Spaniens MENA-Zentren kosten 24 Mio. für 120 Plätze

Madrid gibt über 24 Millionen Euro jährlich für 120 unbegleitete minderjährige Migranten aus, während die Zwischenfälle zunehmen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spaniens MENA-Zentren kosten 24 Mio. für 120 Plätze
MENA-Zentren: 24 Millionen Euro für 120 Plätze in Madrid

Wie viel kostet der Betrieb eines Zentrums für minderjährige Migranten? Die im öffentlichen Diskurs kursierende Zahl ist unbequem: mehr als 24 Millionen Euro pro Jahr für die Betreuung von 120 Minderjährigen in der Autonomen Gemeinschaft Madrid, laut den in der Diskussion verwendeten Daten. Das entspricht 250.000 Euro pro Minderjährigem und Jahr. Diese oft wiederholte Zahl ist zum Hauptargument derer geworden, die eine Überprüfung des Aufnahmemodels fordern. Auslöser der letzten Kontroverse war ein Brand im MENA-Zentrum (Zentren für unbegleitete ausländische Minderjährige) in Hortaleza, der angeblich während einer Schlägerei zwischen Bewohnern unterschiedlicher Herkunft verursacht wurde. Dieser Vorfall ist keineswegs isoliert; er reiht sich in eine Liste von Vorfällen ein, die Angriffe auf Mitarbeiter, Diebstähle und Unruhen an verschiedenen Orten Spaniens umfasst.

Was geschah im MENA-Zentrum in Hortaleza?

Das Feuer zerstörte Teile der Anlage und erforderte den Einsatz von Rettungsdiensten. Nach kursierenden Schätzungen wird der Wiederaufbau mehr kosten als ein Neubau von Grund auf. Es ist nicht das erste Mal, dass dieses Zentrum Schlagzeilen macht: Im selben Gebäude wurden Episoden von Gewalt, Drohungen gegen die Leiterin und Übergriffe auf Erzieher registriert. Die Sozialministerin der Autonomen Gemeinschaft Madrid erklärte hingegen, dass "kein Sicherheitsproblem bestehe" und dass marokkanische Minderjährige bereit seien, sich zu integrieren. Der Abstand zwischen dieser Aussage und den sich ansammelnden Fakten in den Nachrichtenarchiven ist zumindest bemerkenswert.

Das Geschäft mit Verträgen und Kosten pro Platz

Während einige auf die Ausgaben blicken, sehen andere das Geschäft. Die Vergabe von Bau-, Liefer- und Personalverträgen für diese Zentren bewegt erhebliche öffentliche Geldmittel. Manche behaupten, das System schaffe perverse Anreize: Je größer das Problem, desto mehr Ressourcen werden zugewiesen und desto stärker wachsen die Strukturen, die von diesen Fonds abhängen. Die Junta de Andalucía räumte ein, dass das Budget für die Betreuung von MENAs 80 Millionen Euro übersteigt. In Navarra ist von 50.000 Euro pro Minderjährigem die Rede. Ceuta erklärte sich "am Rande des Bankrotts", da die Kosten für diese Minderjährigen dem Budget der örtlichen Polizei entsprechen. Letztendlich liegt der Ball nicht nur in Madrid.

Warum nehmen Zwischenfälle in den Zentren zu?

Die Episoden wiederholen sich: Brände in Teruel und Zaragoza, Angriffe in Casa de Campo, Todesdrohungen gegen eine Zentrumsleiterin und von Mitarbeitern angezeigte Diebstähle. In Teruel landeten zwei Erzieher nach einem gelegten Brand im Krankenhaus, einer davon auf der Intensivstation. Die schwebende Frage lautet, ob das Aufnahmemodel zur Integration oder einfach nur zur Eindämmung dient. Gewerkschaften und Sozialarbeiter warnen seit Langem vor fehlenden Mitteln und unhaltbaren Betreuungsquoten. Einige Analysen deuten darauf hin, dass Überbelegung und das Fehlen vorgelagerter Filter Konflikte verschärfen. Andere weisen auf eine Ursache hin: die Ankunft unbegleiteter Minderjähriger ohne effektive Migrationskontrolle.

Politische Antwort: Aufnahme als Pflicht

Die Ministerin für Inklusion, Soziale Sicherheit und Migration, Elma Saiz, kündigte ihre Absicht an, rechtliche Änderungen voranzutreiben, damit alle autonomen Gemeinschaften verpflichtet sind, minderjährige Migranten aufzunehmen, ob sie wollen oder nicht. Die Maßnahme fiel bei mehreren Regionen schlecht an, die bereits warnen, dass ihnen Plätze und Budget fehlen. Der Vorschlag öffnet den ewigen Konflikt zwischen Zentralregierung und Regionen neu. Währenddessen verzehnfachen sogenannte "Pateras-Flüge" die Ankunft von MENAs in Madrid: Acht von zehn kamen über den Flughafen Barajas an, laut zitierten Daten. Der Luftweg ist zum Haupteingangstor geworden.

Dschihadismus und Radikalisierung: ein zusätzlicher Faktor

Zur Liste der Zwischenfälle kommt eine wachsende Besorgnis hinzu: die Radikalisierung einiger Minderjähriger. Die Polizei beschuldigte ein Netzwerk, das mit dem Imam von Melilla verbunden ist, Minderjährige im Herstellen von Sprengstoffen unterwiesen zu haben. Ein zum Dschihad konvertierter Minderjähriger wurde in Sitges festgenommen, als er sich auf einen Sprengstoffanschlag vorbereitete. Dies sind Einzelfälle, aber ausreichend, um die Nachrichtendienste dazu zu bewegen, die Alarmstufe zu erhöhen. Die Kombination aus entwurzelten Minderjährigen, abgeschotteten Umgebungen und radikaler Rhetorik ist ein Cocktail, den niemand managen möchte.

Was wird uns das kosten?

Die Frage der Schlagzeile hat keine eindeutige Antwort. Es hängt davon ab, ob nur direkte Ausgaben (Plätze, Personal, Sicherheit) gezählt werden oder ob indirekte Kosten hinzukommen: Zwischenfälle, Zerstörung von Anlagen, medizinische, gerichtliche und polizeiliche Betreuung. Die vollständige Aufschlüsselung zeigt überraschende Unterschiede. Während über die Verteilung diskutiert wird, brennen die Zentren weiter. Am Ende scheint der einzige Konsens darin zu bestehen, dass jemand die Rechnung zahlen wird. Und es wird genau derjenige sein, der sie nicht verursacht hat.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (108 Antworten).

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