Goldbarren-Auktionen: Endpreis liegt über dem Ladenpreis

Der Endpreis bei Goldbarren-Auktionen übersteigt den Ladenpreis: Zum Aufschlag des Gebots kommen noch die ITP- und AJD-Grunderwerbsteuern der jeweiligen spanischen Region hinzu.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Goldbarren-Auktionen: Endpreis liegt über dem Ladenpreis
Auktionen: Der Startpreis ist ein Köder und am Ende zahlt man mehr

Die Startpreise einer Auktion sind kein Schnäppchen: Sie sind ein Köder. Man muss nur die Links einiger Goldbarren mit einem lächerlichen Startpreis im Vergleich zum Marktwert speichern und auf den Zuschlag warten, um es zu sehen. Wer den Prozess verfolgt hat, bringt es ohne Umschweife auf den Punkt: Der Endpreis liegt am Ende über dem Ladenpreis. Das ist kein Bauchgefühl, das zeigt sich in bereits abgeschlossenen Auktionen.

Der Startpreis sagt nichts über den Endpreis

Die erste Intuition des unerfahrenen Käufers ist, dass ein Barren, der weit unter seinem Marktwert startet, billig enden muss. Die Erfahrung sagt das Gegenteil. Die bereits abgeschlossenen Auktionen von Andorrano sind der häufigste Fall: Nach Ansicht dessen, der sie durchgesehen hat, ist dort alles deutlich überbezahlt.

Das Problem endet nicht mit dem Gebot. Es fehlt der Ausstieg. Kaufen ist nicht das Schwierige; verkaufen ist das Problem: Wer schon zu viel gezahlt hat, dessen Marge schmilzt beim Verkauf des Metalls dahin. Die Warnung kommt mit einem Augenzwinkern: Lass die Barren liegen – an wen willst du sie später überhaupt verkaufen?

Bei Münzen sieht die Sache anders aus. Manche halten auch spezialisierte Läden für nicht gerade günstig – wenn sie überhaupt haben, was man sucht – und lassen den monte de piedad (spanischer Pfandleihverband) aus reiner Unkenntnis außen vor.

Welche Steuern kommen zum Auktionspreis hinzu?

Zum Gebot muss man die Impuesto de Transmisiones Patrimoniales (ITP) und die Impuesto de Actos Jurídicos Documentados (AJD) hinzurechnen (spanische Grunderwerb- und Rechtsdokumentensteuern). Die Rechnung hängt davon ab, in welcher autonomen Region man lebt, und damit kippt die Rechnung: Was als Schnäppchen begann, kann teurer enden als der Kauf im Laden. Der Aufschlag des Gebots und der Steuerzuschlag addieren sich, sie gleichen sich nicht aus.

Immobilien-Auktion ja, Goldbarren-Auktion nein

Die Doppelmoral fällt auf. Wer auf Immobilien geboten hat, sagt, dass es ihm gut ergangen ist: Dank dieser Auktionen nennt er sich gran tenedor („Großbesitzer“, ein spöttischer Spitzname für einen spanischen Politiker). Bei Goldbarren und Autos hat er dagegen nie mitgeboten. Von Insolvenz-Auktionen rät er schlichtweg ab. Der Begriff ist nicht harmlos: Diese zwei Worte sind heute in vieler Munde und haben sich zu einem politischen Etikett entwickelt. Obendrauf eine Kuriosität: Das Bild, das diesen Spitznamen begleitet, ist keine Fotomontage, es ist ein echtes Dokument aus den USA.

Warum zahlt man bei einer öffentlichen Auktion mehr?

Die überzeugendste Erklärung hat mit Gold nichts zu tun. Es liegt am Format, und es stammt aus einem Fußballspiel: Transferligen wie Biwenger oder Comunio. Auf einem Blind-Markt – einer bietet und erfährt am nächsten Tag, ob er den Zuschlag bekommt, ohne dass jemand seine Zahl sieht – wird ein Spieler mit einem Marktwert von 10 Millionen für höchstens 11 Millionen verpflichtet. Bei einer Auktion ist das Gebot öffentlich: Jeder sieht, was der andere geboten hat, und die Steigerung befeuert sich selbst. Derselbe Gegenstand, zwei verschiedene Preise, je nachdem, wie man um ihn konkurriert.

Bleibt der unbequeme Verdacht: dass sich hinter so viel Aufschlag Geldwäsche verbirgt. Die Antwort aus der Szene lautet, dass es dafür nichts Zwielichtiges braucht, dass schon der Auktionsmechanismus selbst die Diskrepanz erklärt.

An dieser Stelle kommt das Gespräch nicht weiter. Niemand hat gemessen, wie viel vom Aufschlag das Format ausmacht und wie viel das Geld, das keine Spuren hinterlassen will. Inzwischen ist der Link weiterhin da, mit seinem lächerlichen Startpreis, und wartet auf den Nächsten, der glaubt, ein Schnäppchen gefunden zu haben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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