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Schwedischer Mini-E-Luvly für 10.000 € kommt zerlegt
Der schwedische Elektro-Mini Luvly 0 wird wie IKEA-Möbel geliefert: 380 kg, 100 km Reichweite und ab 10.000 Euro.
Das schwedische Auto im Karton: 10.000 Euro und 380 Kilogramm
Zehntausend Euro. Das ist der Einstiegspreis des Luvly 0, eines schwedischen Elektro-Minifahrzeugs, das zerlegt verschickt und vor Ort montiert wird – mit einer Logistiklogik ähnlich der von IKEA-Möbeln. In einen Container, der Platz für vier Autos bietet, passen die Teile von 20 Fahrzeugen. Der Käufer muss nichts selbst zusammenbauen: Regionale Fabriken übernehmen dies.
Das Modell ist ein Zweisitzer mit 2,7 Metern Länge, 1,53 Metern Breite und 1,44 Metern Höhe, einem Gewicht von 380 Kilogramm und einem Kofferraumvolumen von 267 Litern. Es homologiert eine Reichweite von 100 Kilometern dank einer 6,4-kWh-Batterie, die in zwei entnehmbare Module zu je 15 Kilogramm unterteilt ist. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 90 km/h, der angegebene Verbrauch liegt bei 6 kWh pro 100 Kilometer. Bis hierhin die technischen Daten. Ab hier beginnt die Diskussion.
Warum ein Container von 4 auf 20 Autos passt
Die Fertigung in Teilen ist kein Design-Caprice, sondern das Herzstück des Geschäftsmodells. Durch den separaten Versand von Karosserie, Chassis und Komponenten wird das Ladevolumen optimal genutzt und die Kapazität jedes Containers um das Fünffache erhöht; diese logistischen Einsparungen sind Teil des Kostensenkungsziels des Unternehmens.
Diese Methodik soll für alle Modelle gelten, und die Firma plant bereits einen dreirädrigen Sportwagen und einen kleinen Lieferwagen. Bisher wurde nur der Luvly 0 vorgestellt, ein rein urbanes Fahrzeug mit minimalistischem Design, großer Windschutzscheibe, gerader Hecklinie und Rädern an den vier Ecken der Karosserie, jeweils mit eigenem Kotflügel.
Ist ein Elektroauto für 10.000 Euro günstig?
Hier bricht das Argument. Für einen Teil der Öffentlichkeit sind 10.000 Euro kein günstiger Preis, sondern vor nicht allzu langer Zeit der Preis eines echten Autos. Zehntausend Euro kostete damals ein konventioneller Kleinwagen wie der Mii, erinnern sich Nutzer, und 7.000 die Einstiegsmodelle von Dacia. Selbst ein Corsa, vor 17 Jahren für tausend Euro mehr gekauft, taucht im Vergleich auf, ebenso ein Benziner Sandero für etwa 4.000 Euro zusätzlich.
Die häufigste Gegenreaktion fasst die Haltung zusammen: Der Citroën Ami sei billiger und mehr Auto, und dieses Modell müsste 4.000 Euro kosten, um als günstig zu gelten. Im Gegenzug argumentieren andere, dass der Luvly ein ehrliches Stadtauto im Vergleich zu seiner tatsächlichen Konkurrenz, den Quadricycles wie Aixam und Ligier, sei, die viel teurer für das Gebotene seien.
Im Thread werden historische Modelle wie der Seat Marbella, der Renault 5, der R4 oder der Ford T als Referenz für das genannt, was früher als erschwingliches Auto galt, und der Preis hat alle Kritiken auf sich gezogen.
Sicherheit: Die Schwachstelle, die niemand verteidigt
Mit 380 Kilogramm und einer minimalen Karosserie ist die Frage nicht der Verbrauch, sondern der Crash. Ein solches Fahrzeug neben einem Geländewagen von 2 Tonnen ist der am häufigsten wiederholte Vergleich, und die Schlussfolgerung lautet meist gleich: Es gibt keine Struktur, die etwas absorbieren könnte. Es werden sogar Appelle an den gesunden Menschenverstand bezüglich dessen gemacht, was passiert, wenn man beim Parkieren an einen Bordstein stößt.
Dazu kommt das regulatorische Misstrauen. Es wird argumentiert, dass man in Spanien nicht einmal Felgen wechseln kann, ohne eine autorisierte Werkstatt und die ITV (Technische Inspektion) zu passieren, und es wäre auffällig, wenn Privatpersonen erlaubt würden, ein solches Fahrzeug zuzulassen. Die Marke besteht darauf, dass die Montage von ihren Fabriken durchgeführt wird, nicht vom Kunden, aber der Schatten über den Anforderungen des Industrieministeriums und der DGT (Generaldirektion für Straßenverkehr) bleibt bestehen.
15-Kilo-Batterien zum Laden zu Hause
Der mechanische Teil hält der Prüfung am besten stand. Die 6,4-kWh-Batterie ist in zwei unabhängige Module zu je 15 Kilogramm unterteilt, sodass sie zu Hause geladen werden können, ohne dass eine eigene Ladestation vorhanden sein muss. Eine praktische Lösung für diejenigen, die keine private Lademöglichkeit haben.
Der angegebene Verbrauch von 6 kWh pro 100 Kilometern und die Reichweite von 100 Kilometern passen zum vorgesehenen Einsatz: kurze Strecken, moderate Geschwindigkeit, Stadtverkehr. Konnektivität rundet das Paket ab, mit einer App zum Verriegeln der Türen, Lokalisieren des Fahrzeugs oder Überprüfen des verbleibenden Akkustands sowie Fernupdates des Systems.
Einige weisen darauf hin, dass dieser Fahrzeugtyp seinen Platz finden könnte, wenn die Firma schnellere Versionen herausbringt und den Preis niedrig hält. Mit diesen Zahlen jedoch verengt sich dieser Nische: Der Käufer schaut auf den Preis eines Autos, nicht eines Quadricycles, und dort geht der Vergleich nicht zu seinen Gunsten aus.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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