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PP bricht Wahlversprechen wie keine andere Partei
Der Partido Popular (PP) hat eine lange Geschichte gebrochener Versprechen: Steuererhöhungen, gestoppte Abtreibungsreform und Politik gegen die eigene Wählerschaft.
[P]In der spanischen politischen Debatte herrscht weitgehend Einigkeit darüber, welche Partei ihre eigenen Wähler am meisten verrät. Die Analyse der letzten Jahre deutet klar auf den Partido Popular (PP): Eine Formation, die das Brechen von Wahlversprechen zur Gewohnheit gemacht hat. Von der Erhöhung der Mehrwertsteuer direkt nach Amtsantritt 2011 bis zur Aufhebung der Reform des Schwangerschaftsabbruchs hat der PP immer wieder bewiesen, dass seine Wahlkampfzusagen bestenfalls Makulatur sind.[/P]
[P]Die Bilanz des PP ist lang und vielfältig. Man versprach, keine Steuern zu erhöhen, hob aber unter Montoro die Mehrwertsteuer an. Man versprach eine Verschärfung des Abtreibungsgesetzes, zog diese dann zurück. Man versprach, die Migration zu bremsen, legalisierte aber im Jahr 2000 mehr als eine Million Menschen und gewährte 2013 rund 300.000 Staatsbürgerschaften. Und so weiter. Währenddessen hält die PSOE zumindest ihr Programm ein, auch wenn es für Spanien schädlich sein mag, wie oft kritisiert wird. Der PP hingegen bleibt auf halbem Weg stehen, versucht alle zufriedenzustellen und verrät dabei seine Basis.[/P]
Jüngste Beispiele lassen keinen Zweifel
[P]Die Liste der Verrate hat sich in den letzten Jahren verlängert. Unter Casados Führung stimmte der PP gegen Vox-Vorschläge zum Schutz der spanischen Sprache, ermöglichte die Erneuerung des Generalrats der Justiz (CGPJ) und des Verfassungsgerichts und enthielt sich bei der Verlängerung des Alarmzustands. Mit Feijóo ist der Trend noch deutlicher: Der PP ist bei Themen wie Migration und LGBT-Rechten nachgiebiger geworden, veröffentlichte Manifeste zugunsten der Community, während seine Wähler eine konservativere Haltung erwarteten. Selbst in Regionen wie Extremadura reichte der PP der PSOE nach dem Ausscheiden von Vox aus der Regierung die Hand, was viele Wähler als Verrat betrachten.[/P]
Was ist mit den anderen Parteien?
[P]Auch die anderen sind nicht frei von Schuld. Ciudadanos änderte bei Schlüsselthemen mehrfach seine Meinung, und Podemos wurde genau das, was man zu bekämpfen versprochen hatte. Vox wird von einigen als Hoffnung gesehen, zeigt aber bereits ähnliche Muster. Der Unterschied liegt darin, dass der PP über die längste Historie gebrochener Versprechen verfügt. Die Entfremdung vom PP ist so groß, dass viele ehemalige Wähler ihm nicht mehr vertrauen und sogar seinen Rückzug fordern.[/P]
Analyse des Wählervakuums
[P]Wahlergebnisse und Umfragen zeigen einen deutlichen Wechselstrom vom PP zu Vox, weil sich konservative Wähler vom PP verraten fühlen. Das Phänomen wird oft als „PSOE light“ beschrieben, da der PP versucht, die Mitte zu halten, ohne die eigene Basis zu bedienen. Ob dieser Kurs tragfähig ist, bleibt fraglich.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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