollen Stauseen leer gelassen worden sein, weil Wasserkraft günstiger war und man deren Nutzung vermied, um Preise nicht zu drücken. Ganze Ortschaften blieben tagelang ohne Wasser. Die Strafe dafür soll gering ausgefallen sein. Dieser Präzedenzfall nährt den Verdacht, dass der Blackout kein Zufall war, sondern Folge einer Verwaltung, die Gewinn vor Systemstabilität stellt.
Das Paradox der Erneuerbaren: Mehr Sonne, weniger Backup
Am Tag des Ausfalls setzten die Firmen laut Analysen voll auf Solarenergie — billiger und nicht mit der Steuer belegt, die Kernkraft betrifft — während teure Gas- und Atomkraftwerke abgeschaltet blieben. Diese Strategie hätte dem System die nötige Trägheit und Reservekapazität genommen, um einen plötzlichen Einbruch der Erzeugung abzufedern. Ob es ein Abwurf von 15 GW oder eine Überspannung war, ist strittig; klar ist jedoch das Fehlen von Sicherheitsmechanismen.
Die Rolle von Red Eléctrica und die Energiepolitik
Red Eléctrica Española (REE), staatlich kontrolliert, trägt die letzte Verantwortung für den Erzeugermix und die Sicherheit. Kritiker meinen, REE hätte die Verfügbarkeit thermischer Kraftwerke erzwingen können, habe dies aber unterlassen. Die Politik der Regierung — Subventionen für Erneuerbare, Steuern auf Kernenergie und ein marginales Auktionssystem — habe perverse Anreize geschaffen. Es stellt sich die Frage, ob das Problem im regulatorischen Design oder in der Umsetzung durch die Betreiber liegt.
Batterien, Reserven und internationale Vergleiche
Das Fehlen großskaliger Speicher wird als entscheidende Schwachstelle identifiziert. In China sind Batterien bei Solarparks Pflicht; in Kalifornien ermöglichen massive Batterieinstallationen die Grundlastsicherung nach Sonnenuntergang. In Spanien hingegen rühmt man sich angeblich des besten Netzes der Welt, verlässt sich aber auf Gaskraftwerke, die spät und langsam hochfahren. Vorschläge, Mindestspeicherkapazitäten für Erneuerbare einzuführen, gewinnen an Bedeutung.
Offizielle Darstellung vs. alternative Theorien
Gegen die These der Gier sprechen die Regierung und Teile der Medien technische Fehler oder massenhafte Abschaltungen wegen Überspannung. Andere Stimmen nennen Cyberangriffe, gescheiterte Experimente oder europäische Militärinteressen. Keine dieser Theorien ist bisher bewiesen. Sicher scheint nur: Das spanische Netz hat ein strukturelles Backup-Problem, und wirtschaftliche Anreize belohnen nicht die Sicherheit, sondern die niedrigsten Grenzkosten.
Mit allen Vorbehalten deutet alles darauf hin, dass dieser Vorfall den Status quo nicht ändern wird: Die Versorger werden weiter nach denselben Regeln operieren, die Regierung ihre Erneuerbaren-Politik verteidigen, und selektive Blackouts oder Beinahe-Zusammenbrüche werden so lange andauern, bis jemand die politischen Kosten eines System-Redesigns trägt. Bis dahin bleibt die Gier-Erklärung die populärste — und die am wenigsten geahndete.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (143 Antworten).
Sánchez' Brief an die EU mitten in der Ceuta-Krise verschärft den Konflikt: Italien, Finnland und Dänemark fordern den Schengen-Ausschluss, die Kommission lehnt ihn ab.
Italien hat einen 30-jährigen Journalisten als mutmaßlichen Organisator der „Bewegung 17. Oktober“ festgenommen, die über Instagram zu Krawallen und Plünderungen in Norditalien aufrief.
Jordi Wild hat Interviews mit den Kandidaten für die spanische Wahl angekündigt. Pedro Sánchez hat die Einladung angenommen; Abascal und Feijóo haben ihre Teilnahme noch nicht bestätigt.
Eine virale Nachricht behauptet, Termine für den DNI würden über ein Callshop vermittelt. Der Termin ist kostenlos und wird über die offizielle Website oder telefonisch beantragt.
Das 'Charo-Zertifikat' popularisiert die Theorie, Männer zu benutzen und laufen zu lassen: wer gewinnt und wer am Partnermarkt als benutzt zurückbleibt