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F-35 landet in Indien – vom Su-75 bleibt nur ein Mockup
Beim Aero India 2023 landete der F-35 erstmals in Indien, während Russland lediglich ein Mockup des Su-75 präsentierte. Der Kontrast zwischen einem einsatzbereiten Kampfflugzeug und einem…
Der amerikanische F-35 landete beim Aero India 2023, einer im Februar stattfindenden Luftfahrtmesse, erstmals in Indien – ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als Russland ein Mockup seines Su-75 Checkmate vorstellte. Der Kontrast ist die Nachricht: ein Kampfflugzeug der fünften Generation im aktiven Dienst gegen ein Projekt, das noch auf Finanzierung sucht. Die Flugvorführung zweier Lightning II auf der Basis Yelahanka, die von den Stützpunkten Hill (Utah) und Eielson (Alaska) eingeflogen waren, lieferte spektakuläre Bilder und eine Botschaft, die kaum zu übersehen war.
Der F-35 steht an der Spitze der amerikanischen Kampfflugzeugtechnik, erklärte Generalmajor Julian C. Cheater, Deputy Assistant Secretary of the Air Force für internationale Angelegenheiten. Die amerikanische Delegation machte keinen Hehl daraus, dass das Aero India eine Bühne sein sollte, um „fortgeschrittene, leistungsfähige, tödliche und interoperable“ Waffensysteme zu präsentieren. Die russische Delegation unter Führung von Rosoboronexport bot Indien derweil an, an der Entwicklung des Su-75 mitzuwirken und das Flugzeug in HAL-Werken zu produzieren.
Ein Flugzeug im Dienst gegen ein Mockup
Der Unterschied zwischen den beiden Projekten ist nicht nur technischer, sondern grundsätzlicher Natur. Der F-35 blickt auf Jahre des Betriebes und internationale Einsätze zurück; der Su-75 Checkmate befindet sich noch in der Entwicklung und war auf der Messe ausschließlich als Mockup vertreten. Diese Asymmetrie stand im Zentrum der Debatte: einen einsatzbereiten Kampfjet mit einem Flugzeug zu vergleichen, das noch nie geflogen ist, ist höchstens verfrüht. Der ursprüngliche Referenzartikel deutete das als Beweis, dass das russische Projekt „ein Witz“ sei, doch der Vergleich ist mit Vorsicht zu genießen: Das eine Flugzeug ist im Dienst, das andere sucht Investoren.
Auch die Su-30MKI, die tatsächlich im Dienst Indiens steht, ist kein Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit. Die indische Regierung stoppte Bestellungen aus Sorge über die Fähigkeit des Kremls, HAL mit Ersatzteilen zu versorgen – wegen internationaler Sanktionen und Problemen bei Zahlungsüberweisungen. Die Präsenz des F-35 half den russischen Interessen auf der Messe wohl ebenfalls nicht.
Das russische Angebot: Entwicklung finanzieren gegen lokale Produktion
Russland ließ sich nicht lumpen. Alexander Michajew, Generaldirektor von Rosoboronexport, erklärte der TASS, Russland sei bereit, bei Kampfflugzeugen der fünften Generation weiter zusammenzuarbeiten und neue Flugzeuge nach Vertragsunterzeichnung in HAL-Werken zu produzieren. Das Angebot sah vor, dass Indien einen Teil der Entwicklung des Su-75 finanziert – eines Modells, das Moskau als kostengünstige Alternative zum F-35 präsentiert.
Die bisherige Erfahrung mit der Su-30MKI hinterließ jedoch einen bitteren Nachgeschmack. Das Flugzeug bildet das Rückgrat der indischen Luftwaffe, doch die Abhängigkeit von russischen Lieferungen und Zahlungsprobleme unter Sanktionen haben die Beziehung abkühlen lassen. Der F-35 wird Indien formell nicht angeboten – amerikanische Beamte nannten das „verfrüht“ –, doch seine bloße Anwesenheit in Yelahanka sandte ein Signal über die Verlässlichkeit des Technologipartners.
Die Debatte über die russische Luftfahrtindustrie
Das Gespräch driftete zur russischen Industriekapazität. Manche behaupten, Russland könne ohne Zugang zu blockierter westlicher Technologie keine Flugzeuge der fünften Generation bauen und seine Luftfahrtindustrie beschränke sich auf Mockups und Propaganda. Andere halten dagegen, Russland produziere weiterhin Kampfflugzeuge und Raketen, und China baue in russischer Lizenz, was beweise, dass die technologische Basis existiert. Die Diskussion, ob Russland ohne westliche Partner einen modernen Kampfjet bauen kann, ist weiterhin offen.
Die Nummer des Su-75 bedeutet keine Überlegenheit gegenüber der Su-57; tatsächlich ist er als unterlegenes, exportorientiertes Modell konzipiert. Auch die Su-57 scheint nicht alle potenziellen Partner überzeugt zu haben: Indien, das ursprünglich am Projekt beteiligt war, stieg aus. Der Vergleich mit dem F-35 ist also nicht nur einer zwischen zwei Flugzeugen, sondern zwischen zwei Modellen von Industrie und Bündnissen.
Der F-35 muss auf einer Messe nichts beweisen: Er ist bereits im Dienst. Der Su-75 braucht Finanzierung, um überhaupt zu existieren. Der Unterschied ist grundsätzlich, nicht kosmetisch. Abzuwarten bleibt, ob sich Indien, das auf zwei Karten setzt, vom russischen Angebot verführen lässt oder ob die amerikanische Präsenz beim Aero India die Waage neigt. Die verfügbaren Daten deuteten darauf hin, dass der Su-75 weiterhin Partner suchte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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