Monzo zahlt 4 % Rendite, aber nur bis 5.000 Euro

Monzo zahlt 4 % Rendite nur bis 5.000 Euro: 196,50 Euro brutos im Jahr. Der höchste Zinssatz ohne Bedingungen, aber mit der niedrigsten Obergrenze am Markt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Monzo zahlt 4 % Rendite, aber nur bis 5.000 Euro
Monzo zahlt 4 % Rendite, aber nur bis 5.000 Euro

Die britische Digitalbank Monzo ist am 28. Oktober ohne Warteliste in Spanien gestartet und hat zur Feier des Tages den Zinssatz ihres Tagesgeldkontos auf 4,00 % Rendite (3,93 % Nominalzins) für zwölf Monate angehoben. Der Köder hat ein Kleingedrucktes: Der erhöhte Satz gilt nur für die ersten 5.000 Euro, und man muss das Konto vor dem 31. Dezember 2026 eröffnen. Bei einem täglichen Guthaben von 5.000 Euro über ein Jahr rechnet Monzo mit 196,50 Euro brutto an Zinsen, rund 73 Euro mehr als beim Standard-Tagesgeldkonto, das 2,50 % Rendite bis 100.000 Euro zahlt.

Das Konto hat keine Kontoführungsgebühren, die Zinsen werden monatlich gutgeschrieben und das Geld ist jederzeit sofort verfügbar. Zur Eröffnung braucht man das Girokonto von Monzo, das man in etwa fünfzehn Minuten über die App beantragen kann. Laut dem im Material zitierten Ranking ist es der höchste Zinssatz ohne Bindungen unter den Tagesgeldkonten, vor bunq (3,11 % Nominalzins), Kutxabank und Raisin (3,10 %), Trade Republic (3,04 %) und Bankinter (3 %). Der Haken ist die Obergrenze: 5.000 Euro gegenüber den 50.000 oder 100.000 Euro, die diese Alternativen zulassen.

Was verdient man wirklich mit den 4 % von Monzo?

Die erste Reaktion auf das Angebot war der Griff zum Taschenrechner. Vier Prozent von 5.000 Euro sind 200 Euro im Jahr, und davon muss man die Abgeltungsteuer abziehen: Mit 19 % Quellensteuer bleibt netto ein Betrag von rund 162 Euro. Gegenüber den 2,50 % des Standard-Tagesgeldkontos beträgt der Unterschied etwa 60 Euro netto pro Jahr, laut den Berechnungen der Teilnehmer. Wer das Geld bereits bei Trade Republic mit 3 % angelegt hat — nur Neukunden erhalten diesen Satz —, für den ist der Sprung noch kürzer.

Das am häufigsten geäußerte Argument ist, dass sich der Aufwand nicht lohnt. Ein neues Konto eröffnen, die Identität verifizieren, persönliche und biometrische Daten für die Anmeldung per Fingerabdruck abgeben und das Guthaben zwölf Monate lang an der Grenze halten, dafür eine Handvoll Euro — das klingt nicht nach einem guten Geschäft. Der Vergleich mit dem Notgroschen liegt nahe: Manche weisen darauf hin, dass 5.000 Euro nicht einmal eine Mietkaution in Madrid decken, sodass das Produkt eher als Werbevitrine denn als Renditeinstrument funktioniert.

Die Obergrenze von 5.000 Euro ist der Schlüssel des Produkts

Monzo zahlt niemandem mit 100.000 oder 300.000 Euro 4 %, und das hat seine Logik: Keine Bank zahlt diesen Satz für hohe Volumina ohne Bindungen. Das Produkt ist darauf ausgelegt, Kunden mit bescheidenem Guthaben zu gewinnen und sie im Girokonto zu halten, das das Tor zum Tagesgeldkonto ist. Was die 5.000 Euro übersteigt, verzinst sich weiter, aber mit 2,50 % Rendite, auf demselben Terrain, das Trade Republic und andere Konten ohne Gehaltseingang bereits besetzen.

Da erscheint der unbequeme Vergleich. Trade Republic deckt bis zu 100.000 Euro mit täglicher Verzinsung und monatlicher Auszahlung ab, ohne zeitliche Bindung. Das Tagesgeldkonto von Monzo dagegen knüpft den erhöhten Satz an zwölf Monate und an eine Obergrenze, die die 4 % zu einem Marketingargument machen. Die Frage, die im Raum steht: Lohnt es sich, die Ersparnisse auf mehrere Banken zu verteilen, um ein paar Zehntelprozent herauszuholen, oder macht die Diversifikation im Gegenteil aus Sicherheitsgründen Sinn, nicht wegen der Rendite?

Wo 20.000 Euro Notgroschen anlegen?

Der praktische Fall, der aufgeworfen wird, ist der eines Sparers mit 20.000 Euro Notgroschen, der nicht alles bei einer einzigen Bank lassen will. Die am häufigsten genannte Antwort lautet: aufteilen. Ein Teil bei der Hausbank, ein Teil bei einem Broker oder auf einem Tagesgeldkonto, und ein Anteil in bar für Unvorhergesehenes. Das Tagesgeldkonto von Monzo würde als ein Baustein darunter passen, aber nicht als der wichtigste.

Die andere Analyseströmung misstraut dem Produkt aus Gründen, die über den Zinssatz hinausgehen. Biometrische Daten an einen Neuling in Spanien abgeben für 200 Euro brutto im Jahr stößt auf Widerstand, und nicht nur bei den Misstrauischsten. Datensicherheit ist zu einem gewichtigen Argument im Digitalbanking geworden, und auch Monzo entgeht diesem Verdacht nicht.



Mit diesen Zahlen funktioniert die 4 % von Monzo als glänzende Schlagzeile und bescheidene Rendite. Das Konto ist kostenlos, das Geld ist sofort verfügbar und der Zinssatz ist der höchste ohne Bindungen am Markt. Aber die Grenze von 5.000 Euro macht aus dem Versprechen eine Rechnung von 200 Euro brutto, die nach Steuern kaum ein Abendessen deckt. Der Kampf um die Privatanleger-Ersparnisse wird um Zehntelprozente geführt, und Monzo ist mit dem größten Schild und dem kleinsten Einlagekonto gestartet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (44 Antworten).

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