Roboter und Facharbeiter: Handwerkliche Berufe halten sich noch

Die Robotik ersetzt Facharbeiter noch nicht: Ein Roboter amortisiert sich bei einfachen Tätigkeiten nicht gegenüber einem Handwerker, doch die Angst um die Renten ist längst spürbar.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Handwerkliche Berufe halten sich: Robotik amortisiert sich noch nicht

Ein großer Teil des Threads vertritt die Ansicht, dass die Robotik den Reaccionariorbeitern nicht die Jobs wegnehmen wird – jedenfalls nicht so schnell, wie die Hersteller versprechen. Elon Musk ließ einen zum Nachdenken bringenden Satz fallen: „Niemand ist in meinem Unternehmen unersetzlich.“ Die Paradoxe: Bislang weiß kein Roboter, wie man eine Schraube an einer unzugänglichen Stelle behutsam anzieht. Und jemand fragte beim Begriff direkt nach, was eigentlich ein Reaccionariorbeiter ist.

Warum ein Roboter einen Handwerker noch nicht ersetzt

Das am häufigsten genannte Argument ist wirtschaftlich, nicht technisch. Ein paar Teller spülen oder ein paar Eier braten macht ein Mensch für einen Appel und ein Ei; eine Maschine dort zu amortisieren lohnt sich bei Weitem nicht. Bei einer Auto- oder Haushaltsgeräte-Produktlinie kehrt sich die Rechnung um, wo der Roboter pausenlos wiederholt: Ein Teilnehmer behauptet, Hyundai plane, bis 2030 selbst gefertigte Roboter in seinen Fabriken arbeiten zu lassen. Und ein anderer fragte, an wen man dann die Autos verkaufen wolle; die Antwort lautete: an die Roboter selbst.

Der japanische Fall wird als Warnung zitiert. Dort jagt man seit 60 Jahren Haushaltsrobotern nach, in einem Land, das alterte und keine Arbeitskräfte aus dem Ausland wollte; das Ergebnis, so der Einwand, sei eine schrumpfende Wirtschaft. Die Lehre lautet nicht, dass die Technik scheitert, sondern dass Vorreitertum teuer sein kann. Nur bei sehr konkreten Anwendungen – ein Staubsauger, eine Drohne, die das Eigenheim überwacht – gibt es echten Spielraum.

KI programmiert besser, als sie läuft

Hier liegt das eigentliche Missverständnis. Nach Ansicht eines Teilnehmers macht es eine künstliche Intelligenz nicht intelligent, wenn sie Code schreibt: Programmiersprachen sind darauf ausgelegt, automatisiert zu werden. Schach war das klassische Beispiel für das „Schwierige“. Vier Beine mit allen Freiheitsgraden einer Ratte zu bewegen ist ein anderes Universum – und nicht nur wegen der Mechanik.

Daraus ergibt sich die Unterscheidung zwischen mechanischer Komplexität und minimal autonomer Bewegung. Dass Videos von Humanoiden kursieren, bedeutet nicht, dass sie eigenständig sind: Viele werden ferngesteuert, auch wenn ihr Bau komplex ist. Das feine Detail – Finger, die eine Schraube an unzugänglicher Stelle behutsam anziehen – ist weiterhin ungelöst: Ein Nutzer sagt, er habe kaum veröffentlichte Entwicklungen zu Händen mit Feinmotorik gesehen.

Die Angst gilt nicht dem Roboter, sondern der Frage, wer die Rechnung zahlt

Wer heute gut situiert ist, schaut weg. Wer nach Jahren mit einem knapp kalkulierten Kleinbetrieb mehr umsetzt als je zuvor, fürchtet die Maschine nicht: Sein Chef ist von bescheidenem Umsatz zu einem BMW X7 aufgestiegen, ohne Personal einzustellen. Die Angst zeigt sich woanders. Ein 42-jähriger Verwaltungsangestellter bezweifelt, dass seine Stelle Bestand hat, und sieht mit Unruhe, dass seine Tochter in den spanischen Staatsdienst gehen will – mit EZB und langfristigen Schulden im Hinterkopf.

Am anderen Ende erklärt sich jemand mit Mietwohnungen und einer Rente von 1.800 Euro für unangreifbar: Er hat begonnen, Gold zu kaufen, und ist überzeugt, dass seine Rente selbst bei einem Staatsbankrott Spaniens nicht sinken wird. Die Geschichte wiederholt sich – die Krise von 2008, das Platzen der Dotcom-Blase, die Immobilienkrise – und jeder Zusammenbruch erwischt jemanden im falschen Schritt.



Die Robotik wird sich einen Teil des Kuchens holen, das ist fast sicher. In welchen Berufen, in welchem Tempo und wer die Kosten der Überflüssigen trägt, bleibt offen. Im Moment ist der Einzige, der sich ein neues Auto geleistet hat, der Chef.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (35 Antworten).

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