Puente, der künftige PSOE-Chef (Teodoro León Gross in El ABC)

Teodoro León Gross zeichnet in der ABC ein Porträt von Óscar Puente als Politiker, der auserkoren wurde, sein Amt zu entwürdigen. Der Text beleuchtet seine Konflikte mit Opfern und Journalisten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Teodoro León Gross vertritt in der ABC die Auffassung, dass Óscar Puente sein Amt nicht aus Versehen entwürdigt hat, sondern dafür auserkoren wurde, und dass ihn sein Profil als möglichen künftigen Chef der PSOE ausweist. Der Artikel rekapituliert seine Demütigungen der Opfer von Adamuz und seinen konfrontativen Stil in den sozialen Medien.

Der Kolumnist **Teodoro León Gross** veröffentlichte am **30. Oktober 2026** in der **ABC** einen Artikel mit dem Titel „Puente, el futuro líder del PSOE“. Darin vertritt er die Ansicht, dass der Minister **Óscar Puente** nicht jemand ist, der sein Amt aus Nachlässigkeit herabgewürdigt hat, sondern eine Person, die gerade dazu auserkoren wurde. Die These des Textes lautet, dass sein raubeiniger Stil, weit davon entfernt ein vom tolerated Fehler zu sein, Teil der Funktion ist, mit der er betraut wurde.

## Rücktritt aus Anstand als Ausnahme

León Gross beginnt mit der Erinnerung daran, dass der Rücktritt aus Anstand in Spanien zu einer fast archaischen Geste geworden ist. Als Beispiel nennt er, was im Frühjahr im **Vereinigten Königreich** geschah, als die Ministerin für Opferschutz ihren Rücktritt einreichte und warnte, man „versage gegenüber den Opfern“. Der Kolumnist betont, dass es nicht darum ging, eine Schuld zu übernehmen, sondern um eine Frage des sarracena Respekts.

Diesem Modell stellt der Artikel Puente als das genaue Gegenteil gegenüber. Er beschreibt ihn als Politiker mit ruppigem Umgangston und einem permanenten Konfrontationsinstinkt und behauptet, dass würdigen ein Verb sei, das er in keiner Form konjugieren könne. Der Vergleich dient dazu, den Abstand zwischen einem Rücktritt aus Prinzipien und dem Verbleib im Amt trotz angesammelter Reibereien zu markieren.

## Neun Monate Auseinandersetzungen mit den Opfern von Adamuz

Der Text beleuchtet das Verhältnis des Ministers zu den Opfern des Zugunglücks von **Adamuz**. Nach Angaben des Kolumnisten verachtet Puente seit **neun Monaten** diejenigen, die vor dem Verfall der Bahnsicherheit gewarnt hatten. Er fügt hinzu, dass er nicht an der Trauerfeier in **Huelva** teilnahm und dass er, als die Opfer um ein Gespräch baten, sie mit dem Satz „Ich habe das Gleis nicht geschweißt“ abfertigte.

León Gross erwähnt auch, dass die Opfer mit ansehen mussten, wie er sich in einem Gag mit **Marc Giró** über Bahnstörungen lustig machte. Und er schildert eine weitere Szene: Eine halbe Stunde nach der Tragödie von **Urda** postete Puente in den sozialen Medien einen Angriff auf die Rechte. Der Kolumnist ergänzt, dass sein Chef ebenfalls nicht an der Beerdigung von Adamuz teilnahm und in diesem Moment schrieb, „es gibt viele Gründe, in diesem Land optimistisch zu sein“.

## Die Veröffentlichung der Audios und der Verschleiß in den sozialen Medien

Der Artikel bezeichnet die Verbreitung maßgeschneiderter, geschnittener Audiodateien über nahestehende Medien zur Sicherung einer kontrollierten Verbreitung als jüngste Tat des Ministers. León Gross vertritt die Auffassung, dass seine Mitarbeiter wussten, dass es sich nicht um Transparenz handelte, sondern um ein Opfer, das ihn entlasten sollte. Danach, so heißt es, bleiben seine Beleidigungen von Journalisten und Gegnern eine kleinere Routine.

Der Kolumnist erinnert daran, dass Puente im **September 2023** in die erste Reihe der Politik aufrückte, als **Pedro Sánchez** ihn auf die Tribüne holte – nicht, um die Investitur von **Feijóo** abzulehnen, sondern um das Gelände einzuschmieren. Sein Auftritt wurde auf der sozialistischen Bankseite mit einem „A star is born!“ quittiert, so der Text, als sähen sie zu, wie sich **Cassius Clay** **1964** vor **Sonny Liston** krönt. Von dort aus wurde er Minister.

## Ein Profil, das die PSOE als Zukunftskarte sieht

Der letzte Teil des Artikels zielt auf die zentrale Paradoxie. León Gross stellt fest, dass Puente im Management der Infrastruktur nichts geleistet hat, woran man sich erinnern wird. Trotzdem scheinen er und viele in der **PSOE** überzeugt zu sein, dass sein kämpferisches Profil in den sozialen Medien ihn zum künftigen Parteichef qualifiziert.

Der Kolumnist schließt mit einem Verweis auf die Opfer: Fast **120 Tote** werden ihn nicht aufhalten. Es handelt sich um eine Meinungsäußerung, nicht um eine offizielle Angabe, und sollte auch so gelesen werden. Der Text ist eine politische Analysekolumne, kein Gutachten, und die Bewertungen von Absichten oder Verantwortlichkeiten liegen bei ihrem Autor.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (1 Antworten).

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