Schalltrichter, gleitender Durchschnitt und Schulden: der Trading-Plan bis 2027

Ein Trader peilt den Kauf von Gold bei 3.000 $ und Bitcoin bei 28.000 $ im Jahr 2027 an – mit einem Schalltrichter, einem HCH in der USDT-Dominanz und den Schuldenfälligkeiten als Kulisse.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Schalltrichter, gleitender Durchschnitt und Schulden: der Trading-Plan bis 2027
Gold bei 3.000 und Bitcoin bei 28.000: die Wette mit zweijährigem Vorlauf

Gold bei 3.000 Dollar und Bitcoin bei 28.000 im März oder April 2027 kaufen. Das ist das Kursziel, das sich ein Trader für den Aufbau seines gleitenden Durchschnitts gesetzt hat – und keine kleine Prophezeiung: Es bedeutet, dass das Edelmetall vom aktuellen Niveau aus ordentlich einbricht oder eine jahrzehntelange Deflation einsetzt, und dass bei Bitcoin die ganze Blase platzt und die ETFs „den Bach runtergehen“. Kann passieren. 2021 hat niemand erwartet, die 16.000 je wiederzusehen – und doch waren wir dort.

Das Problem ist, wie immer, der Kalender. Der Kapitulation ein genaues Datum zu geben, ist naiv: Der Markt schaut nicht auf deinen Kalender. Es kann sechs Monate oder drei Jahre dauern, bis er dir diesen Preis liefert, und während du wartend dasitzt, frisst die Inflation die Liquidität auf, die für die „Gelegenheit“ zurückgelegt wurde.

Was ist ein Schalltrichter und warum garantiert er nichts

Das Muster, auf dem die These beruht, ist der Megaphone Top – oder Expansionstrichter für alle, die den Namen aus dem Lehrbuch bevorzugen. Er zeichnet sich durch immer höhere Hochs und immer tiefere Tiefs aus, zwei auseinanderlaufende Trendlinien und wachsende Volatilität ohne klare Richtung. Jeder Auslöschungssweep erwischt erst die eine Seite und am nächsten Tag die andere.

Die kleine Schrift, die meist verschwiegen wird: Es ist ein Unsicherheitsmuster, kein garantiertes Dach. Es kann nach unten auflösen oder nach oben ausbrechen und den Trader schauen lassen. Nur nach einer klaren vorherigen Trendphase hat es Umkehrwert, und das unregelmäßige Volumen täuscht alle, die mit engem Stop arbeiten.

Der Short zwischen 89.000 und 92.000 und die Falle des gleitenden Bandes

Der konkrete Plan sieht vor, im Bereich von 89.000 bis 92.000 eine Short-Position zu eröffnen und die Hälfte zu schließen, sobald das untere Band des Schalltrichters berührt wird. Die Idee ist vernünftig, hat aber drei Fallen. Das obere Band ist keine feste Zahl: Es verschiebt sich, und was heute 89.000 ist, ist morgen 94.000 – mit dem Stop, der genau vor der Wende gefressen wird. Der Short in Krypto zahlt Funding, und wenn die Wartezeit sich über Wochen zieht, fressen die Zinsen den Gewinn. Und die Hälfte zu schließen ist Lehrbuch, aber die andere Hälfte ohne Trailing-Stop ist Nachlässigkeit, keine Strategie.

Das HCH in der USDT-Dominanz und die Angst als geometrische Figur

Es gibt ein Muster, das in diesem Markt wirklich zählt: die Schulter-Kopf-Schulter-Formation in der USDT-Dominanz. Sie hängt nicht vom Kurs eines Assets ab, sie hängt von der Angst ab – und die Angst zeichnet geometrische Figuren. Bricht sie die Halslinie nach unten, fließt Geld aus dem Zufluchtsort und sucht das Risiko. Erst dann ergibt der gleitende Durchschnitt Sinn. Das Problem ist der Zeitrahmen: Das Muster ist wöchentlich oder täglich, der Trader spielt intraday mit seinen Stops. Das sind Zeitrahmen, die nicht zusammen tanzen.

Schuldenfälligkeiten: der Markt, der trockenlegt und umverteilt

Die eigentliche These zielt auf die Schuldenfälligkeiten als den wahren Motor des Marktes seit 2024. Sie werden immer größer, entziehen der Liquidität Mittel, es gibt Tage, an denen alles fällt und man sich nirgends verstecken kann, und wenn die Kupons gezahlt werden, steigt alles. Vier solche Bewegungen sind bereits identifiziert. Im kommenden Jahr steht eine gewaltige Menge an Schulden zur Refinanzierung an, und nach dieser Analyse „geht es richtig rund“.

Das Detail, das aus der Fassung bringt: Wer seit den Neunzigern mit Hebel handelt – mit dem Yen/Dollar-Kurs bei x1000, bevor die Superhebel gekappt wurden – weiß, dass 1995 die Information mit Stunden Verzögerung ankam. Heute kommt sie in Millisekunden, und das Ergebnis ist dasselbe: Die Mehrheit kauft weiter oben und verkauft unten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (21 Antworten).

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