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Solar-Eigenverbrauch in Spanien: 3.500 € für 9 kWh mit 13 Jahren Amortisation
Ein Hauseigentümer auf Teneriffa rechnet vor: Die Verdopplung seiner Solarbatterie auf 18 kWh kostet 3.500 € pro Modul und amortisiert sich bei aktuellen Preisen erst in 12-13 Jahren.
Ein Hauseigentümer auf Teneriffa mit 10 JA-Solar-Modulen zu 535 Wp (5,35 kWp), einem 5-kW-Sigenergy-Wechselrichter und einer 9-kWh-SigenStor-Batterie stellt jede Nacht dasselbe fest: Gegen 22 Uhr ist das System leer und bezieht wieder Strom aus dem Netz. Die Batterie ist mittags voll, die Überschüsse werden zu Schleuderpreisen eingespeist – und trotzdem frisst die Klimatisierung (vier Klimageräte, zwei davon laufen nachts) den Speicher vor dem Schlafengehen auf. Das praktische Fazit ist unbequem: Die Verdopplung auf 18 kWh kostet rund 3.500 Euro pro Modul und amortisiert sich bei den aktuellen Preisen nicht von selbst.
Die Rechnung, die niemand machen will
Die branchenübliche Rechnung ist hartnäckig. Jede verschobene Kilowattstunde ist die Differenz zwischen Einkaufs- und Einspeisevergütung: Bei 0,15 €/kWh Bezug und 0,05 € Vergütung sind das rund 10 Cent pro kWh. Würde die zweite Batterie täglich 7-8 kWh verschieben, ergäbe das 0,75 € am Tag, etwa 270 € im Jahr. Bei 3.500 Euro Investition sind das 12 bis 13 Jahre Amortisation – und im Winter wird sie weniger verschieben. Rein wirtschaftlich ist die Erweiterung grenzwertig; für Autonomie und eine schonendere Batteriealterung ergibt sie durchaus Sinn.
Manche rechnen noch weiter und halten vor, dass der tägliche Zyklus dem Speicher zusetzt. LFP-Zellen sind ab Werk für 6.000 Zyklen mit Thermomanagement spezifiziert, konservative Schätzungen gehen von 3.000-4.000 aus und in einem warmen Klima wie dem kanarischen von 1.500-2.500. Bei fast einem Zyklus pro Tag sind das rund 300 im Jahr: Nach Zyklen würde die Batterie 15-20 Jahre halten, doch die Kalender- und Temperaturalterung wiegt schwerer. Deshalb hat der Eigentümer das Laden auf 95 % und die Entladung bis 80 % programmiert und lässt die Batterie am Wochenende bei Gratis-Tarif ruhen. Sie steht im Haus, nicht in der Garage, „wo es sehr heiß und feucht ist“.
Vom Backup zu Modbus: Überwachung ohne Cloud
Der technische Teil des Projekts geht andere Wege. Der Wechselrichter unterstützt Modbus TCP über Port 502, daher fragt ein Zotac ZBOX CI331 Nano mit Celeron N5100, 8 GB RAM und Debian 13 die Variablen alle 15 Sekunden ab und speichert sie in SQLite – als systemd-Dienst. Das erklärte Ziel: nicht von der Cloud des Herstellers abhängig zu sein. „Wenn deren Server ausfallen, wollte ich nicht im Dunkeln sitzen.“ Port und Gerät liegen in einem VLAN; als Nächstes soll der Server migriert und der Zotac als Router und Firewall genutzt werden.
Die Strom-Notstromversorgung ist vorläufig weiterhin nur teilweise. Kühlschrank, Gefriertruhe, Beleuchtung und ein Teil der Netzwerkinfrastruktur sind abgedeckt; die Garage mit ihren kritischen Lasten noch nicht. Und die Insel hatte in den letzten Jahren zwei komplette Stromausfälle zu verzeichnen, dazu einen teilweisen Stromaussfall nach einem Sturm, der das Laden der Batterie aus dem Netz mit 3 kW erforderte, um sie in 130 Minuten auf 95 % zu bringen.
Das Kleingedruckte: Fördermittel, Tarif und Leistung
Die Anlage wurde von einem professionellen Installateur errichtet, um EFRE-Fördermittel zu erhalten – 5.800 Euro bewilligt, mit bis zu einem Jahr Wartezeit –, eine 50-prozentige IBI-Ermäßigung (lokale Grundsteuer) über fünf Jahre und ein Energiezertifikat. Die Rechnung liegt bei etwa 1,5 €/W, nach heutigen Maßstäben teuer, vor zwei Jahren aber angemessen. Noch offen: die Tarifprüfung. Wer nur nachts und in kurzen Spitzen aus dem Netz bezieht, zahlt einen Leistungspreis, der nicht mehr seiner Nutzung entspricht.
Das Detail, das verblüfft, ist nicht die Ersparnis. Sondern dass die Batterie mit 5,35 kWp auf einer sonnenverwöhnten Insel trotzdem schon vor elf Uhr abends leer ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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