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Premium-Diesel: die sauberere EGR, die sich an der Zapfsäule nicht lohnt
Ein Fahrer stellt fest, dass sein Diesel mit billigem Kraftstoff nagelt und mit Premium besser anspringt. Die gemeinsame Herkunft über CLH und der Preis der Additive sind umstritten.
Markendiesel lohnt sich nicht, selbst wenn er die EGR sauber hält
Ein Fahrer wechselt von BP Ultimate zum billigen Kraftstoff einer Taxigenossenschaft und, so seine Schilderung, springt das Auto nicht mehr beim ersten Versuch an. Bei halbem Tank beginnt der Motor oberhalb von 4.000 Umdrehungen zu nageln. Er kehrt zum additivierten Kraftstoff zurück, und der Motor gewinnt seine Kraft zurück. Die Schlussfolgerung scheint offensichtlich: der teure Diesel läuft besser. Das Problem ist, dass diese Schlussfolgerung mit einem einzigen Test, einem einzigen Auto und null Wiederholungen nicht trägt. Die ausführlich geschilderte Erfahrung eröffnet eine Debatte, die seit Jahren andauert und die Geldbörse jedes trifft, der jede Woche tankt.
Die ursprüngliche Schilderung ist detailliert. Mit Premium-Diesel läuft der Motor ruhiger, verbraucht etwas weniger, macht im Kaltzustand weniger Geräusche und springt beim ersten Versuch an. Mit dem normalen Kraftstoff der Genossenschaft tritt bei halbem Tank und warmem Motor oberhalb von 4.000 Umdrehungen ein leichtes Nageln auf. Das EGR-Ventil war laut dem Autor mit dem Markenkraftstoff zudem deutlich sauberer. Das sind subjektive Eindrücke, aber der Autor betont, dass die Außentemperaturen in beiden Fällen ähnlich waren.
Der Preis pro Liter und die Rechnung, die niemand anstellt
Der Unterschied zwischen normalem und Premium-Diesel bewegt sich im Centbereich pro Liter. Vom Normalen zur Marke sind es etwa **10 Cent**; von der Marke zu Premium nochmal **7 Cent**, laut den vom Autor genannten Preisen. Auf einen durchschnittlichen Tank gerechnet können die Mehrkosten pro Jahr die Hundert-Euro-Grenze übersteigen. Die Frage, die in der Luft hängt: Schlagen sich dieses Geld in weniger Reparaturen nieder oder in einer Injektorenreinigung, die weniger kostet als der Aufpreis? Niemand in der Diskussion legt eine fertige Rechnung vor.
Manche halten dagegen, dass das Reinigungsadditiv hilft, wenn die Injektoren schon verschmutzt sind, und dass es in dem Fall billiger ist, eine einmalige Reinigung zu machen und beim billigen Kraftstoff zu bleiben. Dagegen steht das Argument, dass der additivierte Kraftstoff den Motor kontinuierlich sauber hält, ohne den Weg in die Werkstatt. Fest steht: Die Rechnung ist nicht gemacht.
Alle Lkw tanken aus demselben Behälter
Der umstrittenste Teil der Sache ist die Herkunft des Kraftstoffs. Mehrere Stimmen sind sich einig, dass **alle Mineralölprodukte in Spanien vom selben Ort kommen**: die Compañía Logística de Hidrocarburos (CLH), Spaniens größter Kraftstofflogistiker. Die Lkw jeder Marke tanken am selben Stutzen, und der einzige echte Unterschied ist das Additivpaket, das beim Beladen eingespritzt wird, so die These der Verfechter. Die Konzentration dieser Additive wird in parts per million gemessen, was die Zweifel an ihrer tatsächlichen Wirksamkeit nährt.
Die andere Hälfte des Arguments zielt auf die Anlagen. Ein Tank mit Wasser am Boden, ein schlecht gewarteter Behälter oder eine Station mit geringem Umschlag können den Motor mehr schädigen als jedes Premium-Additiv. Der Diesel schwimmt auf dem Wasser, das sich am Tankboden sammelt und in den Kreislauf gelangen kann. Die Sauberkeit der Anlagen, so heißt es, wiegt schwerer als die Marke an der Zapfsäule.
Die EGR, der Turbo und die 4.000 Umdrehungen
Die Wartung des EGR-Ventils steht im Mittelpunkt eines weiteren Teils der Diskussion. Sie außer Betrieb zu setzen verursacht Fehler im Steuergerät und Warnleuchten; sie mechanisch zu blockieren überzeugt die Mechaniker ebenfalls nicht, denn das System kann in den Schutzmodus gehen und die Drehzahl begrenzen, so die Schilderung des Autors. Die empfohlene Alternative ist, den Motor gelegentlich hochzudrehen, bei richtigem Ölstand und warmem Motor, um Ablagerungen zu vermeiden.
Die Gewohnheit, in einem Diesel bis auf 4.000 Umdrehungen hochzudrehen, spaltet die Gemüter. Für die einen eine unnötige Praxis, die den Motor strapaziert; für die anderen verhindert eine Fahrt am Tag den Schaden. Die Diskussion lässt eine klare Erkenntnis: Premium-Diesel ersetzt weder Wartung noch eine angepasste Fahrweise.
Der Placebo-Effekt und der Mangel an Belegen
Die schärfste Kritik kommt vom statistischen Skeptizismus. Bei Tausenden von Variablen — Temperatur, Zustand des Motors, Qualität des Tanks, Fahrweise — beweist ein einziger Test nichts. Die empfundene Verbesserung kann Einbildung sein. Und der Verbrauch, räumt der Autor selbst ein, sinkt eher durch eine ruhige Fahrweise als durch den Kraftstoff.
Die Debatte ist nicht abgeschlossen. Der Autor wird weiter Premium tanken, überzeugt, dass die EGR sauber bleibt. Andere fahren seit Jahren mit dem billigsten Kraftstoff und warten immer noch auf den großen Schaden. Wie viele Tankfüllungen wären nötig, um zu wissen, wer recht hat?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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