Pedro Bustamante: 285 Videos gelöscht, Spur nach München

Der spanische Erklärer Pedro Bustamante löschte 285 Videos und verschwand. Hinweise deuten auf München hin; er nutzt nur noch Papierzeitungen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Pedro Bustamante: 285 Videos gelöscht und totale Stille

Pedro Bustamante ist nicht mehr da. Der Erklärer, der jahrelang auf YouTube das sezierte, was er Satanismus in den Ritualen der Eliten nannte, versteckte Zeichen bei Anschlägen und globale Agenden, verschwand von Facebook, löschte den Inhalt seines Kanals und bat ausdrücklich darum, dass niemand seine Videos neu veröffentlicht oder seine Bücher teilt. Die Zahl, die die Lücke zusammenfasst: 285 Videos, gesammelt in einem Telegram-Kanal, zu denen laut Zählungen unter seinen Verfolgern weitere hundert fehlen würden. Von seinem Aufenthaltsort gibt es nur verstreute Hinweise: München, deutsche Papierpresse, aufgegebene Netzwerke. Nichts davon wurde von ihm bestätigt.

Was über sein Verschwinden bekannt ist und warum er ging

Die am häufigsten wiederholte Version besagt, dass er aus Angst gegangen ist. Ein „Schreck“, zugeschrieben bestimmten Entitäten, gemäß der Formulierung in Kreisen, die sein Werk verfolgen, hätte ausgereicht, um den Erklärungsstand zu schließen. Andere sprechen direkt von Gang Stalking: koordinierte Belästigung, anhaltender Druck, jemand, der beschließt, dass es sich nicht mehr lohnt weiterzumachen. Die zynischste Lesart behauptet, er habe eine lehrbuchhafte Synchronizität gefunden, sei erschrocken und geflohen. Und ein dritter Weg, weniger episch, deutet auf einfache Langeweile hin: Zu diesem Zeitpunkt hätte er verstanden, dass das Sprechen über diese Themen nur seiner Mutter Unannehmlichkeiten bereitet.

Was jedoch materiell überprüfbar ist, sind die Spuren. Der Kanal wurde nicht vollständig gelöscht; er wurde geleert. Seine zwei Interviews mit einem Techniker, der an dieser Angelegenheit beteiligt war, sind nirgends verfügbar, nicht einmal in Archiven, die behaupten, „sein gesamtes Werk“ zu besitzen. Dieses Detail widerlegt die Fantasie eines vollständigen Archivs.

Wo ist Pedro Bustamante und was macht er jetzt

Der konkreteste Hinweis verortet ihn in München. Dort soll er soziale Medien und Technologie aufgegeben haben, um nachmittags deutsche Papierzeitungen zu lesen. Eine andere Linie, unvereinbar mit der ersten, stellt ihn auf Tournee mit seinem Bruder dar. Keines davon stammt von ihm. Bustamante hat sich seit der Schließung von Facebook, wo er mit den Menschen sprach, nicht mehr geäußert.

Das Vakuum wurde von Dritten gefüllt. Auf Telegram kursiert ein Video-Archiv mit dem Hinweis, dass etwa hundert fehlen. Auf Odysee gibt es Sammlungen und einen Kanal, Pangea, der sein Material erneut sendet. In einem dieser Videos hält er in Minute 6 fest, dass Satanismus in allen Religionen vorhanden sei und Abraham aus Babylon stamme, aus der Stadt Ur. Bei 6:58 steht das Zitat, das seine Methode zusammenfasst: „Wer es nicht versteht, ist dumm, erzähle eine Legende“. Bei 7:40 die zentrale These: „Die Gender-Agenda liegt im Herzen der Religionen, es ist Satanismus durch andere Mittel“.

Das unbequeme Vermächtnis: zwischen Lob und Verachtung

Die Rezeption seiner Figur ist ein Schlachtfeld. Manche halten ihn für einen der intelligentesten Menschen, die sie je kennengelernt haben. Andere tun ihn als einen Marxist ab, der vier Bücher über Magie und zwei über christliche Verschwörungstheorien gelesen hat. Zwischen beiden Extremen eine wiederkehrende Anschuldigung: Dass nicht alle Elite-Familien satanische Rituale durchführen, sondern nur vier Fälle, während mentale Programmierung durch Trauma eine verbreitete Praxis in der normalen Kindererziehung ist. Das heißt, Bustamante hätte das falsche Ziel angepeilt.

Sein Werk zirkuliert weiterhin gegen seinen ausdrücklichen Willen. Das hat im Ökosystem der alternativen Erklärung einen Namen: posthumer Erfolg zu Lebzeiten.



Ob er zurückkommt oder nicht, ist ein Rätsel, das hier nicht gelöst wird. Wahrscheinlich ist, angesichts seines bisherigen Verhaltens, dass er weiterhin deutsche Presse liest, während andere über ihn diskutieren.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (30 Antworten).

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