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Lula gewinnt Brasilien, Rechte spricht ohne Belege von Wahlbetrug
Lula gewinnt die Wahl in Brasilien, die Rechte spricht ohne Belege von Wahlbetrug. Das Kongressmehrheit geht an die Rechte, die Börse stürzt stark ab.
Lula kehrt an die Spitze Brasiliens zurück, die Rechte spricht ohne Belege von Wahlbetrug
Lula da Silva hat die Wahl in Brasilien gewonnen. Die Rechte erkennt das Ergebnis nicht an und spricht von Manipulation. Belege gibt es keine. Es gibt aber ein gespaltenes Land, einen von der Rechten dominierten Kongress und eine zitternde Wirtschaft. Die Betrugsdebatte ist Lärm; die eigentliche Botschaft ist, dass Brasilien wieder nach links rückt – mit einem feindlichen Parlament.
Der Betrug, den niemand belegen kann
Die Betrugstheorie kursiert ohne jede Grundlage. Es wird behauptet, in der ersten Runde habe Flavio Bolsonaro vorne gelegen und in der Stichprobe habe Lula eine überwältigende Mehrheit geholt. Das ist kein Betrug: Das ist ein Stimmungsumschwung. Die Teilergebnisse aus den Bundesstaaten des Nordostens, Lulas Hochburg, wurden früher bekannt – das nährte den Verdacht. Aber die Auszählung lief regulär weiter. Es gibt keine förmliche Beschwerde mit Beweisen. Es gibt Tweets und Empörung.
Bolsonaro selbst hatte bereits gedroht, das Ergebnis im Verlustfall nicht anzuerkennen. 2021 sagte er, er würde die Wahlen aussetzen, wenn das Wahlsystem nicht geändert werde. Jetzt klagt sein Sohn Flavio eine angebliche Verschwörung an. Die Erzählmaschine funktioniert: erst Zweifel säen, dann Betrug schreien. Ohne Beweise.
Ein Kongress gegen ihn
Lula wird mit dem in 40 Jahren am weitesten rechts stehenden Kongress regieren, so ein Teilnehmer. Die meisten gewählten Gouverneure sind konservativ. Im bevölkerungsreichsten Bundesstaat São Paulo lag der rechtskandidat zehn Punkte vor Bolsonaro. Das bedeutet: Lula wird keinen freien Hand haben. Sein Sieg ist ein Pyrrhussieg. Die Linke kehrt an die Macht zurück, aber die echte Macht ist zersplittert.
Die Wirtschaft reagierte mit Kursverlusten. Die brasilianische Börse verzeichnete ihren stärksten Einbruch seit der Pandemie, der Dollar schoss hoch, wie aus einem zitierten Tweet hervorgeht. Wohlhabende verlagern Geld nach Spanien, Italien, Portugal und in die Schweiz. Es ist keine Massenflucht, aber es ist ein Signal. Der Markt glaubt nicht an Lulas Projekt. Oder mag es nicht.
Das Land, das nicht in Ordnung kommt
Brasilien ist ein Land brutaler Kontraste. Es hat 200 Millionen Einwohner und nur zwei echte Optionen: Lula oder Bolsonaro. Das sagt viel über das politische System. Die Korruption ist strukturell. Die Richter haben übermäßige Macht. Beamte gehen mit Millionenzulagen in Rente. Und die Ungleichheit bleibt eine Last.
Lulas Sieg ändert daran nichts. Seine erste Ankündigung war die Regulierung der sozialen Medien. Die Rechte sieht darin Zensur. Die Linke nennt es Schutz der Demokratie. Dazwischen ein Land, das einfach nicht in Schwung kommt. Brasilien ist das Land der Zukunft – und wird es immer bleiben.
Lula hat gewonnen. Die Rechte erkennt es nicht an. Der Markt zittert. Der Kongress blockiert. Und Brasilien bleibt Brasilien. Wenn wir etwas gelernt haben, dann dass Wahlen ein Land nicht reparieren. Sie wechseln nur den Bewohner des Palastes.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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