Spaniens PP hält Comeback von Sánchez nach Eisenbahnkrise für „unmöglich“

Quellen der PP halten es für „unmöglich“, dass Sánchez nach dem Zugunglück von Urda in den Umfragen aufholen kann, das den Wohnungsbau aus der Mitte des spanischen Wahlkampfs verdrängt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spaniens PP hält Comeback von Sánchez nach Eisenbahnkrise für „unmöglich“
Die PP hält das Comeback von Sánchez nach dem Unglück von Urda für beendet

Zwei Züge, ein Unglück und ein Wahlkalender, der aus den Fugen geraten ist. Die Eisenbahnkatastrophe von Urda ist wie ein ungebetener Gast in den Wahlkampf vor der Wahl am 29-N in Spanien eingetreten, und in der Parteizentrale rechnet man bereits: Quellen der Partei halten es für „unmöglich“, dass die PSOE die Umfragen noch drehen und zur Wahl antreten kann, um Alberto Núñez Feijóo den Sieg noch streitig machen zu können. Die interne Devise lautet kontrollierten Optimismus, doch das wird zunehmend schwerer zu verbergen.

Feijóo appellierte am Mittwoch allerdings an Maße bei den Regionalchefs und Sprechern. Die PP hat ihre Wahlkampfveranstaltungen abgesagt —wie alle übrigen Parteien außer Vox— und vermieden, die ersten Stunden zu einer Wahlkampfoffensive zu machen. Die erklärte Priorität: die Ursachen aufklären und die Opfer betreuen. Die institutionelle Zurückhaltung verbirgt nicht die Diagnose, die sich in den eigenen Reihen durchsetzt.

Warum das Unglück von Urda den Wahlkampf zur Wahl am 29-N verändert

Sánchez hatte die Wahl ausgerufen, nachdem er die Schwierigkeiten seiner parlamentarischen Mehrheit erkannt hatte, in der Absicht, die Initiative zurückzugewinnen. Der Plan war klar: Wohnungsbau, Renten und Sozialmaßnahmen im Zentrum der Debatte, Mobilisierung der enttäuschten pogre Wähler und Verdrängung der Korruptionsskandale, der Migrationskrise in Ceuta und des angesammelten Verschleißes. Interne Umfragen von Ferraz hatten die PSOE laut Vozpópuli sogar in einer Position, um Platz eins angreifen zu können, mit einem Vorsprung von ein bis zwei Punkten in einigen Schätzungen.

Diese Erzählung verträgt sich schlecht mit den Umfragen der Demoskopen, die Feijóo weiterhin vorne sahen und auf eine Mehrheit von PP und Vox hindeuteten. Die Spaltung zwischen Podemos und dem Frente Amplio (Breite Front) erschwerte jede Rekonstruktion einer linken Mehrheit. Und nun verlagert das zweite schwere Eisenbahnunglück in weniger als einem Jahr —nach dem von Adamuz mit 46 Toten— die Debatte hin zur Sicherheit der Infrastruktur und zum Vertrauen in die öffentlichen Dienste.

Der Verschleiß, der sich nicht in Sitzen misst

In der Analyse geht es am häufigsten nicht um eine direkte Stimmenverschiebung, sondern um Demobilisierung. Manche argumentieren, wer zwischen PSOE und Frente Amplio aus taktischen Gründen schwankte, habe nun einen weiteren Grund, sich zu bewegen, und wer zwischen Enthaltung und Stimme für die Sozialisten zögerte, bleibe wahrscheinlich zu Hause. Die PSOE brauchte nicht nur ein Comeback: Sie brauchte eines mit Vorsprung. Jeden unten verlorenen Punkt verliert sie doppelt.

Der Druck kommt auch nicht nur von der Opposition. Übliche Koalitionspartner der Regierung haben Erklärungen gefordert und die dringende Aussprache des Verkehrsministers Óscar Puente, dessen Verbleib im Amt öffentlich diskutiert wird, noch bevor die Untersuchung abgeschlossen ist. Sánchez muss diesen Druck bewältigen, ohne Kontrollverlust zu signalisieren oder Rücktritte zu erzwingen, die als vorzeitiges Schuldeingeständnis gelesen würden.

Die Strategie der PP: nichts tun und die Regierung reden lassen

In der Partei gibt es Stimmen, die sagen, der einzig rentable Zug sei Untätigkeit: die Regierung erklären lassen und den Kalender den Rest erledigen lassen. Andere warnen, jeder öffentliche Auftritt der PP sei eine Gelegenheit, sich zu verhaspeln und die noch schlafenden linken Wähler zu mobilisieren. Feijóos Zurückhaltung beantwortet beides zugleich.

Mit laufender Untersuchung und unbeantworteten Fragen zu dem Vorfall bleibt die Lage genau, wo sie war: eine Regierung, die erklären muss, eine Opposition, die schweigen muss, und eine Wählerschaft, die entscheiden wird, ob das Schweigen als Respekt oder als Kalkül gelesen wird. Der verstörende Befund stammt nicht aus einer Umfrage: Es ist, dass noch niemand etwas gewonnen hat.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (24 Antworten).

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