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USA liefern MLRS an Ukraine: 450 km Reichweite, Russland-Verbot
Die USA senden der Ukraine das MLRS-Raketensystem mit einer Reichweite von bis zu 450 km, untersagen jedoch Angriffe auf russisches Territorium.
Das MLRS der USA für die Ukraine: 450 km und Nutzungsregeln
Joe Biden hat ein neues Militärhilfspaket für die Ukraine genehmigt, das in den nächsten Tagen angekündigt werden könnte und vermutlich das Mehrfachraketenwerfersystem (MLRS) sowie dessen leichtere Variante, das HIMARS, umfasst. Wie ABC berichtete, ist das MLRS auf dem Papier die tödlichste Waffe des Duos aufgrund seiner Reichweite – bis zu 450 Kilometer bei Einsatz taktischer Raketen – und seiner Sättigungsfähigkeit. Die Bedingung für die Lieferung sorgt für heftige Diskussionen: Washington verbietet Kiew den Einsatz dieser Systeme gegen Ziele jenseits der Grenze. Nur auf besetztem Gebiet erlaubt.
Das Kleingedruckte dieses Geschenks ist die eigentliche Nachricht. Eine Waffe mit solcher Reichweite, aber eingeschränkten Einsatzanweisungen ist eine Form der Eskalation ohne vollständigen Bruch, was einen schwierigen Balanceakt einleitet.
Was ist das MLRS und warum wird es als Apokalypse-Werfer bezeichnet?
Das MLRS (Multiple Launcher Rocket System) ist ein Sättigungs-Raketenwerfer. Die leistungsstärkste Version erreicht mit taktischen Raketen 450 Kilometer, laut den Daten aus den aktuellen Berichten. Das HIMARS ist sein kleinerer, mobilerer Bruder. Der Unterschied zur bestehenden ukrainischen Ausrüstung liegt weniger im Konzept als in der Durchschlagskraft; manche erinnern daran, dass das russische Smerch-System, über das die ukrainischen Streitkräfte in nennenswerten Mengen verfügen, eine ähnliche Funktion erfüllt. Die Neuerung ist die Präzision und Reichweite des amerikanischen Materials.
Die Lieferung wird als Zeichen der Verzweiflung gedeutet. Kritiker behaupten, die USA würden keine solche Offensivwaffe liefern, wenn die Lage der ukrainischen Armee im Donbass nicht sehr schlecht wäre. Andere sehen darin wieder eine Wunderwaffe, das nächste mit Fanfaren angekündigte Wundermittel, das schließlich enttäuscht. Vergleiche mit der Propaganda des Zweiten Weltkriegs tauchen mehrfach auf, nicht immer böswillig.
Die Bedingung, die kaum jemand anzweifelt: Nicht auf Russland schießen
Die Nutzungsbeschränkung ist der pikante Punkt. Washington stellt klar, dass diese Systeme nicht zum Angriff auf Ziele in russischem Staatsgebiet eingesetzt werden dürfen, nur gegen Kräfte auf ukrainischem Boden. Die zynische Lesart ist offensichtlich: Den Invasor verdampfen lassen, aber sein Zuhause nicht antasten. Die strategische Lesart ebenso: Verhindern, dass eine 450-Kilometer-Rakete in Moskau einschlägt und einen Regionalkrieg in etwas viel Schlimmeres verwandelt.
Hier öffnet sich die Kluft. Manche argumentieren, die Ukraine habe jedes Recht, russisches Territorium anzugreifen, und erinnern daran, dass sie dies bereits mit anderen Mitteln getan hat. Die Antwort folgt schnell: Sabotage ist das eine, Raketenangriffe auf die Hauptstadt das andere, was die Ukraine binnen Stunden in Trümmer legen würde. Das Gleichgewicht zwischen Recht und Überleben ist der Kern der Sache.
Der Schwarzmarkt für Raketen: Natos „Wallapop“
Die andere Seite der Massenlieferung ist der illegale Markt. Im Darknet kursieren Angebote für Javelins mit Preisen von 200.000 Dollar bis hin zu Sonderangeboten für 30.000 Dollar ohne Raketen. Der Scherz vom „Wallapop“ (eine spanische Kleinanzeigen-App) für Panzerabwehrraketen ist unvermeidbar. Hinter dem Scherz steht eine reale Angst: Dass Teile des Materials in die Hände krimineller Organisationen fallen und deren Arsenal vergrößern.
Laut Beobachtern führen die Einfallrouten über die EU-Länder. Hier kehrt sich die Win-Win-Logik der NATO um: Wenn in Europa die Explosionen beginnen, wird die Antwort darin bestehen, die Sicherheits-Schrauben anzuziehen und Freiheiten zu beschneiden. Dieses Argument ist nicht neu, kommt aber mit jedem Hilfspaket wieder auf den Tisch.
Der Donbass entscheidet, und der Luftraum ist nicht kontrolliert
Die alles überschattende Frage lautet, wie diese Systeme ohne Kontrolle des Luftraums verteidigt werden können. Ein hochwertiger Raketenwerfer ist ein begehrtes Ziel für Luftwaffe und Drohnen. Die kalte Analyse sieht das Schicksal als besiegelt an und alles hängt vom Donbass ab. Der Rest ist Rauschen.
Indes dominiert die Debatte über den Verschleiß: Die USA verbrauchen eigene Bestände, und jede Lieferung leert die Lager weiter. Hilfe wird als Großzügigkeit dargestellt, ist aber auch ein Maßstab für die industrielle Kapazität der NATO. Und eine unbequeme Frage nebenbei: Wie viel von diesem Material wird am Ende auf dem Schlachtfeld zurückgelassen und das Arsenal des Gegners füllen?
Das Verwirrende ist weder die Reichweite noch die Anzahl der Raketen. Es ist, dass die tödlichste Waffe des Pakets mit schriftlichen Anweisungen geliefert wird, die sie halb deaktivieren. Ein Geschenk mit Bedingungen ist eine elegante Art zu sagen, dass niemand möchte, dass die Situation außer Kontrolle gerät.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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