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Russland vor dem Kollaps: Die Alarmzeichen mehren sich
Der russische Aktienmarkt fällt um 25 %, während der spanische Ibex 30 % steigt; der größte Chip-Hersteller geht pleite; Anleihen bei 23 % und Hyperinflation droht. Steht der Kollaps bevor?
Russland vor dem Kollaps: Die Alarmzeichen mehren sich
Am 16. Dezember 2024 ging Angstrom-T, Russlands große technologische Hoffnung im Chip-Bereich, pleite, nachdem das Unternehmen 9,9 Millionen Dollar an Schulden nicht bedienen konnte. Die Nachricht, die von Fachmedien verbreitet wurde, kam zu einem Zeitpunkt, an dem die russische Wirtschaft Anzeichen von Erschöpfung zeigt, die manche Analysten mit dem Vorfeld einer systemischen Krise vergleichen. Aber steht Russland wirklich am Rand eines totalen Kollapses?
Das Börsenbarometer und der Schatten der Hyperinflation
Während der spanische IBEX 35 um fast 30 % stieg, brach der russische Aktienmarkt mit einem Sturz von 25 % zusammen. Die Zahlen lügen nicht: Der größte Immobilienentwickler des Landes, Shamolet, hat im vergangenen Jahr mehr als 70 % seines Börsenwerts verloren, und russische Staatsanleihen werden mit Renditen von 23 % gehandelt – ein Niveau, das in jeder anderen entwickelten Volkswirtschaft als extremer Stress gelten würde. Die explodierende Inflation droht in eine Hyperinflation umzuschlagen, wenn die Zentralbank sie nicht in den Griff bekommt.
Demografie und Kriegsfront: ein Loch, das sich nicht schließt
Die ukrainische Front fordert weiterhin jeden Monat Zehntausende junge Menschenleben, in einem Land, dessen Geburtenrate schon vor dem Konflikt im freien Fall war. Die Kombination aus militärischen Verlusten, Emigration und niedriger Fruchtbarkeit zeichnet ein demografisches Szenario, das einige als mittelfristig unhaltbar bezeichnen. Dazu kommt die Wahrnehmung, dass die Kaukasus-Republiken wie Tschetschenien oder Dagestan jede Schwäche des russischen Staates nutzen könnten, um alte Spannungen neu zu entfachen.
Rohstoffe und Bündnisse: Puffer oder Trugbild?
Gegen den Pessimismus halten manche dagegen, dass Russland ein Land mit enormen Rohstoffreserven, Energie, selbstversorgender Landwirtschaft und einer fast nicht vorhandenen Staatsverschuldung ist. Zudem hat es Partner wie China und Indien, die es theoretisch nicht fallen lassen werden, weil es ein notwendiger Baustein auf dem globalen Schachbrett ist. Allerdings haben die westlichen Sanktionen den Zugang zu kritischer Technologie abgeschnitten, und obwohl China russisches Öl und Gas kauft, sind die Konditionen nicht mehr so günstig wie früher.
Die Debatte ist nicht abgeschlossen: Während die einen den Kollaps binnen Monaten sehen, glauben andere, dass das Land noch Jahre durchhalten wird. Unbestreitbar ist jedoch, dass die finanziellen und demografischen Indikatoren einen Trend zeichnen, der – wenn er sich nicht umkehrt – in ein Ausgang führt, das niemand erleben möchte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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