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Sanitas-Versicherter wartete 18 Monate auf Termin nach Zahlung
Ein Sanitas-Versicherter wartete über anderthalb Jahre auf einen Termin, der erschien, als er auf Privatpatient umstellte. Nutzer berechnen die Kosten von Prämien im Vergleich zu Selbstzahlungen.
Kein Termin mit Versicherung; Agenda öffnet sich sofort bei Barzahlung
Ein Patient mit einer Sanitas-Police berichtet, dass er mehr als ein Jahr und eine halbe auf einen Folgetermin in einer Klinik in Albacete gewartet hat. Jeder Anruf erhielt dieselbe Antwort: Der Kalender des Spezialisten sei geschlossen, man würde ihn benachrichtigen. Er loggte sich mit seinen Zugangsdaten in das Patientenportal von Quirón ein, bestand auf dem digitalen Weg und das System lieferte exakt dieselbe Meldung zurück. Bis er ein Kästchen sah: Privatpatient. Er hakte es an, akzeptierte den Hinweis, dass er sich verpflichte, die Honorare des Arztes zu zahlen, und die Agenda öffnete sich wie das Rote Meer. Verfügbare Tage, zur ruhigen Auswahl.
Er reichte eine Beschwerde im Portal ein und wurde am nächsten Tag angerufen. Die Erklärung war laut seinem Bericht, dass die Verantwortung beim Spezialisten liege und man versuchen werde, den Termin so schnell wie möglich zu organisieren. Übersetzung: Mit Versicherung Warteschlange; ohne Versicherung sofortiger Slot.
Was passiert, wenn die Versicherung 20 Euro zahlt und der Privatpatient 150?
Im selben Thread beschreiben Adeslas-Patienten mit hochpreisigen Policen und ganzen Familienverbänden dieselbe Sequenz: Abgeschnittene jährliche Check-ups, aufgeschobene Analysen und ein Kalender, der sich entsperrt, sobald man sagt, man zahle selbst. 100 Euro pro Konsultation ist die Zahl, die als Generalschlüssel wiederholt wird.
Die am häufigsten zirkulierende Erklärung betrifft die Vergütungssätze. Ein Nutzer argumentiert, dass ein Spezialist etwa 20 Euro pro Kassenkonsultation und 150 Euro in der Privatpraxis verdiene. Mit diesem Unterschied bestehe die Logik der Einrichtung darin, den Kalender zuerst mit dem Umsatzbringenden zu füllen. Ein anderer Nutzer behauptet, dass vertraglich gebundene Kliniken Slots für Versicherte nur öffnen, wenn es ihnen passt, einmal pro Woche oder Monat, und diese erscheinen weder telefonisch noch im Internet: Man müsse physisch hingehen und mit der Rezeption verhandeln.
Ist private Gesundheitsversorgung dasselbe wie private Krankenversicherung?
Nein. Das Krankenhaus und der Arzt werden ähnlich finanziert, aber der Versicherer entscheidet, ob man profitabel ist. Diese Unterscheidung, die semantisch wirkt, erklärt den Engpass. Die Firma zahlt einen festen, niedrigen Tarif; die Einrichtung passt das Volumen der verfügbaren Slots an diesen Tarif an; der Versicherte wartet. Wenn derselbe Patient als Privatpayer auftritt, berechnet die Einrichtung Marktpreise und der Slot erscheint.
Einige argumentieren, das Problem sei nicht die private Gesundheitsversorgung, sondern billige Versicherung, und dass man für 50 Euro im Monat keinen sofortigen Zugang zu einem Spezialisten mit jahrelanger Ausbildung erwarten könne. Ein Nutzer berechnet, dass 18 Monate Prämie à 50 Euro 900 Euro ergeben, was nicht einmal einen Bruchteil dessen decken würde, was derselbe Spezialist zum Preis einer Privatkonsultation kosten würde. Andere entgegnen, dass das Problem nicht der Prämienpreis sei, sondern dass die Police als bevorzugter Zugang verkauft und dann durch die Hintertür rationiert werde.
Zusammenbruch des öffentlichen Systems als Hintergrund
Das Gespräch lenkt schnell auf die andere Seite. Mehrere Berichte beschreiben Wartezeiten von 20 Monaten für nicht schwerwiegende Erkrankungen im öffentlichen Gesundheitssystem, wobei viele sich während des Wartens selbst heilen. Schwere Fälle würden, so die Übereinstimmung, angemessen behandelt. Das beschriebene Ergebnis ist ein Zwei-Geschwindigkeits-System, in dem versicherte private Versorgung für Dringendes und Leichtes genutzt wird, öffentliche für Schweres und bezahlte private Versorgung als Abkürzung, wenn der Kalender eng wird.
Auch der Fall von Muface taucht auf, mit Zentren, die auf zwei Termine pro Woche für bestimmte Versicherungsarten begrenzen, als gäbe es parallele Kalender je nach Police. Und die Feststellung, dass viele Spezialisten gleichzeitig in beiden Systemen arbeiten, was offensichtliche Anreize dafür erzeugt, wo sie ihre Stunden investieren.
Die unbequeme Schlussfolgerung: Zweimal für dasselbe bezahlen
Das entstehende Muster ist das eines Marktes, in dem die monatliche Prämie eine Tür kauft, die oft verschlossen ist, und die aus eigener Tasche bezahlte Konsultation dieselbe Tür offen kauft. Wer es sich leisten kann, zahlt zweimal: die Gebühr und das Honorar. Wer nicht, wartet. Die offene Frage ist nicht, ob das System funktioniert, sondern für wen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Ein Vater vermutet bei seinem Säugling Autismus und überlegt, ob er die neue private Krankenversicherung nutzen oder Untersuchungen und Therapien selbst bezahlen soll.