Auvesta: geteilte Meinungen zu Gold ohne Barren zu Hause

Auvesta verkauft Gold ohne Barren und mit günstiger Lagerung, doch Bewertungen warnen vor einem Aufpreis von über 2.000 € bei einem Kauf von 7.000 € und vor dem fehlenden…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Auvesta: geteilte Meinungen zu Gold ohne Barren zu Hause
Auvesta: das Gold, das man kauft, aber nie anfasst

Gold kaufen, ohne auch nur ein Gramm nach Hause zu bekommen, und einer deutschen Firma vertrauen, die es verwahrt. Das ist das Angebot von Auvesta: Das Unternehmen verkauft lose Gramm mit günstiger Lagerung und versichert, das Vermögen der Kunden von dem der Firma getrennt zu halten. Der Zweifel, der über jeder Bewertung schwebt, ist immer derselbe: Was, wenn das Gold gar nicht existiert?

Auvesta Erfahrungen: zwischen Vertrauen und Misstrauen

Das Konzept klingt zunächst attraktiv: Man muss keine Barren oder ganze Münzen kaufen, sondern erwirbt einfach nach und nach die gewünschten Gramm, und die Lagerkosten sind sehr niedrig. Die deutsche Firma versichert, das Gold werde bei Unternehmen wie Brink's, Loomis oder Prosegur verwahrt, nicht bei einer Bank, und dass eine Vermögenstrennung zwischen dem Depot der Kunden und dem Vermögen von Auvesta bestehe. Manche sehen darin einen Vorteil gegenüber dem Risiko einer Bankenteignung, das laut Argumentation die europäische Richtlinie zur Bankensanierung mit sich bringt.

Doch das Misstrauen stellt sich schnell ein. Eine der ersten Antworten bringt es auf den Punkt: „Mich überzeugt nicht, dass sie das angebliche Gold, das ich gekauft habe, für mich aufbewahren.“ In diesem Bereich bedeutet Sicherheit, einen physischen Nachweis des Edelmetalls zu haben, es anfassen zu können oder zumindest ein Bankschließfach oder ein Fach bei einem spezialisierten Unternehmen zu besitzen. Die Vorstellung von ungreifbarem Gold, das nur als Buchungseintrag existiert, passt nicht recht zur traditionellen Funktion des Edelmetalls als greifbarer sicherer Hafen.

Die Rechnung, die den Preis von Auvesta entlarvt

Die härteste Kritik kommt mit Zahlen. Ein Bericht behauptet, vor der Zahlung werde kein klarer Preis genannt und es werde versprochen, 15 % günstiger zu sein als Shops wie Andorrano. Das tatsächliche Ergebnis sei jedoch das Gegenteil: Bei einem Kauf im Wert von 7.000 Euro überstiege der Verlust 2.000 Euro. Der Rechnung zufolge wird abgerechnet, als würden 1-Gramm-Barren zum Preis von 160 Euro pro Gramm gekauft, statt der 120 Euro, die ohne den angeblichen Rabatt fällig wären. Der Endpreis läge also deutlich über dem anderer Anbieter. Die Folgerung: Der Aufpreis ist nicht gering, sondern kann 25 % der Investition übersteigen.

Hinzu kommt ein verpflichtender Zahlungsplan mit einem Minimum von 700 Euro, der zum Preis des Metalls hinzukomme. Diese Angabe zeichnet zusammen mit dem Preis pro Gramm das Bild eines Produkts, das sich vom üblichen physischen Gold entfernt und eher einem Dienst mit intransparenten Gebühren ähnelt.

Ist die Goldaufbewahrung bei Auvesta sicher?

Die Sicherheit ist das andere große Thema. Das Unternehmen betont die Vermögenstrennung und dass das Gold bei spezialisierten Sicherheitsfirmen und nicht bei Banken verwahrt wird. Auch wird eine Versicherung über eine hohe Summe erwähnt, Millionen, so heißt es. Für manche ist das eine Garantie ähnlich wie bei einer Bank, nur mit Gold statt Euro. Für andere ist entscheidend, das Gold sehen und anfassen zu können: „Ich muss den Nachweis haben, dass dieses Gold existiert und ich es anfassen kann“, heißt es in einem Beitrag. Das Misstrauen gegenüber nicht greifbarem Gold wird durch den Gedanken verstärkt, dass Gold seine Vorteile als greifbarer Vermögenswert verliert, wenn die Existenz des Metalls nicht überprüft werden kann.

Die Alternative: physisches Gold oder Aktien

Der Konsens, der sich abzeichnet: Bei kleinen Mengen ist es am sichersten, das Gold selbst aufzubewahren. Bei größeren Mengen wird ein Bankschließfach oder ein Fach bei einem spezialisierten Unternehmen erwogen. Und manche gehen weiter: Wenn man ohnehin einem Dritten vertrauen muss, lieber Aktien kaufen. Der Goldkauf ohne physischen Besitz wird als Verlust der Vorzüge des Metalls empfunden. Die Diskussion hinterlässt eine klare Erkenntnis: Entweder man hat das Gold, oder es wird etwas anderes.



Ist es den Aufpreis wert, sich um die Lagerung keine Gedanken machen zu müssen? Die Antwort hängt davon ab, wie viel Vertrauen jeder in den Verwahrer setzt. Und im Fall von Auvesta ist dieses Vertrauen nicht ganz ohne Zweifel.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (11 Antworten).

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