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Silbermünzen: Unze steigt auf 31 Euro im Privatverkauf
Im privaten Handel stieg der Preis für Silberunzen von 23 auf 30,43 Euro. Krugerrands verteuerten sich von 1.082 auf 1.275 Euro, exklusive Versand und Mehrwertsteuer.
Silberunze springt im Privatverkauf von 23 auf 31 Euro
Im Jahr 2011, als der Silberpreis um die 37 Dollar pendelte und viele auf einen Anstieg bis zu 50 Dollar hofften, handelte ein Parallelmarkt in ganz Spanien physische Silberunzen und Goldmünzen direkt zwischen Privatpersonen. Ohne Zwischenhändler, ohne Schaufenster und mit Einschreiben als einziger Infrastruktur. Die Silberunze startete das Jahr bei 23 Euro, wurde zeitweise für 30,43 Euro gehandelt und fiel später auf 26 Euro zurück. Beim Gold zog der Krugerrand von 1.082 Euro auf Angebote von 1.275 Euro an, während eine Maple Leaf Münze für 1.300 Euro angeboten wurde.
Das ist die Basis der Situation. Wenn sich der Metallpreis bewegt, reagiert der Preis für physische Münzen schneller als das Metall selbst. Wer eine Unze kauft, erwirbt nicht nur Silber: Er kauft ein Versprechen auf Weiterverkauf.
Warum stieg der Preis der Silberunze innerhalb weniger Monate von 23 auf 30 Euro?
Die Preisspanne erklärt fast alles. Die ersten Angebote lagen bei 23 Euro pro Unze. Monate später wurden dieselben Münzen — Wiener Philharmoniker und Silver Eagles — für 30,43 Euro gehandelt, wobei der Markt diskutierte, ob dies übertrieben sei. Physisches Silber folgt dem Spotpreis, der sich in einem Trend befand, den manche als klar bullisch beschrieben, mit typischen Sägezahn-Mustern.
Der Referenzwert war der internationale Preis. Als dieser 37,25 Dollar erreichte, lautete die häufigste Bemerkung: Die großen Medien schwiegen dazu. Dieses Schweigen, real oder eingebildet, nährte die Grundthese: Edelmetalle als sicherer Hafen, alles andere als bloße Erzählung.
Es gibt ein Detail, das verwirrt. Die Stücke wurden selten zum reinen Metallpreis verkauft, sondern zu dem Preis, den der Verkäufer für haltbar hielt. Vom Start bis zum Höchststand gab es einen Sprung von über 30 %, ohne dass eine einzige Transaktion auditiert wurde.
Gold: Krugerrand, Maple Leaf und der Aufschlag von 2 % auf den Spotpreis
Beim Gold waren die Spannen enger und die Preise höher. Die Angebote bewegten sich mit expliziten Aufschlägen auf den Metallpreis: Ein 3 % Aufschlag auf Spot für den französischen Franc, 2 % für den Sovereign und österreichische Dukaten. Eine mexikanische 50-Peso-Münze wurde unter dem Spotpreis angeboten — 1.250 Euro gegenüber einem Schlusskurs von 1.330 Euro — und fand dennoch kaum Abnehmer. Der Krugerrand stieg von 1.082 auf 1.275 Euro. Eine versiegelte Maple Leaf Unze, seit dem ersten Tag gekapselt, wurde für 1.300 Euro gehandelt.
Der Aufschlag ist keine Laune. Es ist der Preis des Vertrauens: Der Käufer zahlt dafür, dass er weiß, dass das Stück echt ist, das richtige Gewicht hat und dass jemand es später zurückkauft.
Der reale Preis umfasst Versand, MwSt. und blindes Überweisen
Keine dieser Zahlen enthält die Nebenkosten. Einschreiben kosteten zwischen 3 und 6 Euro pro Sendung, einige Händler verlangten feste Zuschläge von bis zu 25 Euro. Das Auftauchen eines Shops mit deutschen Preisen — Wiener Philharmoniker für 27,14 Euro inkl. MwSt. — erhitzte die Gemüter: Sie waren günstiger als die der renommierten deutschen Distributoren.
Das Problem war nicht der Preis. Es war die Zahlungsabwicklung. Eine neue Website ohne Historie, die Überweisungen für Chargen von zwanzig Goldmünzen verlangt, erzeugt genau das Misstrauen, das sie erzeugt. Und das zu Recht. Der Markt funktionierte nach einer ungeschriebenen Regel: Entweder Barzahlung gegen Ware, oder man zahlt und betet.
Ist ein Krugerrand mehr wert, weil er ein Krugerrand ist?
Nein. Und hier spaltete sich der Markt. Erfahrene Händler sind sich einig: Die sogenannten Krugis (Jargon für Krugerrands) sind reine Bullion-Münzen ohne numismatischen Wert. Weltweit anerkannt, ja; durch Sammlerwert aufgewertet, nein. Manche zahlten während des Goldrauschs von 1980 mehr für Jahrgänge von 1967 bis 1969 und lernten daraus.
Im Gegensatz dazu wurde eine 10-Unzen-Maple Leaf zum zehnjährigen Jubiläum, mit einer Auflage von 13.500 Stück und Seriennummer, für 400 bis 450 Euro angeboten — wegen der Seltenheit, nicht wegen des Metalls.
Ein Markt ohne Schiedsrichter, wo Fruta die Garantie ist
Ohne öffentliches Handelsregister entstand die Bonität jedes Verkäufers durch wiederholte Geschäfte und gegenseitige Empfehlungen. Wenn etwas schiefging, wurde es öffentlich gemacht. Wie ein Forum-Nutzer berichtete, kaufte jemand abends um zehn Uhr ein Stück; um 5:52 Uhr morgens erhielt er die Nachricht, dass ein anderer Käufer gefunden worden sei. Das wertvollste Element dieses Mechanismus war nicht das Gold: Es war das Wort.
Misstrauen hatte seinen eigenen Preis. Man bestand auf Barzahlung in Madrid, Bilbao, Barcelona oder Málaga; Fotos wurden verlangt; man diskutierte, ob eine Münze einen Kratzer habe. All dies verteuert jede Transaktion mit Kosten, die in keiner Kursliste auftauchen.
Mit Silber bei 26 Euro und steigendem Goldpreis fehlt dem Markt weiterhin eine Clearingstelle, ein Schiedsrichter und jede Garantie außer dem Gesicht dessen, der dir die Tür öffnet. Mit diesen Grundlagen lautet die Frage nicht, wie viel eine Unze wert ist. Sondern wie viel das Vertrauen des Verkäufers wert ist. Und das wird vorerst nicht gehandelt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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