Spanien: Olivenöl bei Mercadona sinkt auf 6,35 €/Liter

Extra natives Olivenöl kostet in spanischen Mercadona-Filialen nun 6,35 €/l. Der Großhandelspreis für Picual liegt bei 4,143 €/kg.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Spanien: Olivenöl bei Mercadona sinkt auf 6,35 €/Liter
Extra natives Olivenöl fällt von 6,75 € auf 6,35 € pro Liter

Der Preis für extra natives Olivenöl sinkt und ist bereits im Regal sichtbar. Ein Liter, der bei Mercadona um die 6,75 € lag, wurde in anderen Ketten laut Käufern unter 6,50 € gesehen; einer berichtete sogar von einem Drei-Liter-Gebinde für 5,80 €. Am 7. Januar 2025 kostete der Liter bei Mercadona 6,35 €, wie Käufer beobachten.

Niemand verschenkt etwas. Der Rückgang hat zwei Ursachen: Die neue Ernte beginnt in den Mühlen anzukommen, und die Lagerbestände der Vorsaison müssen abverkauft werden, bevor sie altern. Liquidation um jeden Preis, sagen jene, die den Trend eher als kommerziell denn als agrarisch bedingt ansehen.

Warum sinkt der Preis für Olivenöl?

Das stärkste Argument ist zeitlicher Natur: Die Kampagne startete vor über einem Monat, und Prognosen deuten auf eine Erntesteigerung von rund 50 % hin. Was jetzt gekauft wird, stammt größtenteils aus der letzten Kampagne. Das macht es nicht schlechter, nur billiger: Der Markt preist das Kommende bereits ein.

Der zweite Faktor sind die Lagerbestände. Die drei vorherigen Kampagnen lagen nacheinander über dem Durchschnitt und waren jeweils größer als die davor. Die europäische Durchschnittsproduktion der letzten Jahre betrug 1.834 Tausend Tonnen, gefolgt von 1.920, 2.051 und einer außergewöhnlichen Menge von 2.273. Mit vollen Lagern mussten die Mühlen Liquidität generieren, was den Großhandelspreis in Andalusien auf 2 Euro drückte. Diese Nachwehen spürt man noch heute.

Großhandelspreise setzen die Untergrenze für den Literpreis

Harte Daten liefert die Preisliste vom 8. Januar 2025. Extra natives Picual-Öl notierte bei 4,143 €/kg; natives Öl bei 3,900 € und Lampantöl bei 3,764 €. Auffällig ist die geringe Spanne zwischen bester und schlechtester Qualität: Nur gut 24 Cent pro Kilo trennen extra nativ von nativ, und etwa 38 Cent liegen zwischen extra nativ und Lampantöl.

Zwischen diesem Großhandelspreis und dem Kassenpreis klafft eine Differenz von über zwei Euro. Hier finden Abfüllung, Vertrieb, Logistik und Margen statt. Wenn sich der Großhandelspreis bewegt, dauert es, bis dies im Regel ankommt; wenn der Regalpreis sinkt, ist der Großhandelspreis oft schon seit Monaten gefallen. Dies ist die natürliche Dynamik dieser Lieferkette.

Gebrochenes Konsumverhalten: Airfryer und hochölsäurehaltiges Sonnenblumenöl

Hier liegt der eigentliche Schaden. Ein großer Teil des Verbrauchs hat sich nach unten korrigiert, nicht wegen eines Monatspreises, sondern aufgrund geänderter Gewohnheiten. Manche haben ihren Verbrauch von acht Gebinden pro Jahr auf zwei reduziert, andere braten gar nicht mehr und nutzen Öl nur zum Anmachen. Wieder andere haben entdeckt, dass hochölsäurehaltiges Sonnenblumenöl beim Kochen besser funktioniert, weil es weniger klebt.

Die Heißluftfritteuse (Airfryer) tat ihr Übriges. Ein Gerät, das gart statt frittiert, reduziert die benötigte Ölmenge drastisch. Ist diese Änderung erst einmal vollzogen, gibt es keinen automatischen Rückschritt. Auf den Weltverbrauch wirkt zudem ein im Diskurs wiederholter Fakt: Olivenöl macht nur etwa 1 % aller weltweit konsumierten Öle aus.

Rückverfolgbarkeit von Olivenöl: Ungeprüfter Verdacht

Es kursiert eine stark kritische Haltung gegenüber der Kennzeichnung. Ohne Beweise zu liefern, wird behauptet, die Rückverfolgbarkeit werde nicht streng genug kontrolliert und Teile dessen, was als erstklassiges extra natives Öl verkauft wird, sei es vielleicht gar nicht. Dies ist ein in den Raum gestellter Vorwurf, der bisher niemand belegt hat.

In dieselbe Richtung geht die Behauptung, gutes extra natives Öl setze im Winter Bodensatz ab und ohne diesen sei das Öl nicht authentisch. Auch dafür fehlt in der Diskussion eine technische Grundlage. Was jedoch deutlich wird, ist, dass Misstrauen entstanden ist und viele Käufer heute die Etiketten skeptischer betrachten als vor vier Jahren.

US-Zölle und das fehlende Szenario für weitere Preissenkungen

Ein letzter Faktor bleibt offen: Zölle. Sollten die USA spanisches Öl besteuern, müsste das Produkt andere Wege suchen, oft mit ausländischen Zwischenhändlern. Dieses Überangebot würde den Großhandelspreis weiter drücken. Dies ist das Argument derer, die hoffen, extra natives Öl viel günstiger als heute sehen zu können.

Optimisten sprechen von 4 €, manche sogar von 3 €. Pessimisten erinnern daran, dass Markenöl guter Qualität immer noch bei 9–10 € pro Liter liegt und nur das Billigsegment fällt. Dazwischen liegt ein Widerspruch: Im Großhandel liegen die Qualitätsstufen eng beieinander. Wenn extra natives Öl kaum mehr wert ist als Lampantöl, ist der Spielraum für alleinige Preissenkungen des Top-Segments begrenzt.



Im Forum wird spekuliert, dass der Literpreis in den nächsten Monaten weiter fallen könnte, getrieben durch die neue Ernte und einen Verbrauch, der sich vom alten Gewohnheitsmuster gelöst hat. Mit Vorbehalt: Die prognostizierten 4 € oder sogar 3 € sind derzeit noch Erwartungen, keine Tatsachen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (325 Antworten).

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