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Schattenwirtschaft in Spanien: Die 24,6 %, die nicht aufgehen
Die 24,6 % des BIP, mit denen einige Medien operieren, passen laut der Debatte nicht zu einer Wirtschaft, in der alles über Bank, Karte und Mehrwertsteuer läuft. Das echte Schwarzgeld steckt in…
Die Schattenwirtschaft erreicht nicht die 24,6 %, mit denen einige Medien werben
Ein Elektriker eines Stromkonzerns erscheint nach einem Stromausfall bei einem Kunden zu Hause. Er will nur bar bezahlt werden. Der Kunde muss zum Geldautomaten runter. Diese Szene, die jeder kennt, ist der Ausgangspunkt einer Diskussion, die seit Jahren schwelt: Wie viel der spanischen Wirtschaftstätigkeit bewegt sich abseits des Fiskus? Die Zahl, mit der Expansion.com, elmundo.es und Konsorten arbeiten, lautet 24,6 % des BIP. Das Problem: Nach Ansicht der Debattenteilnehmer passt diese Zahl nicht zum echten Leben.
Das Geld A kontrolliert alles
Das Essen kommt von Mercadona, Ahorramas und Carrefour. Wohnungen laufen über die Banken, während das Finanzamt zusieht. Auf jeder Immobilienübertragung wird Mehrwertsteuer fällig. Jeder zahlt mit Kreditkarte, und wer Bargeld hat, hat es gerade erst vom Automaten abgehoben. Wer Ersparnisse hat, steckt sie in den IBEX, um sich vor Inflation zu schützen. Vor diesem Hintergrund klingt die Behauptung, ein Viertel der Wirtschaft sei unsichtbar, nach einer interessierten Erzählung.
Manche verweisen darauf, dass die Medien, die diese Zahlen veröffentlichen, Eigentümer in Steueroasen haben und dass die Dämonisierung der Schattenwirtschaft Teil ihres Geschäfts als Bedeutung-Lieferanten ist. Die aufgeworfene These ist unbequem: Wenn die offiziellen Märkte eine Blase sind, gibt es keine Schattenwirtschaft dieser Größe; sind sie es nicht, dann existiert sie doch. Und kein Prediger keinerlei Couleur kann beides behaupten, ohne sich selbst zu widersprechen.
Die Überlebensökonomie, die in den Statistiken nicht auftaucht
Der Klempner, der einen Schwarzjob ohne Mehrwertsteuer macht, ist kein klassischer Steuerhinterzieher. Er zahlt davon seine Hypothek. Notfall-Selbstständige und kleine Unternehmen leben von dem, was sie ohne MwSt. fakturieren, sonst müssten sie schließen. Mittelständische und große Konzerne haben Töchter, um sich selbst zu fakturieren und abzusetzen – das Gesetz erlaubt es. Der Börsenhandel operiert indirekt aus Steueroasen. Derweil tragen abhängig Beschäftigte mit Durchschnittsgehalt eine Steuerlast von rund 60 % ohne jede Alternative.
Die Schlussfolgerung lautet: Das ist keine Schattenwirtschaft, sondern eine freie Überlebensökonomie. Sie ist nicht versteckt und entgeht auch keinen Steuern: Sie zirkuliert und zahlt Hypotheken. Und wenn man die Schrauben anzieht, um sie ans Licht zu holen, erreicht man nur, dass die Tätigkeit eingestellt wird und die wenigen verbliebenen Handwerker noch schneller auswandern.
Wie viel Schwarzgeld fließt wirklich?
Die optimistischste Rechnung nennt 1 % des BIP für Drogen – und das ist zu niedrig, sobald man Schmiergelder, illegales Glücksspiel und andere Aktivitäten hinzurechnet. Bei Renovierungen, Hochzeiten und Festen schätzen manche, dass 40 % der Tätigkeit schwarz ablaufen. In Almería haben Immobilienagenturen verlangt, einen Teil des Kaufpreises einer Wohnung schwarz zu erhalten, mit Beträgen von 50.000 Euro.
Das Problem ist das Bargeld. 6.000 Euro vom Automaten abzuheben, um eine Arbeit zu bezahlen, ist nicht mehr so einfach wie früher. Abhebegrenzen und die flächendeckende Kartennutzung haben den Spielraum verkleinert. Das echte Schwarzgeld steckt dort, wo es immer war: Drogen, Prostitution und die Geschäfte der Politiker. Der Rest ist Überleben.
Die Lösung, die den Staat keinen Euro kostet
Es gibt einen Vorschlag, der keine neuen Behörden oder Aufklärungskampagnen erfordert: die Mehrwertsteuer auf allen Rechnungen für Renovierungen, Computerreparaturen oder Werkstattarbeiten am Auto absetzbar machen. Wenn der Kunde absetzen kann, verlangt jeder eine Rechnung, und wer nicht angemeldet ist, gerät ins Hintertreffen. Kostenlos für den Staat.
Unterdessen bleibt die Frage unbeantwortet. Die Zahl, die nicht aufgehen will, ist nicht die 24,6 %. Es ist die, dass niemand weiß, wie hoch es wirklich ist – und diejenigen, die am lautesten darüber schreien, sind die, die es am wenigsten belegen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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