NATO gibt Training der Ukraine seit 2014 zu

Ein Tweet des NATO-Generalsekretärs befeuert die Debatte: Das Bündnis bestätigt Ausbildung und Waffenlieferungen an die Ukraine seit 2014, was Russland lange kritisierte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

NATO gibt Training der Ukraine seit 2014 zu
NATO gibt Training der Ukraine seit 2014 zu

Ein Tweet des NATO-Generalsekretärs, verbreitet über das Konto @War Monitor, hat eine scheinbar begraben geglaubte Diskussion wieder entfacht: Die Atlantische Allianz räumt ein, dass sie die ukrainischen Streitkräfte seit 2014 ausbildet und mit Waffen beliefert. Laut mehreren Teilnehmern bestätigt diese Aussage, was Russland seit Jahren anprangert und was der Westen zuvor mit Ausflüchten leugnete. Der norwegische Offizielle, im Titel des Threads erwähnt, erscheint hier als der Akteur, der offen ausspricht, was viele vermuteten.

Das Video sagt nicht, was manche hören wollen

Die erste Nachricht reproduziert den Tweet und fügt einen ironischen Kommentar hinzu, was der Generalsekretär nach ein paar Kaffees von sich gibt. Von da an spaltet sich die Unterhaltung in zwei Lager. Ein Sektor behauptet, die NATO habe die Ukraine seit 2014 militärisch beraten, was weder ein Geheimnis noch je geleugnet worden sei. Ein anderer, kampflustigerer Sektor besteht darauf, dass nicht das Training entscheidend sei, sondern dass die Minsker Abkommen von Anfang an ein Betrug waren. Die Diskussion driftet hin zur Rolle der USA beim Euromaidan, angeblicher ethnischer Säuberung im Donbas und der Sprengung von Gaspipelines. In diesem Kontext ist der Norweger derjenige, der Gesicht und Stimme einer Politik verleiht, die im Hintergrund angewandt wurde.

Von Minsk zum offenen Krieg: die Chronologie, die niemand durchgehen will

Die Unterhaltung verheddert sich in Daten. Ein Teilnehmer erinnert daran, dass Pilingui Minsk 2014 unterzeichnete und dass damals schon bekannt war, dass es nur ein Pflaster war. Ein anderer antwortet, der Krieg habe im selben Jahr mit der russischen Invasion begonnen und die NATO habe seither Ausbildung und Waffen geliefert. Archivmaterial wird zur Waffe: Manche zitieren abgehörte Gespräche zwischen Außenministerin Nuland und Botschafter Pyatt über das Einsetzen und Entfernen von Figuren in der Ukraine; andere erwidern, die Russen seien die ersten gewesen, die Minsk mit ihren humanitären Konvois verletzt hätten. Währenddessen erscheint der Norweger als derjenige, der die Ukrainer finanzierte und bewaffnete, um Widerstand zu leisten.

Der Norweger als Sündenbock und Goldmine

Der Titel des Threads spielt mit der Doppelrolle Norwegens: Einerseits ist es das Land, das seinen Reichtum durch Öl und Gas vervielfachte; andererseits ist es das, das in der NATO das Gesicht zeigte. Die Diskussion lenkt auf die Nord-Stream-Sprengung und die norwegische Beteiligung, laut ungeprüften Berichten im Thread. Auch die Stationierung der russischen Nordflotte mit Atomraketen wird erwähnt, eine Bewegung, die laut Thread seit 30 Jahren nicht mehr gesehen wurde. In dieser Erzählung ist Norwegen sowohl Opfer als auch Profiteur eines Krieges, der auf dem Boden und auf den Märkten geführt wird.

Der Krieg der Beleidigungen und die Verachtung für Andersdenkende

Die Unterhaltung degradiert häufig. Persönliche Beleidigungen, abfällige Bemerkungen über Gruppen und Vorwürfe des Trollings ersetzen die Analyse. Ein Teilnehmer behauptet sogar, Ukrainer lebendig zu begraben, wenn Kameraden sich weigern zu kämpfen. Ein anderer antwortet, der Sieg gehöre ihrer Seite. Mitten in diesem Lärm bleibt der Norweger nur eine Ausrede für einen Streit, der das ursprüngliche Thema übersteigt. Die Diskussion darüber, ob die NATO die Ukraine seit 2014 trainierte, geht in Disqualifikationen und Parolen unter.

Was klar bleibt: Die NATO verbarg ihre Rolle nicht

Jenseits des Lärms bestätigt der Tweet des NATO-Generalsekretärs eine Militärunterstützungspolitik für die Ukraine, die bis 2014 zurückreicht. Es ist keine Enthüllung, aber eine ausdrückliche Anerkennung. Norwegen erscheint als Mitglied der Allianz als Teil dieser Strategie. Die Debatte darüber, ob es ein Betrug oder eine legitime Reaktion auf die russische Aggression war, bleibt offen. Währenddessen dauert der Krieg an und, wie ein Teilnehmer bemerkt, explodieren Gaspipelines immer dann, wenn jemand spricht.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (59 Antworten).

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