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Ibex 35: Griechenland und PMI drücken Q3 2011 unter 8.000
Der Ibex startet im Oktober 2011 mit einem Gap von 230 Punkten, der Eurozonen-PMI auf dem tiefsten Stand seit 2009 und Griechenland am Rande des Zahlungsausfalls.
Ibex schließt Q3 2011 mit Griechenland nahe an der Marke von 8.000
Anfang Oktober 2011. Der Ibex 35 beginnt das letzte Quartal des Jahres mit einem Abwärts-Gap von etwa 230 Punkten, während das Wort „Insolvenz“ über Athen schwebt, ohne dass es in Brüssel jemand wagt, auszusprechen. Michael Fuchs, der Mittelstandsbeauftragte der deutschen Bundesregierung, formulierte es ungeschönt: Der Zahlungsausfall griechischer Schulden werde bei 50% liegen. Mit dieser Ausgangslage suchten die europäischen Indizes die ganze Woche über einen Boden und fanden nur den Abgrund.
Dies ist keine gewöhnliche Korrektur. Es ist das dritte Quartal 2011, das Jahr, in dem die Eurozone aufhörte so zu tun, als wäre alles unter Kontrolle.
Der PMI bestätigt die Abkühlung Europas
Die Tagesmeldung kam um zehn Uhr morgens: Der verarbeitende PMI der Eurozone fällt von 49 auf 48,5, der niedrigste Wert seit August 2009. Er liegt zwar noch leicht über der Konsenserwartung von 48,4, aber das ist wie der Stolz darauf, dass das Fieber halbgrad niedriger ausfiel als erwartet. Auch Deutschland, der Motor, den alle als Rettungsanker nennen, bleibt nicht verschont: Sein PMI sinkt von 50,9 auf 50,3. Unterhalb von 50 schrumpft die Aktivität, und immer mehr Beobachter blicken auf zweistellige Rezessionsraten.
Die optimistische Lesart besagt, der Rückgang sei moderat. Die pessimistische Antwort lautet, dass wir nach zwei Jahren Konjunkturpaketen hier sind und dies das Beste ist, was die Maschinerie hergibt. Die US-Futures halfen beim Handelsstart nicht: Dow -0,55% auf 10.639, S&P 500 -0,44% auf 1.124 und Nasdaq -0,65% auf 2.187. Auch Wall Street glaubte nicht an eine Waffenruhe.
Wichtige Marken für Ibex und DAX
Der Ibex musste das Gap schließen, das am 26. September zwischen 8.201 und 8.333 Punkten entstanden war. Bei Santander lag das entsprechende Gap zwischen 5,91 und 6,01 Euro. Erfahrene Analysten hatten zwei klare Referenzen: die 8.800 Punkte als erstes Kursziel nach oben – wie von Ecotrader publiziert – und die DAX-Unterstützung bei 5.490, die zur roten Linie der Sitzung geworden war.
Dieses deutsche Niveau hielt nicht stand. Zur Mitte des Tages war die nächste Unterstützung oberhalb bei einer Konvergenz zwischen 5.406 und 5.412, was meilenweit entfernt lag. Die Theorie bewahrheitet sich, wenn die Liquidität knapp wird: erst Zwangsverkäufe, dann Preisverfall, gefolgt von Margin Calls und Kettenreaktionen bei der Entschuldung. Über 1 Milliarde Euro negatives Tagesvolumen in kürzester Zeit, mit Geld, das panisch aus dem Aktienmarkt floß.
Silber bricht ein, Gold versagt als sicherer Hafen
Mittendrin im griechischen Drama fiel der Rohstoffeinbruch kaum auf. Silber in Euro notierte mitten in der Sitzung 14% tiefer, begleitet von fallenden Goldpreisen. Für Anleger, die das Metall als Schutzschild gegen Katastrophen nutzten, war die Ohrfeige lehrreich: Auch sichere Häfen haben Ausstiegspreise und warnen nicht vor dem Fall. Am Markt gab es Stimmen, die weiteres Abwärtspotenzial bis auf 15 Euro sahen, was keine Übertreibung der Stammtischrunde war.
Lateinamerikanische Werte gerieten wegen der Dollarstärke auf die Verdachtsliste. Die Präsenz spanischer Unternehmen in der Region, diese gemischte Tüte, die oft zur Schönfärbung der Bilanzen dient, wurde erstmals seit Monaten kritisch unter die Lupe genommen.
FCC, der Penny Stock, den niemand loswerden will
Zur Party gesellte sich FCC, ein Wert im Leitindex, den ein Hobby-Analyst unverblümt als unseriös bezeichnete, um dort zu sein, wo er ist. Die Frage, ob FCC „von Löwen gefressen“ werde, klang sarkastisch, aber der Chart lachte nicht. Der Abstand zum nächsten relevanten Tief war so groß, dass er allein die technische Schwere des Musters erklärte.
Der Fall AGEN war die persönliche Panne: Ein 16%-Einbruch an einem einzigen Tag aufgrund eines Reverse Splits, der die Anleger kalt erwischte. Wenn eine Gesellschaftsmaßnahme das Kapital des Investors auffrisst, vergisst man die Lektion nie.
Verbot von Leerverkäufen in der Schwebe
Die Frage kursierte ohne offizielle Antwort: Würde das Verbot von Leerverkäufen verlängert oder bliebe alles beim alten? Niemand gab Auskunft, und die Unsicherheit reihte sich in die anderen Sorgen ein. Parallel tauchte eine These auf, die noch nachhallt: Schuldenschnitte für amerikanische Hypothekennehmer, bankweise ausgehandelt, um das Wachstum anzukurbeln. Machbar? Fair? Interessierte es jemanden? Dieser Faden ließ sich nicht vollständig entwirren.
Der Countdown Ende September hinterließ das Spielfeld wie immer: Ein Börsenmarkt, der sich an seinen technischen Kanälen festklammert, während die offizielle Erzählung beharrt, dass Griechenland mit einem weiteren Rettungspaket repariert werden kann. Das Geld hingegen fließt weiterhin ab, so wie es hereinkam: lautlos und mit den Händen in den Taschen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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