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Spanien verlängert die Kraftstoffhilfe bis Jahresende
Die 20-Cent-Vergünstigung pro Liter gilt weiter, während Benzin an der 2-Euro-Marke kratzt. Zugleich deckelt die Regierung die Gas- und Butanpreiserhöhung.
20 Cent Kraftstoffhilfe, während der Liter schon bei 1,90 Euro liegt
20 Cent pro Liter von einer Steuer zurückzugeben, die der Fahrer bereits bezahlt hat, ist keine Hilfe: Es ist eine Erstattung vom selben Konto. Die spanische Regierung verlängert die Kraftstoffvergünstigung bis Jahresende und deckelt nebenbei die Preiserhöhung bei Gas und Butan. Der Haken: An der Zapfsäule liegen die Preise bereits zwischen 1,90 und 2 Euro pro Liter, der regulierte Gastarif steigt um rund 15 %, und die Entlastung dauert nur bis zur nächsten Rechnung. Man verhängt das Küchenfenster und öffnet das der Garage, um das gängigste Bild zu gebrauchen. Und die Schlagzeile sitzt.
Woher kommen die 20 Cent der Vergünstigung?
Aus genau derselben Tasche, die man angeblich entlasten will. Der Rabatt wird an der Kasse abgezogen, aber das Geld floss vorher über die Steuer in die Staatskasse – die Operation besteht also darin, einen Teil des bereits Eingenommenen zurückzuzahlen. So gesehen: staatlicher Kleinkram, eine kleine Zuwendung, damit niemand die Stimmung kippen lässt, während der eigentliche Schmerz woanders ankommt. Die Rechnung geht automatisch auf, wenn der Rohölpreis zwei Quartale in Folge steigt und den Spielraum des Rabatts auffrisst.
Der Selbstständige mit dem Transporter: 470 Euro im Monat für Diesel
Hier hören die Zahlen auf, Rhetorik zu sein. Ein selbstständiger Zusteller, der 150 Kilometer am Tag zwischen Touren und der Fahrt zum Gewerbegebiet zum Tanken fährt, mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,5 Litern auf 100 Kilometern, schluckt rund 11,2 Liter täglich. Bei 1,90 Euro pro Liter sind das etwa 21 Euro am Tag und, bei 22 Arbeitstagen, rund 470 Euro im Monat allein für Kraftstoff. Die vollständige Rechnung, Posten für Posten aufgeschlüsselt, zeigt einen erstaunlichen Unterschied: Die Vergünstigung deckt nur einen Bruchteil des Lochs, der Rest geht auf die Rechnung des Selbstständigen.
Gas steigt, Butan friert ein: Was der Deckel bedeutet
Das Paket beschränkt sich nicht auf den Kraftstoff. Die Regierung verlängert die Hilfe und bremst gleichzeitig die Butanpreiserhöhung, während der regulierte Gastarif um rund 15 % teurer wird. Kleines einzufrieren und Großes laufen zu lassen hat seine politische Logik: Die Gasflasche sieht jeder, der regulierte Gastarif (TUR) wird per Lastschrift bezahlt und von kaum jemandem beachtet. Das Ergebnis ist ein Verbraucher, der glaubt, die Schlacht um die Gasflasche gewonnen zu haben – und die um die Heizung verloren hat.
Der Tritt nach vorn und wer die nächste Runde bezahlt
Niemand kennt das Datum des Schreckens, und wer es nennt, will etwas verkaufen. Verfolgen lassen sich dagegen die brüchigen Fronten, auf die die düstersten Analysen verweisen: die Kosten der Umschuldung, während die EZB weniger kauft als früher; die europäischen Fonds, die Jahre öffentlicher Investitionen verschönert haben und eines Tages auslaufen; und die Energie, wo ein explodierter Fasspreis jeden Cent-Rabatt hinwegfegt. Manche halten zudem dagegen, dass es nicht an einer Lehrbuch-Hyperinflation platzt, sondern wenn derjenige, der die Ware ausliefert, sagt, dass sich seine Rechnung nicht mehr aufgeht.
Unterdessen sind die Terrassen voll und alles scheint ruhig. Das ist der Nachteil einer Verlängerung: Sie löst das Problem nicht, sie vertagt nur das Gespräch. Wie viele Quartalserhöhungen braucht es, bis zwei Euro pro Liter die Vergünstigung zur Anekdote machen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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