PayPal spaltet den Markt: temporäres Re-Rating oder Value Trap?

Der Markt diskutiert, ob der Kursverfall von PayPal ein temporäres Re-Rating ist, eine Kaufgelegenheit oder eine Value Trap.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

PayPal spaltet den Markt: temporäres Re-Rating oder Value Trap?
PayPal: Re-Rating oder Value Trap

PayPal hat einen Kursverfall hinter sich, der Anleger mit Verlusten von rund der Hälfte ihres Kapitals gefangen hält, während der Markt diskutiert, ob der Absturz eine vorübergehende Korrektur ist oder die Bestätigung, dass das Unternehmen weniger wert ist als früher. Die Szene, die das am besten veranschaulicht, taucht in keinem Chart auf: ein 2.000-Dollar-Onlinekauf, der schiefging und bei dem das Geld innerhalb von zwei Tagen zurück auf dem Konto war. Wer davon erzählt, nutzt den Dienst seit 2006 und sagt, dass er ihn aus so mancher Zwickmühle geholt hat. Das Produkt funktioniert. Der Preis ist eine andere Sache.

Das Re-Rating: Der Markt zahlt nicht mehr dieselben Multiplikatoren

Die These eines Teilnehmers lautet, dass es ein Re-Rating gegeben hat: Anleger bewerten PayPal aufgrund des gestiegenen Wettbewerbs nicht mehr mit denselben Multiplikatoren wie zuvor. Damit öffnet sich die klassische Gabelung. Für die einen ist sie vorübergehend, was den Kursverfall zu einer super Einstiegschance macht. Für die anderen dauert sie länger an, und dann hört die Aktie auf, günstig zu sein, und wird zur Value Trap: Sie wirkt wie ein Schnäppchen und fällt weiter. Ein niedriger Kurs sagt nichts über das Geschäft aus; er sagt etwas darüber aus, was der Markt davon erwartet.

Warum bestraft der Zinsanstieg PayPal stärker als andere Tech-Werte?

Nach derselben Logik liegen ihre Gewinne weiter in der Zukunft als die eines reifen Unternehmens, und dieses künftige Geld ist weniger wert, wenn die Zinsen steigen. Das ist der Mechanismus, der den gesamten Growth-Sektor trifft: Der Barwert von Gewinnen, die erst in Jahren anfallen werden, wird durch einen höheren Abzinsungssatz gekürzt. Auf diesem Fundament lastet der Kater aus 2020-2021, als die Lockdowns das Online-Payments ankurbelten, die Zinsen auf Tiefstständen lagen und die Tech-Blase die Aktie weit über das Niveau trieb, das das Geschäft rechtfertigte. Das war, ganz einfach, ein Exzess.

Ist PayPal weiterhin zum Online-Einkaufen nützlich?

Hier stimmt ein Großteil der Antworten überein, und das kollidiert mit dem Preis. Der Käuferschutz ist das zentrale Argument: Kommt die Bestellung nicht an, ist sie mangelhaft oder bleibt die Rückgabe hängen, kommt das Geld ohne Diskussionen zurück. Der Fall des 2.000-Dollar-Kaufs, der innerhalb von zwei Tagen zurückerstattet wurde, ist das zitierte Beispiel. Mit Karte würden sie bestimmte Einkäufe, so geben sie zu, nicht tätigen. Auf der Verkäuferseite kehrt sich der Konsens um: Zahlungen über diesen Weg bringen mehr Probleme als Vorteile. Und es schwebt die Frage, ob der Dienst noch nötig ist: Auf Plattformen wie eBay werden immer mehr Zahlungen direkt mit Visa oder Mastercard abgewickelt. Zu seinen Gunsten spielt die Finanzierung: Zahlen in drei zinsfreien Raten ohne Formalitäten.

Das Gespenst von Meta und der schwebende Vergleich

Jede gehasste Aktie sucht ihr Spiegelbild. Nach Aussage eines Teilnehmers galt auch Meta als Katastrophe, fiel auf 80 Dollar und hat sich danach in kurzer Zeit verdreifacht. Das ist das Argument derjenigen, die in PayPal beim aktuellen KGV eine Chance sehen. Dagegen stehen derjenige, der mit 20 Prozent Verlust ausgestiegen ist, und derjenige, der noch drin ist und fast die Hälfte des Kapitals verloren hat.

Und während die Debatte läuft, hebt ein Teilnehmer einen 3-Prozent-Anstieg an einem einzigen Handelstag hervor. Ein Rebound, der Hoffnung macht, aber die Verluste der Eingeschlossenen nicht ausgleicht.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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