Stromkosten für Solaranlagen-Haushalte bis zu doppelt so hoch

Anbieter berechnen Haushalten ohne Solaranlage 0,08 €/kWh, während Anlagenbesitzer bis zu 0,17 € zahlen. Der gleiche Strom kostet also doppelt so viel.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Stromkosten für Solaranlagen-Haushalte bis zu doppelt so hoch
Stromkosten für Solaranlagen-Haushalte bis zu doppelt so hoch

Warum ist der Strom im Haus mit Photovoltaikanlage teurer als beim Nachbarn ohne eine einzige Platte? Diese Paradoxie betrifft jene, die ihre Anlage installierten, als sie weniger als 1.500 Euro pro Kilowatt kostete, während der Markt zwischen 3.000 und 4.000 Euro verlangte. Nun entdecken sie, dass Anbieter ihnen eine Verlängerung zu 0,17 Euro pro Kilowatt anbieten, während Haushalte ohne Eigenverbrauch (Autoconsumo) nur 0,08 Euro zahlen. Derselbe Kilowatt. Dasselbe Haus. Der einzige Unterschied: Eine Seite speist Überschüsse ins Netz ein.

Die detaillierte Berechnung zeigt eine überraschende Differenz: Im freien Markt steigt der Festpreis erheblich, die vertraglich vereinbarte Leistung erhöht sich, und zudem werden Überschüsse nur mit 0,05 Euro vergütet. Da Steuern proportional sind, vergrößert sich die Kluft zwischen 0,08 und 0,17 Euro noch weiter, weil Mehrwertsteuer und Stromsteuer auf einer höheren Basis berechnet werden.

Wie viel zahlt man mit Solaranlage im Vergleich zu ohne?

Diskriminierung steht im Zentrum des Problems. Ein allgemeiner Festpreistarif wird mit 0,117 Euro pro Kilowatt beworben; der Solar-Tarif desselben Unternehmens liegt bei 0,149 Euro. Bei Vertragsverlängerungen für Kunden mit Eigenverbrauch übersteigt der Preis sogar das Angebot auf der eigenen Website. Dies ist kein Einzelfall: Manche behaupten, der Kilowatt werde mit 0,05 Euro plus MwSt. vergütet und die Rechnung sinkt, doch die Gesamtberechnung zeigt das Gegenteil, wenn auch die Leistungspreise steigen.

Das offizielle Argument lautet, dass der Kilowattpreis mit oder ohne Platten identisch sei. Das Argument der Betroffenen ist, dass das kommerzielle Angebot dies nicht ist. Und dazwischen liegt ein Detail, das oft übersehen wird: Je höher der berechnete Tarif, desto mehr MwSt. und Steuern zahlen Sie, da diese proportional sind.

Virtueller Speicher: Gesparte Euro, keine Kilowattstunden

Der virtuelle Speicher funktioniert wie ein Sparschwein. Jeder ins Netz eingespeiste Kilowatt wird zum vereinbarten Preis vergütet, und dieses Geld reduziert die Rechnung; bleibt etwas übrig, wird es für andere Monate angespart. Es werden Euro gespart, keine Kilowattstunden – hier liegt die Falle: Das Unternehmen bestimmt den Einkaufs- und Verkaufspreis. Manche Angebote vergüten Überschüsse mit 0,115 oder 0,12 Euro, andere belassen es bei 0,05 Euro.

Das System ist sinnvoll, wenn die Anlage genau auf den Verbrauch abgestimmt ist: Man spart Euro aus Frühling und Herbst für Sommer und Winter. Überdimensioniert man die Anlage, gehen Überschüsse verloren oder werden billig verkauft. Dimensioniert man für den Spitzenmonat, kostet die Installation mehr, und in schwächeren Monaten produziert man Überschüsse, die niemand zum Marktpreis kauft.

PVPC vs. freier Markt: Die letzte Wendung

Die Lösung für diesen Fall ist der Wechsel des Anbieters zum PVPC (regulierter Großhandelspreis). Die Berechnung des Betroffenen: 180 Euro jährliche Einsparung allein bei der Leistung, 30 Euro durch virtuellen Speicher und Nachtstunden zu 0,04 Euro, die diesen Winter beobachtet wurden. Die 6.000 Kilowattstunden Überschuss zu 0,05 Euro ergeben 300 Euro, verteilbar auf gewünschte Monate, aber mit einem deutlich teureren Festpreis im freien Markt und ebenfalls höheren Leistungspreisen.

Manche argumentieren, dass man mit physischem Speicher und Überschüssen anderthalb Jahre lang nichts an den Energieversorger zahle. Andere erinnern daran, dass Installationen von vor zwei Jahren dank IRPF-Rabatt (Einkommensteuer) und IBI-Nachlass (Grundsteuer) in zwei Jahren amortisiert sind. Wieder andere weisen darauf hin, dass das Problem nicht der Tarif, sondern das Haus sei: Ohne Dämmung deckt keine Solarplatte das Loch.

Die vorläufige Schlussfolgerung lautet, dass der Markt belohnt, wer nicht investiert, und bestraft, wer es tut. Genial, wer das entworfen hat.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (168 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

Volver