Lebensstandard an Spaniens öffentlichen Universitäten im Streit

Ein Forumsnutzer behauptet, Universitätsverwaltungspersonal verdiene fast das Doppelte eines Staatsbeamten, während Dozenten ohne Festanstellung von Forschungsvertrag zu Forschungsvertrag hangeln.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Lebensstandard an Spaniens öffentlichen Universitäten im Streit
Die Debatte über die gefüllte Universität: Festanstellung, Parkplatz und das Leben eines Granden

Wie viel kostet das Parken auf dem Parkplatz einer öffentlichen Universität? Nichts, wenn man den richtigen Ausweis hat. Das ist das Einfallstor zu einem Ökosystem, das – so sagen es jene, die es von innen kennen – sehr ungleiche Privilegien verteilt: Im Thread wird behauptet, dass Verwaltungs- und Dienstpersonal (PAS) fast doppelt so viel verdient wie ein vergleichbarer Beamter des Staates oder des Landes, während Dozenten ohne Festanstellung sich mit Forschungsverträgen von gut 1.200 Euro im Monat bis weit in die Vierzig hangeln. In der Debatte über den Lebensstandard der Universitätsbeamten geht es nicht abstrakt um hohe oder niedrige Gehälter, sondern darum, wer den besseren Teil des Kuchens abbekommt.

Die echte Aufteilung: Verwaltungspersonal mit Festanstellung gegen prekäre Dozenten

Die erste Überraschung laut den Berichten aus dem Thread: Der Großteil der Privilegien liegt nicht dort, wo die meisten suchen. Ein Teilnehmer behauptet, ein Universitätsbediensteter (Bedel) verdiene problemlos so viel wie ein C1-Beamter der spanischen Generalstaatsverwaltung, ein anderer sagt, das allgemeine Universitätsverwaltungskorps bewege sich in Zahlen, die fast doppelt so hoch seien wie die eines durchschnittlichen Staats- oder Landesbeamten. Derweil leben Lehr- und Forschungskräfte ohne Festanstellung laut diesen Zeugnissen von Forschungsverträgen mit kaum mehr als 1.200 Euro monatlich, und diese Odyssee kann bis zum 40. Lebensjahr dauern. Die vollständige Rechnung, was jedes Profil einstreicht, Posten für Posten aufgeschlüsselt, zeigt eine erstaunliche Schere.

Manche behaupten, Universitätsprofessoren lebten den Großteil ihrer Karriere wie Hunde: Sie verkaufen ihre Jugend an Projekte von zweifelhaftem Nutzen und arbeiten wie ein Uhrwerk für einen Teller Linsen. Erst mit der Festanstellung oder der Professur ändert sich die Geschichte. Und in dieser Endphase kommen die Zulagen, Vergünstigungen und Zusatzvergütungen aus externen Projekten, die die Fakultäten eigenständig einwerben.

Der Professor, der vier Stunden arbeitet und 6.000 Euro verdient

Der spektakulärste Fall, der kursiert: ein Professor für eine Regionalsprache an einer Universität in Barcelona, über 65 noch im Dienst, mit Sekretärin, vier Unterrichtsstunden pro Woche und einem Gehalt zwischen 5.000 und 6.000 Euro monatlich. Beim Ruhestand: Maximalrente. Es ist nicht die Norm, aber auch keine isolierte Ausnahme. Die Fakultätsstruktur funktioniert wie ein feudales Vasallensystem, in dem die Protegés der Professoren Verträge und Stipendien unter den eigenen Leuten verteilen.

Das Ergebnis ist eine Hierarchie, in der der Taugliche es schafft – und der Untaugliche auch: Die Festanstellung macht die Stelle zu einer Hypothek auf Lebenszeit, so eine gängige Definition. Und an der Spitze verwalten Rektorats- und Vizerektoratsposten einen Verwaltungsapparat, den niemand so recht kennt, untergebracht in einem eigenen Gebäude und besetzt mit Posten politischer Natur.

Ewige Krankschreibungen, bezahlte Schuhe und andere Vorteile der Stelle

Der Katalog der Vorteile geht über das Gehalt hinaus. Manche erinnern sich, dass an einer Fakultät den Verwaltungsangestellten die Schuhe bezahlt wurden, weil sie viel über den Campus liefen – obwohl sie den Tag im Sitzen verbrachten. Andere erzählen von Professoren, die wegen eines verpatzten Beins drei Jahre krankgeschrieben waren und dabei beim Gassigehen mit dem Hund gesehen wurden. Und von Beamten, die eine Versetzung in eine ruhigere Einrichtung beantragten, weil die aktuelle zu stressig war. Der Drucker, jene Metapher für öffentliches Geld, das nie ausgeht, hält das ganze Gebäude am Laufen.

Die Frage, die in der Luft liegt: Sind diese Vorteile die Ausnahme oder die Regel? Die ehrliche Antwort: Es gibt alles – Professoren, die beim Auto sparen und in Jávea oder Denia Urlaub machen, und die Möchtegern-Aufsteiger, die sich für einen Audi verschulden, um etwas zu zeigen. Der Lebensstandard der Universitätsbeamten hängt weniger vom Grundgehalt ab als von der Position in der Hierarchie und der Betriebszugehörigkeit im System.



Am Ende ist die öffentliche Universität ein Spiegel der gesamten spanischen Verwaltung: Festanstellungen, die die Etablierten abschirmen, prekäre Verträge, die die Ausgepressten zermürben, und eine Verwaltungsschicht, die von allein wächst. Der Taugliche schafft es. Und der Untaugliche kriegt auch sein Geld.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (85 Antworten).

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