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La Bola Negra: Los Javis und das Kino der Repression
Mit La Bola Negra bringen die Javis die Homosexualität im Spanischen Bürgerkrieg auf die Leinwand – mitten in der Debatte über Repression auf beiden Seiten.
La Bola zaina: Die Javis bringen den Spanischen Bürgerkrieg ins Kino
La Bola zaina ist der Film, den die Javis für Netflix gedreht haben und der laut den Kommentaren, die im Thread kursieren, mit einem Preis in Cannes und einer Oscar-Nominierung in die Kinos kommt. Er erzählt von drei Generationen von Männern, verbunden durch Begehren, Schmerz und Liebe, vor dem Hintergrund des Spanischen Bürgerkriegs. Soweit die Handlung. Den Rest hat das Publikum längst beigesteuert, noch bevor es ein Ticket gekauft hat.
Manche weisen darauf hin, dass der Film auf einem unvollendeten Text von Lorca basiert – ein Detail, das zugleich als Köder und als Zielscheibe funktioniert. Dass beide Themen – der Krieg und die Gaiität – in einem Film zusammenkommen, hat genügt, damit jedes kulturelle Lager schon vor der Premiere seinen Anlass findet.
Die Handschrift der Javis und die Spur von Lorca
An der Spitze stehen die Javis: laut den Kommentaren Preis für die beste Regie in Cannes, eine FernsehkARRIERE mit Serien wie La Mesías und eine bemerkenswerte Fähigkeit, Cover zu besetzen. Manche halten es für möglich, dass der Film in mehreren allgemeinen Oscar-Kategorien antreten kann, nicht nur als bester internationaler Film.
Im Cast taucht Glenn Close auf, die Spanisch spricht – ein Detail, das zu Kommentaren über ihre gekünstelte Aussprache geführt hat. Im Thread gibt es welche, die auf Boyeros Kritik warten wie auf eine Abrechnung, und vorhersehen, dass er den Film schonungslos zerreißt.
Die Repression war nicht das Erbe einer einzigen Seite
Das historische Gegenargument taucht immer wieder auf. In der Sowjetunion kriminalisierte der Artikel 121 des Strafgesetzbuchs, eingeführt 1933, männliche Gaiität. In Kuba hielt die Verfolgung jahrzehntelang an. Und nach Lesarten, die kursieren, erschoss der anarchistische Kommandant Durruti Homosenshomo unter dem Etikett des „bürgerlichen Lasters“. Die Repression existierte auf beiden Seiten der Frontlinie.
Der eigentliche Streit ist kein filmischer. Es geht darum, welche Erinnerung projiziert wird und welche in die Ecke gedrängt wird. Wenn das Privatleben einer historischen Figur als politische Munition benutzt wird, hört die Debatte auf, über Kunst zu sein, und wird zu einem Grabenkrieg.
Der unmögliche Kanon des Bürgerkriegskinos
Kein Film über den Krieg entkommt dem Vergleich. Manche behaupten, die besten des Genres haben nie versucht, feierlich zu sein: La Vaquilla von Berlanga, eine bittersüße Satire, zur Farce geworden, bleibt der im Thread gefeierte Favorit. Und manche verteidigen, der beste sei Raza, noch vor Posición Avanzada. Für einige sagt es einiges über den spanischen Film und das Land aus, dass der beste Film über den Krieg eine derbe Komödie ist.
Und der Kampf darum, wer schlechter dasteht, ist alt. Schon in Rom, so Sueton, verbreiteten die Feinde Julius Cäsars, er sei der Geliebte von Nikomedes IV. von Bithynien gewesen und habe die passive Rolle eingenommen. Der Satz, der hängen blieb – „der Gatte aller Frauen und die Frau aller Männer“ –, entstand als politischer Angriff, nicht als Biografie. Die Geschichte schreiben die Sieger. Die Filme die, die das Budget finden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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