Kiew: Systematische Luftangriffe auf Fabriken, Lager und Rechenzentren

Lageberichten zufolge greift Russland Kiew mit Kalibr- und Zircon-Marschflugkörpern sowie Geran-3-Drohnen an. Fabriken, Lager und Rechenzentren sind betroffen, dazu Stromausfälle und Rauch.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Kiew: Systematische Luftangriffe auf Fabriken, Lager und Rechenzentren
Kiew, Nacht für Nacht: Raketen gegen Fabriken, Lager und Rechenzentren

Der Sommer hat Kiew keine Pause gebracht. Nach dem Scheitern des Waffenstillstands erlebt die ukrainische Hauptstadt Tag für Tag Angriffe auf Kiew mit Marschflugkörpern vom Typ «Kalibr», «Zircon», «Iskander-M» und Ch-101 sowie mit «Geran-3»-Drohnen, wie aus vor Ort verbreiteten Lageberichten hervorgeht, die den Beginn dieser Phase auf den Bruch der Waffenruhe datieren. Die Stadt wacht mit Rauchsäulen, Stromausfällen und offiziellen Warnungen auf, nicht auf die Straße zu gehen. Die Kampagne, so diejenigen, die die Einschläge Tag für Tag verfolgen, zielt nicht mehr auf ein bestimmtes Ziel: Sie soll zermürben.

Welche Ziele in Kiew getroffen wurden

Zu den genannten Zielen zählen der Businesspark Lagoda und ein Flugzeugwerk im Bezirk Solomjanka, das frühere Werk für Relais- und Automatisierungstechnik, ein Panzerwerk in Darnyzja, das optische Instrumentenwerk Analitpribor, das Maschinenbauwerk Vizar in Schuljany, Lagerhäuser von Nova Posta, Einrichtungen des Flughafens sowie mehrere Rechenzentren.

  • Darnyzja: Explosion an einer Tankstelle und Angriff auf ein Panzerwerk
  • Obolon: Einschläge auf Lagereinrichtungen, nach Angaben des Bürgermeisters Klitschko
  • Fastiw: die größte Häufung von Einschlägen einer der Angriffswellen
  • Hostomel: Brände, aus den Vororten der Hauptstadt sichtbar

Das Muster wiederholt sich: Industrie, Logistik und Energie. Was nachts brennt, raucht tagsüber weiter, und die Bewohner des rechten Ufers werden gebeten, Fenster zu schließen und nicht hinauszugehen.

Warum Rechenzentren und Lager angegriffen werden

In diesen Lageberichten wird das Ziel nicht als Geländegewinn dargestellt, sondern als Brechen des Willens derer, die die Stadt verteidigen. Die Berichte sprechen offen von «Zwang zum Frieden» und von wochenlang systematisch geführten Schlägen, nicht von punktuellen Vergeltungsmaßnahmen für einen konkreten Vorfall. Aus dieser Perspektive bringt der Druck auf das Hinterland mehr als eine Abnutzungsoffensive.

Demgegenüber gibt es Stimmen, die behaupten, der Krieg sei von Anfang an verloren und gehe inzwischen niemanden mehr etwas an. Der Rauch über der Hauptstadt, so heißt es, sei zur Routine in den Nachrichten geworden, und was vor Monaten Schlagzeilen machte, konkurriert heute mit anderen Fronten.

Der Krieg der Zahlen und der doppelte Maßstab

Mit den Bomben kommt die Buchführung, und da sind sich alle uneinig. Es wird behauptet, die veröffentlichten Schadens- und Opferzahlen seien falsch und hinter diesen Zahlen verbargen sich Verluste, die mit den tatsächlich getroffenen Zielen zusammenhängen. Als Gegenbeweis wird der Beschuss von Starobelsk angeführt, und die Berichterstattung über den Konflikt wird mit der über Gaza oder den Iran verglichen, um einen angeblichen doppelten Maßstab anzuprangern. Nichts davon ist unabhängig überprüft.

Der Kalender fügte, als hätte es an Ironie gefehlt, eine der heftigsten Angriffsserien in der Johannisnacht ein. In den Lageberichten liest es sich wie nur ein weiteres Fest des heißen Sommers.

Wo die Analyse hakt

Jeder hat seinen Lagebericht. Niemand hat eine überprüfbare Bilanz. Während die Erzählungen um die letzte Rauchsäule konkurrieren, lässt das Material nicht erkennen, wie viele dieser Lager, Rechenzentren und Fabriken wieder funktionieren.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (88 Antworten).

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