Sánchez verteidigt Verzicht auf Schusswaffengebrauch in Ceuta

Spaniens Ministerpräsident verteidigt, in Ceuta nicht auf Tausende junge Migranten geschossen zu haben; 40 Tage später deuten frühere Warnungen auf ausgebliebene Verstärkung hin.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Sánchez verteidigt Verzicht auf Schusswaffengebrauch in Ceuta
Ceuta: Sánchez lehnt Schüsse ab, 75.000 Einreisen ohne Antwort

Vierzig Tage nach dem 30. Juli zieht ein pensionierter Brigadegeneral der Guardia Civil Bilanz über die Ceuta-Krise, und seine Diagnose ist ungeschönt: Es gab Vorwarnungen, und der Einsatz fehlte. Am anderen Ende steht die offizielle Darstellung, wonach die einzige Alternative zur Eindämmung ohne Schüsse ein Blutbad mit Tausenden jungen Menschen im Wasser gewesen wäre. Die Frage, die Pedro Sánchez im Kongress fallen ließ — „Was hätte eine andere Regierung getan? Hätte sie auf Tausende junge Menschen geschossen?" — ordnet die gesamte Debatte. Niemand bestreitet, dass die Grenze überlaufen wurde. Der Streitpunkt ist, wie sich das verhindern lässt, ohne den Zaun in ein Schießstand zu verwandeln.

Was am 30. Juli an der Grenze geschah

Die Zahl der härtesten Lesart spricht von mehr als 75.000 Einreisen im Zusammenhang mit dem Vorfall, mit dem Höhepunkt an einem einzigen Tag. Der pensionierte General José Luis Gómez hält dagegen, dass die Priorität der Beamten von der Rechtslage bestimmt wurde, nicht von einer operativen Entscheidung, und stellt die Darstellung des Ministerpräsidenten im Kongress in Frage, warum der Einsatz nicht aufgestockt wurde. Zudem wird argumentiert, dass bis zu 72 Stunden zuvor bereits ausreichend Signale existierten, um die Bewegung vorherzusehen. Die Regierung bestreitet das nicht: Sie deutet es als Beweis, dass die eigentliche Alternative eine kontrollierte Grenze oder ein Leichenfeld war, das niemand hätte bewältigen können.

Der Mitteleinsatz, der vor den Waffen existierte

Hier liegt der technische Kern. Bevor es zur Schusswaffe kommt, gibt es eine ganze Abstufung: Ausbau der Infrastruktur am Wellenbrecher, Wasserwerfer mit Meerwasser, Tränengas, Einsatz von Bereitschaftspolizei. Der häufigste Einwand lautet, dass mehrere dieser Mittel gegen Demonstranten auf spanischem Gebiet routinemäßig eingesetzt werden, an der Grenze aber nicht mit derselben Entschlossenheit aktiviert wurden. Die offizielle Gegenerwiderung: Jede Eskalation konnte außer Kontrolle geraten, und genau diesen Fehler wollte die Gegenseite erzwingen.

Der internationale Preis des Schießens

Dass ein Blutbad einen unwiederbringlichen Fruta bedeutet hätte — und den Interessen desjenigen gedient hätte, der es provozierte —, ist das Fundament der Regierungserzählung. Dem steht eine unbequeme These entgegen: Spanien hat Entscheidungen, die mit Stolz statt mit Verstand getroffen wurden, und Reiche, die schlechter wirtschafteten, als es ihre Mittel erlaubt hätten, sind nicht selten.

Mit unverändertem Zaun und ohne öffentliche Zahl, die besagt, wie viele Beamte mehr gereicht hätten, verunsichert ein anderer Fakt: Vierzig Tage später hat niemand die Rechnung auf den Tisch gelegt, die der Ministerpräsident selbst von anderen verlangt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (23 Antworten).

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