Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Spaniens PSOE bietet 3,75 % Zinsen für die Finanzierung seines Wahlkampfs
Spaniens PSOE bietet 3,75 % Zinsen allen, die seinen Wahlkampf über Wahlkampf-Mikrokredite finanzieren, wie aus einer eigenen Mitteilung hervorgeht. Zweifel an Legalität und Risiko von…
PSOE bietet 3,75 % für Geld, das man ihm für den Wahlkampf leiht
Eine Partei, die Bürgerinnen und Bürger um Geld zu einem festen Zinssatz bittet. Spaniens PSOE hat eine Kampagne für Wahlkampf-Mikrokredite gestartet, die eine Rendite von 3,75 % verspricht, wie aus der Mitteilung der Partei selbst hervorgeht: "Erhalte deine Investition mit 3,75 % Zinsen zurück und hilf uns, ein Land der Rechte und Chancen aufzubauen." Die Aktion kommt mit dem Etikett der Volkskraft und einer Frage, die über der Debatte schwebt: Ist das ein Finanzprodukt oder eine verkleidete Spendensammlung?
Der Vorschlag ist in der Form nicht neu, wohl aber in der Verpackung. Ein Wahlkampf-Mikrokredit ist praktisch ein Darlehen, das die Wählerin oder der Wähler der Partei gewährt und das diese mit Zinsen zurückzahlt. PSOE hat es als Bürgerbeteiligung verpackt und wenige Wochen vor einer Wahl in die öffentliche Debatte gebracht. Die Zahl, 3,75 %, wird so zum Köder: eine Rendite über der vieler Tagesgeldkonten, mit einem Risiko, das im Prospekt nicht auftaucht.
Was ist ein Wahlkampf-Mikrokredit und welche Rendite bietet er?
Die 3,75 % sind der Zinssatz, den die Partei allen verspricht, die das Geld vorstrecken. Der Mechanismus ist einfach: Der Bürger zahlt einen Betrag ein, die Partei nutzt ihn zur Finanzierung des Wahlkampfs und zahlt ihn anschließend mit diesem Zins zurück. Das Kleingedruckte — Fristen, Sicherheiten und was passiert, wenn die Partei ihre Ziele verfehlt — reist nicht im Tweet mit. Und dort beginnt die Skepsis.
Denn 3,75 % konkurriert nicht mit irgendeiner Festgeldanlage: Es konkurriert mit dem Vertrauen. Wer einer Partei Geld leiht, kauft kein Bankprodukt, sondern setzt auf eine Struktur, die von öffentlichen Zuschüssen und Wahlergebnissen abhängt. Der Vergleich mit anderen Parteien liegt nahe: Manche haben Geld zu null Prozent Zinsen erbeten, was die Aktion eher zu einer verdeckten Spende als zu einer Investition macht.
Die rechtlichen Zweifel und der Schatten der öffentlichen Finanzierung
Die meistgestellte Frage ist, ob die Zinsen aus den öffentlichen Zuschüssen bezahlt werden, die die Parteien erhalten. Das spanische Parteienfinanzierungsgesetz erlaubt diese Art von Darlehen, doch die Grenze zwischen Mikrokredit und Spende ist dünn. Liegt der Zins über Marktniveau, kann die Rendite als verdeckte Zuwendung gelesen werden; liegt er darunter, als Gefallen. Die 3,75 % liegen im Niemandsland.
Manche halten die Aktion für eine Imagepflege: Die Partei bittet nicht um Spenden, sondern um Darlehen, und der Wähler fühlt sich als Investor statt als Spender. Die vollständige Rechnung mit Fristen und Sicherheiten trennt die Propaganda vom Kleingedruckten.
Die Reaktion der Wähler: vom Witz zur Rechnung
Die Reaktion in den sozialen Netzwerken schwankte zwischen Spott und Misstrauen. "Ich investiere lieber in Briefmarken", fasst eine der meist wiederholten Antworten zusammen. Eine andere vergleicht das Produkt damit, sich mit einem Eis Löffel ein Auge auszustechen. Der Humor ist die erste Schicht; darunter taucht die eigentliche Frage auf: Welche Sicherheit hat der Investor, wenn die Partei das Geld nicht zurückzahlt?
Die Debatte verlagerte sich auch auf den Vergleich zwischen den Parteien. Die Mikrokredite zu 0 % anderer Parteien werden je nach Betrachtungsweise als ehrlichere oder zynischere Form der Finanzierung gelesen. Und der übliche Schatten erscheint: die Parteienfinanzierung und die Verwendung öffentlichen Geldes zur Zahlung von Zinsen.
Welches Risiko trägt, wer einer Partei Geld leiht?
Das Risiko ist nicht nur finanzieller Natur. Ein Wahlkampf-Mikrokredit ist weder durch die Einlagensicherung noch durch die Bankenaufsicht abgesichert. Zahlt die Partei nicht, wird der Geldgeber zum gewöhnlichen Gläubiger und stellt sich in eine Warteschlange, die Jahre dauern kann. Die 3,75 % sind der Karren; das Fehlen von Sicherheiten, der Stock.
Die Aktion hinterlässt jedenfalls eine offene Frage: Wenn das Produkt so gut ist, warum bietet es keine Bank an? Die Antwort lautet vermutlich: Keine Bank leiht einer Partei ohne Sicherheiten. Der Wähler hingegen leiht auf Glauben.
Mit 3,75 % auf dem Tisch und einem laufenden Wahlkampf liegt der Ball bei jedem, der entscheidet, ob sein Geld auf einem Tagesgeldkonto oder in der Zentrale einer Partei besser aufgehoben ist. Ist es eine Investition oder eine elegante Art zu spenden?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (17 Antworten).
REITs leiden nicht an den heutigen Zinsen, sondern an den morgen fälligen Schulden. Der Refinanzierungskalender entscheidet, wer die Dividende durchhält.
Der Ibex wählt nicht: Banken, Bauunternehmen und Energiekonzerne kassieren von Brüssel, egal wer gewinnt. Eine Analyse, welche Aktien einen neuen sozialistischen Regierungszyklus überstehen.
Hotel101 bietet Zimmer in Valdebebas für 208.800 Euro plus MwSt. mit monatlicher Gewinnausschüttung an, wobei Fragen zur Insolvenz der Betreiberfirma offen bleiben.
Gold macht inzwischen 27% der globalen Reserven aus, gegenüber 22% für Staatsanleihen. Die zehnjährige Rendite pendelt um 5%, Brent nähert sich 120 Dollar.
Die 24,6 % des BIP, mit denen einige Medien operieren, passen laut der Debatte nicht zu einer Wirtschaft, in der alles über Bank, Karte und Mehrwertsteuer läuft. Das echte Schwarzgeld steckt in…
140.000 € aus einem Verkauf: Schatzwechsel mit 3 %, Festgelder mit 3,38 % und Dividenden mit 5 % konkurrieren um das Kapital. Immobilien und Hypothek fallen aus.