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Selenskyj ersetzt Chef der Territorialverteidigung durch Generalmajor
Der Chef der ukrainischen Territorialverteidigung wird durch einen ranghöheren Generalmajor ersetzt, was auf eine offensive Phase hindeutet.
Selenskyj tauscht den Chef der Territorialverteidigung aus: vom Brigadegeneral zum Generalmajor
Die Ukraine entlässt ihre militärische Führung nicht wegen einer Niederlage; sie skaliert sie hoch. Die Ersetzung des Chefs der Territorialstreitkräfte durch einen Generalmajor – ein höherer Rang als der entlassene Brigadegeneral – ist das entscheidende Detail für die meisten Interpretationen. Ein Brigadegeneral befehligt 3.000 bis 5.000 Soldaten; ein Generalmajor führt 10.000 bis 15.000. Die Position bleibt weder unbesetzt noch degradiert – sie wird ausgeweitet.
Die Nachricht kommt jedoch inmitten des üblichen Rauschens. Laut Diskussionsdaten erfolgte die Ernennung am 1. Januar 2022, was die Kürze der Amtszeit des Entlassenen unterstreicht. Um dieses Faktum kreisen zwei seit Monaten kollidierende Narrative: eines über eine vorbereitete ukrainische Gegenoffensive und eines über eine zerfallende Armee.
Was bedeutet der Aufstieg vom Brigadegeneral zum Generalmajor?
Hierarchie ist kein Beiwerk. Der Rang eines Generals majors impliziert das Kommando über eine deutlich größere Truppenstärke und vor allem die Fähigkeit, verschiedene Einheiten in gemeinsamen Operationen zu koordinieren. Dies ist das Argument jener, die in dem Wechsel ein Zeichen dafür sehen, dass die Ukraine eine Offensive vorbereitet und fähigere Führung benötigt.
Diese These ist keineswegs einhellig. Ihr widerspricht die Lesart, der Wechsel folge auf Gebietsverluste und Abnutzung, die die offizielle Darstellung nicht anerkennt. Die Zahl von 30 % verlorenem Staatsgebiet wird wiederholt zur Rechtfertigung der Entlassung angeführt. Beide Versionen nutzen dasselbe Ereignis – einen Personalwechsel – um gegensätzliche Kriege zu erzählen.
Die Gegenoffensive, die selbst russische Ultranationalisten ankündigen
Das unbequemste Argument gegen Skeptiker kommt nicht aus Kiew. Es stammt von Igor Girkin, dem russischen Ultranationalisten, der erschöpfte russische Truppen beschreibt, die Ukraine bei der Festlegung von Zeitplänen und Orten, eine strategische Reserve im Aufbau und keine befreite Großstadt seit März/April. Wenn der schärfste Kreml-Kritiker dieses Bild zeichnet, hört die Rede von einer Gegenoffensive auf, bloße Propaganda zu sein.
Daran klammern sich jene, die behaupten, der Wechsel folge einem Plan und nicht einem Misserfolg. Die Schlacht um Charkiw wird als Präzedenzfall genannt: ukrainischer Vorstoß bis zur Grenze und Artillerie in Reichweite der Nachschubstraße für den Donbas. Das Problem ist, dass dieselben Quellen zugeben, dass die Russen weiterhin in der Provinz sind.
Abnutzung, die auf Karten unsichtbar ist
Die Territorialstreitkräfte sind theoretisch Wochenend-Ausbildungseinheiten, die außerhalb ihrer Region nicht kämpfen sollen. In der Praxis wurden laut Diskussionen Hunderte oder Tausende dieser Einheiten in die Donbas-Zone geschickt, um als Kanonenfutter zu dienen und den Gegner zum Verbrauch von Artilleriemunition zu zwingen.
Hier liegt die Schwachstelle jeder triumphalen Erzählung. Es gibt Berichte über Munitionsmangel, knappe Panzerfahrzeuge und Rekruten mit minimaler Ausbildung. Die Sarracena leidet, wenn Propaganda und Grabenrealität kollidieren. Kein Rangwechsel behebt das über Nacht.
Ein weiteres Detail verwirrt die Argwöhnischen: Der Krieg zieht sich hin, und seine Verlängerung hat Profiteure. Manche argumentieren, bestimmten Verbündeten sei ein langwieriger Konflikt lieber als ein schneller Sieg, was Wendungen und Wechsel erkläre. Es ist ein Verdacht, keine Tatsache, aber er kursiert stark.
Tatsächlich ist die Liturgie der Erwartungen. Man scherzt darüber, dass Moskau in drei Tagen fallen würde oder Wladiwostok kurz vor der Einnahme stehe. Sarkasmus wirkt in beide Richtungen und zehrt an denen, die zu viel versprochen haben.
Die vorsichtige Prognose: Wenn das neue Kommando auf Divisionsebene liegt und eine strategische Reserve existiert, sollte die Gegenoffensive innerhalb von Wochen nachweisbare Spuren hinterlassen, nicht nur Schlagzeilen. Tut sie das nicht, war der Wechsel Kosmetik. Unterdessen kostet Benzin in Kiew weiterhin stundenlanges Anstehen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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