Die private-Kredit-Krise erreicht die Schweiz und SpaceX geht mit absurder Bewertung an die Börse
Während vermögende Schweizer ihr Geld nicht aus den Private-Credit-Fonds ziehen können, bereitet sich der Markt auf einen der erwartetsten und umstrittensten Börsengänge vor: SpaceX. Die zeitliche Überschneidung ist kein Zufall. Die Fondsgesellschaft Partners Group hat Rückgaben gestoppt, ihre Aktien sind um mehr als 18% eingebrochen. Die Botschaft ist klar: Privates Kapital, von Natur aus illiquide, zeigt Risse, sobald Anleger aussteigen wollen.
Was ist mit privaten Krediten in der Schweiz los?
Partners Group, einer der größten Private-Capital-Verwalter, hat die Ausstiege aus seinen Fonds wegen des Rückgabedrucks blockiert. Laut dem Analysten Pierre-Yves Gauthier von AlphaValue "breitet sich die Krankheit über die Anlageklassen der Privatmärkte aus". Der Einfrierung ist nicht illegal - sie ist in den Verträgen vorgesehen - zeigt aber, dass der Markt für private Kredite, der kaum reguliert gewachsen ist, einer Liquiditätskrise näher sein könnte als viele denken.
SpaceX: Eine Blase aus Zukunftsversprechen?
Mitten im Sturm geht SpaceX am Freitag, den 12., an die Börse - mit einer Bewertung, die das 1,5-Fache des gesamten Ibex 35, des spanischen Leitindex, ausmacht. Starlink ist ein echtes Geschäft, doch der Preis beinhaltet Erwartungen an Projekte wie Mondbergbau oder interkontinentalen Raketenverkehr, die kurzfristig weit von Profitabilität entfernt sind. Die Frage ist, ob der Markt Fantasien einpreist, während die Liquidität verdampft.
Bestätigt sich die Überbewertung, könnte der Schlag doppelt sein: die Illiquidität des privaten Kapitals und das Platzen spekulativer Bewertungen. Der 12. könnte ein Wendepunkt sein.
Verwandte Diskussionen im Forum