Solaranlagen: 17 Jahre, bis 5.000 Euro amortisiert sind

Ein 1-kW-Modul erzeugt 1.350 kWh pro Jahr und spart 243 Euro: Bei 5.000 Euro Investition dauert die Amortisation über 17 Jahre, vor Wartungskosten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Solaranlagen: 17 Jahre, bis 5.000 Euro amortisiert sind
Solaranlagen: 17 Jahre, um die 5.000 Euro zurückzuholen

Wer einem netzgebundenen Haus Solarpanels aufsetzt und darauf wartet, dass sie sich von selbst bezahlen, braucht – nüchtern gerechnet – Geduld. Ein ein Kilowatt starkes Modul in Zentralspanien erzeugt rund 1.350 kWh pro Jahr; dieselbe Energie beim Versorger zu kaufen kostet, bei 0,18 Euro pro kWh, etwa 243 Euro. Liegt die Anlage bei 5.000 Euro, ergibt sich eine jährliche Rendite von rund 4,8% – vor Abzug von Wartung, Finanzierungskosten und dem belegten Platz. Die Rechnung geht auf, aber knapp.

Was eine Photovoltaikanlage wirklich kostet

Der reine Modulpreis ist längst nicht mehr das Problem. Module gibt es für unter einen Euro pro Watt, wobei der europäische Durchschnitt bei 2,33 Euro pro Watt Spitzenleistung liegt. Der Schlag kommt mit dem Zubehör: Wechselrichter, Halterungen, Verkabelung und Arbeitslohn treiben eine Wohnanlage über 5 Euro pro Wattpeak. Damit zerplatzt der Schnäppchen-Traum.

Auch der Ertrag hält nicht, was der Prospekt verspricht. Ein fest nach Süden ausgerichtetes Panel liefert im Jahresdurchschnitt je nach Region zwischen 13,7% und 18,8% seiner Nennleistung. Am katalanischen Küstenvorland, mit rund 1.600 kWh pro Quadratmeter Sonneneinstrahlung im Jahr, liegt die horizontale Strahlung im Mittel bei 4.093 Wh/m2 pro Tag. Unter diesen Bedingungen erzeugt eine 2,65-kWp-Anlage in Zentralspanien etwa 3.859 kWh jährlich – praktisch genau der Durchschnittsverbrauch eines spanischen Haushalts.

Die Nettoeinspeisung, die noch immer nicht kommt

Entscheidend dafür, dass das Konzept aufgeht, ist die Möglichkeit, Überschüsse ins Netz einzuspeisen und mit der Rechnung zu verrechnen. Der Entwurf eines Real Decreto (königliche Verordnung) zur Nettoverrechnung würde erlauben, innerhalb von zwölf Monaten so viel zu verbrauchen, wie eingespeist wurde. Doch der endgültige Text wurde nie veröffentlicht, und die Ankündigung, er sei bereits genehmigt, wurde zurückgenommen, als sich zeigte, dass der Wortlaut nicht dem Erwarteten entsprach.

Unterdessen räumten die Anschlussbestimmungen für Kleinstleistungen immerhin das Feld: Sie verpflichten den Verteilernetzbetreiber, den Anschluss ohne teure Gutachten zu akzeptieren. Schluss mit dem ewigen Behördenmarathon, so das allgemeine Empfinden.

Die Rechnung, die die Amortisation in der Schwebe lässt

Das Optimismus-Szenario unterstellt 1.650 kWh pro Jahr und installiertem Kilowatt sowie eine Rendite von 4,8% auf die 5.000 Euro. Das Pessimismus-Szenario senkt den Ertrag auf 1.350 kWh und rechnet Kosten ein, die kaum jemand in die Excel-Tabelle schreibt: Wartung, Zinsen bei Finanzierung und der Boden, den die Module beanspruchen. Bei einem Strompreis von 0,18 Euro rückt der Break-even über die 17 Jahre hinaus. Steigt der Strompreis, ändert sich das Bild schlagartig.

Manche halten es im südlichen Drittel Spaniens bereits für rentabel und sehen allein in der Bürokratie das Bremsen der Expansion. Dagegen spricht, dass der durchschnittliche Modulpreis doppelt so hoch ist wie der von Restposten und dass die Subventionen vom Markt verschwunden sind. Die komplette Rechnung, Posten für Posten, lässt einen Spielraum, der überrascht, sobald man genau hinschaut.

Wie weit muss der Strompreis steigen, bis der häusliche Anlagenbesitzer nicht mehr auf die Rechnung, sondern aufs Dach schaut?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (41 Antworten).

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