Solaranlagen: Warum 8.000 kWh Erzeugung Ihre Stromrechnung nicht senken

Eine Anlage mit 8.000 kWh Jahresertrag senkt die Rechnung nicht, wenn der Verbrauch nicht mit den Sonnenstunden übereinstimmt. Entscheidend sind Dimensionierung und Gewohnheiten.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Solaranlagen: Warum 8.000 kWh Erzeugung Ihre Stromrechnung nicht senken
Solaranlagen: 8.000 kWh erzeugen ist nicht dasselbe wie 8.000 kWh sparen

Laut einer Analyse, die im Thread kursiert, verbraucht eine durchschnittliche spanische Familie rund 8.000 kWh pro Jahr. Eine Anlage mit zwölf Modulen erzeugt auf dem Papier genau diese 8.000 kWh jährlich. Die Schlussfolgerung, die der Verkäufer verkauft, ist sofort klar: null Rechnung. Das Problem: Strom muss genau in dem Moment verbraucht werden, in dem er erzeugt wird – und dieses Detail, das einzige, das zählt, fällt in einem Anruf von geheimer Nummer selten unter den Tisch.

Der grundsätzliche Fehler ist die Verwechslung von Leistung und Energie. kW misst, was zu einem bestimmten Zeitpunkt verbraucht oder erzeugt wird; kWh, was sich über einen Zeitraum ansammelt. Ein typisches Modul liefert rund 0,4 kW, zwölf ergeben also etwa 5 kW Momentanleistung. Damit lassen sich im Jahresverlauf und während der Sonnenstunden diese 8.000 kWh erzeugen. Aber zwischen 9:00 und 19:00 Uhr ist das Haus leer und der Verbrauch minimal. Der Überschuss wird ins Netz eingespeist und verschenkt.

Die kWh, die Sie tagsüber erzeugen, ist nicht die kWh, die Sie nachts verbrauchen

Die zeitliche Verschiebung ist der Kern der Sache. Die Verbrauchsspitzen eines Haushalts konzentrieren sich auf 6:30 bis 8:30 Uhr und auf die Zeit nach 19:30 Uhr – genau dann, wenn keine Produktion stattfindet. Wird die Anlage auf den Jahresverbrauch statt auf den Momentanverbrauch ausgelegt, bewegt sich die Rechnung kaum, und der Versorger behält die eingespeiste Energie, um sie an einen anderen Kunden weiterzuverkaufen. Ein rundes Geschäft. Für ihn.

Daher sind sich mehrere Analysen über eine Zahl einig, die für den Verkäufer unangenehm ist: Ein Haushalt mit normalen Gewohnheiten braucht nicht mehr als vier Module. Alles, was über dem real verbrauchten Strom liegt, ist verschenkte Erzeugung. Die Überdimensionierung folgt keinen technischen Kriterien, sondern zwei kommerziellen Zielen: das Angebot teurer machen und die eingespeiste Menge erhöhen.

Wie viel zahlen Stromkonzerne für eingespeisten Überschuss?

Wenig. Etwa 5 oder 6 Cent pro eingespeister kWh – ein Tarif, der sich trotz des drastischen Strompreisanstiegs der letzten Jahre nicht bewegt hat. Die Vergütung wird als Rabatt auf die nächste Rechnung angerechnet, der Rest verfällt. Das heißt: Der Überschuss wird nicht in Geld bezahlt, sondern verrechnet – und mit Obergrenze.

Die Alternative, die von denen, die gerechnet haben, am häufigsten genannt wird: erst die Gewohnheiten ändern, dann Module kaufen. Waschmaschine, Geschirrspüler, Boiler, Klimaanlage oder das Laden des E-Autos in die Mittagsstunden legen und für den verbrauch ohne Sonne einen Zeitvariablen Tarif abschließen. Das System funktioniert, wenn Erzeugung und Verbrauch zusammenfallen; wenn nicht, wird verschenkt.

Batterien: Speicherung lohnt sich immer noch nicht

Die Speicherung überschüssiger Energie würde das Problem lösen, aber die Kosten verhindern es. Batterien sind teuer, wartungsintensiv und haben eine begrenzte Lebensdauer. Manche behaupten, ein 7,6-kWh-System mit acht LiFePO4-Batterien, einem 3.000-W-Wechselrichter und sechs Modulen lasse sich für rund 2.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer zusammenbauen – allerdings als Eigenbau, nicht als schlüsselfertige Anlage. Andere verweisen auf wiederverwendete Lkw-Batterien als Notlösung, nicht als rentable.

Der Konsens, mit Abstrichen: Batterien sind nur bei abgelegenen Wohnhäusern mit geringem Verbrauch sinnvoll. Für ein netzgebundenes Haus geht die Rechnung selten auf.

Die Förderfalle und die Angst vor neuen Regeln

Mit Förderung sieht die Rechnung anders aus. Kommunale, regionale und europäische Zuschüsse können die Anfangsinvestition so weit senken, dass sie attraktiv wird. Das Problem ist das Kleingedruckte: Die Bedingungen ändern sich, die Regeln werden angepasst, und wer mit einem regulatorischen Rahmen eingestiegen ist, findet ein paar Jahre später einen anderen vor. Das Misstrauen gegenüber dem rechtlichen Rahmen ist in vielen Fällen größer als das Misstrauen gegenüber dem Verkäufer selbst.

Manche gehen weiter und behaupten, die einzige sinnvolle Anlage sei die, die keiner Behörde gemeldet und mit keinem Versorger vertraglich gebunden wird: null Einspeisung, reiner Eigenverbrauch und fertig. Dieser Weg erspart Papierkram, Inspektionen und regulatorische Überraschungen – verzichtet aber auf jede Vergütung.

Der Fall, der aufgeht: 7.200 Euro und Rechnungen von 11 Euro

Nicht alles ist Nebel. Eine im März 2022 für 7.200 Euro errichtete 4-kW-Anlage erzeugte bis Jahresende 4,48 MWh, davon wurden 2,04 MWh selbst verbraucht und 2,44 MWh exportiert. Die durchschnittliche Rechnung lag bei rund 11 Euro monatlich, maximal 14,98 – gegenüber den je nach Saison zuvor gezahlten 150-200 Euro. Die Amortisation liegt in diesem Fall bei etwa drei Jahren.

Der Unterschied zum Abzockmodell liegt nicht in der Technik, sondern in der Dimensionierung und den Gewohnheiten. Wer erzeugt, was er verbraucht, gewinnt. Wer zum Verschenken erzeugt, zahlt die Zeche.

Wie viele Verkäufer sind bereit, diesen Unterschied vor der Unterschrift zu erklären?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (72 Antworten).

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