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Schwere Ausschreitungen bei Wohnungsdemo in Barcelona
Bei der Wohnungsdemonstration in Barcelona versammelten sich laut Stadtpolizei 20.000 Menschen. Die Demo endete mit Einsätzen der Mossos d'Esquadra und brennenden Müllcontainern am Passeig de Gràcia.
Die am Montag in Barcelona abgehaltene Demonstration für das Recht auf Wohnen endete mit Auseinandersetzungen zwischen Vermummten und den Mossos d'Esquadra (katalanische Regionalpolizei), mit brennenden Müllcontainern am Passeig de Gràcia und mehreren Festnahmen. Der von der Sindicat de Llogateres de Catalunya (Mietergewerkschaft Kataloniens) angeführte Marsch versammelte laut Stadtpolizei 20.000 Menschen, nach Angaben der Organisatoren 120.000.
Die Wohnungsdemonstration in Barcelona war für 19.30 Uhr am Platz Urquinaona angesetzt, begann aber eine halbe Stunde später als geplant. Der Marsch führte über die ronda de Sant Pere und den Arc de Triomf bis zur Kreuzung Passeig de Gràcia/Gran Via, auf einer wegen Bauarbeiten auf der Via Laietana umgeleiteten Route, die nach den Regenstürmen überflutet worden war. An der Spitze des Zuges marschierte die **Sindicat de Llogateres de Catalunya**, deren Sprecherin **Carme Arcarazo** vor Beginn klarstellte, dass das eigentliche Ziel die Mobilisierung für den landesweiten Wohnungsstreik sei.
## Zwei Zahlen für denselben Platz
Die Diskrepanz bei den Teilnehmerzahlen ist bei solchen Anlässen üblich. Die **Guardia Urbana** sprach von **20.000 Menschen**, die Organisatoren nannten **120.000**. Tausende Teilnehmer skandierten Parolen wie „Das ergibt keinen Sinn: Menschen ohne Wohnungen und Wohnungen ohne Menschen“, „Maricarmen, du bist nicht allein!“ oder „Schuldige Rentenjäger, verantwortliche Regierungen“ und ließen auf dem Weg ihre Schlüssel erklingen. Die Protest war ursprünglich für den vorangegangenen Samstag geplant, wurde aber wegen der Regenstürme abgesagt, die die Küste und das Vorküstengebiet der Provinz Barcelona trafen.
## Vom Marsch zu den brennenden Containern
Nach dem Ende des Marsches, gegen **21.30 Uhr**, kündigte die Polizei per Lautsprecher an, dass der Bereich geräumt werden müsse. Ein Großteil der Teilnehmer blieb vor Ort, und nach dem Bericht der Ereignisse warfen einige Vermummte Glasflaschen, Pflastersteine und andere Gegenstände auf die Beamten. Gegen **22.15 Uhr** gingen die **Mossos d'Esquadra** gegen die Randalierer vor, die mehrere Müllcontainer am **Passeig de Gràcia** in Brand steckten. Die Polizei nahm mehrere junge Festnahmen vor. Die Auseinandersetzungen und die brennenden Container markierten das Ende eines Tages, der als Protestmarsch begonnen hatte.
## Wer auf der Straße war und warum
Unter den Teilnehmern waren nicht nur Menschen, die direkt von den Wohnungspreisen betroffen sind. **Teresa Escribà**, eine 53-jährige Hausärztin, erklärte, dass in ihrer Praxis ständig Menschen mit gesundheitlichen Problemen aufgrund von Wohnungsinstabilität auftauchen, und nannte Fälle von älteren, zwangsgeräumten Menschen, die mit Blutzuckerproblemen oder Ängsten kamen. **Neus Medina**, 57, besitzt eine Wohnung im Stadtteil Poblenou, demonstrierte aber, weil ihre beiden Kinder, 28 und 23 Jahre alt, Arbeit und Gehalt haben, sich aber nicht selbstständig machen können. Nach ihrer Aussage können sich in Poblenou nur Ausländer die aktuellen Preise leisten, und der Stadtteil leidet unter Gentrifizierung.
## Ein Generalstreik ohne Datum und Wahlen am 29. November
Der Protest in Barcelona folgte dem Beispiel von Madrid und anderen Städten, die sich für das Recht auf Wohnen mobilisiert hatten. Es war die erste Massendemonstration nach dem Scheitern der Wohnungsdokrete der Regierung am vorangegangenen Freitag. Die großen Gewerkschaften **CC OO** und **UGT** haben einen Generalstreik angekündigt, dessen Datum noch nicht feststeht; er wird jedenfalls kurz vor den vorgezogenen Neuwahlen stattfinden, die **Pedro Sánchez** für den **29. November** angesetzt hat. Am Ende des Zuges riefen die Organisatoren die Teilnehmer auf, sich dem seit Dienstagabend am Platz Catalunya eingerichteten Protestcamp anzuschließen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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