Lidl-Backofen für 39,99 €: Da passt gerade mal eine Pizza rein

Lidl-Backofen für 39,99 €: 1380 W, 15 Liter und 230 °C. Ein Nutzer berichtet, dass eine mittlere Pizza gerade so hineinpasst, dazu zwei Hähnchenviertel. In zwei Minuten aufgeheizt, aber…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Lidl-Backofen für 39,99 €: Da passt gerade mal eine Pizza rein
Lidl-Backofen für 39,99 €: Eine Pizza passt gerade so rein, aufgeheizt in zwei Minuten

Ein Gerät mit 1380 W, 15 Litern und 230 °C. Ober- und Unterhitze plus Ventilator. Doppelverglaste Tür, Innenbeleuchtung, mechanischer Timer und Backblech mit verchromtem Rost. Alles für 39,99 Euro auf Seite 18 des Prospekts. Der erste Eindruck nach dem Test: Er wird richtig heiß, und die Isolierung der Tür ist solide, keine Wärme entweicht. Das Problem zeigt sich, wenn man den Ofen öffnet und hineinschaut. Eine Supermarkt-Pizza passt nicht hinein. Eher Fajita-Größe.

Was wirklich in einen 15-Liter-Backofen passt

Die Geometrie des Geräts bestimmt alles Weitere. Laut einem Nutzer passt eine mittlere Pizza von Casa Tarradellas gerade so hinein – aber sie passt. Zwei hintere Hähnchenviertel, richtig platziert, ebenfalls. Ein Hähnchenviertel für zwei Personen, ganze Fische, die nicht zu groß sind, kleine Auflaufformen. Mehr nicht. Wer eine Familie mit mehr als drei Personen hat, schaut in die Röhre; wer allein oder zu zweit lebt, findet hier seinen Ofen.

Der Backofen ist zu einem wiederkehrenden Objekt im deutschen Katalog geworden. Er kehrt zwei- bis dreimal im Jahr zurück, mit Änderungen, die nach gesammelter Erfahrung vor allem kosmetischer Natur sind. Die Version von 2014 kam mit 1380 W Leistung; die spätere Neuauflage brachte es auf 1400 W und bot eine zweite Farbe. Die Marke wurde ständig durchgewechselt: von Bifinett zu anderen Bezeichnungen, ohne dass sich am Gehäuse viel änderte.

Wie lange hält ein billiges Supermarktgerät?

Hier geht die Einigkeit verloren. Manche kommen jahrelang ohne jeden Vorfall aus: ein früheres Modell in Weiß läuft seit über fünf Jahren, mit unregelmäßiger, aber realer Nutzung. Andere haben eine Ausfallliste, die Angst macht. Ein Standmixer mit 700 W hielt drei Jahre. Ein Brotbackautomat, gut zwei Jahre. Ein Fleischwolf mit 400 W schaffte über vier. Eine Espressomaschine, nochmal vier. Die Schlussfolgerung lautet nicht, dass die Marke schlecht ist, sondern dass die Lotterie eben eine Lotterie ist.

Der Preis entkräftet fast alle Einwände. Für 40 Euro hat sich jedes Gerät amortisiert, das zwei Jahre durchhält. Im Vergleich zu einem mittelklasse Einbaubackofen, der etwa 300 bis 400 Euro kostet, steht der Kleine gut da: Er konkurriert nicht, er ergänzt.

Für wen er sich lohnt – und für wen nicht

Am meisten profitieren ein bis zwei Personen in einer Wohnung ohne Backofen. Jahrelange Mietverhältnisse ohne eingerichtete Küche, kleine Studios, Paare, die kleine Portionen kochen. Für dieses Publikum löst das Gerät eine strukturelle Lücke: Es gibt keinen Backofen, Punkt. Die Alternative ist, gar keinen zu haben.

Das zweite Profil: jemand, der einen großen Ofen hat und ihn nie einschaltet. Ein Einbaubackofen aus den Neunzigern kann über 3000 W Leistung haben und ein riesiges Volumen für zwei Portionen aufheizen. Der Kleine bündelt die Wärme, erreicht 230 °C in zwei Minuten und zwingt nicht dazu, die halbe Küche vorzuheizen. Die Energieabrechnung spricht in dem Fall für den Kleinen.

Der Blech-Trick und der echte Verbrauch

Die Bleche aus dem eigenen Katalog, paarweise für rund 12 Euro verkauft, kommen einen Zentimeter breiter an, als die Schiene zulässt. Biegt man sie an den seitlichen Laschen leicht, lassen sie sich auf allen drei Ebenen einschieben. Mit einem Blech und einem 1,75 kg-Hähnchen, Ofen und Grill auf 250 °C, ist es nach 50 Minuten goldbraun. Ein Detail, das im Handbuch nicht steht.

Beim Verbrauch herrscht oft Verwirrung. Die Leistung wird in Watt gemessen, der Energieverbrauch in Wattstunden. Ein Gerät mit 1380 W verbraucht 1380 Wh bei einer Stunde Dauerbetrieb. Da der Backofen bei den meisten Anwendungen keine Stunde am Stück läuft, fällt die echte Rechnung niedriger aus, als das Etikett vermuten lässt.

Das Gerät kehrt alle paar Monate in den Katalog zurück. Wer außerhalb der Aktion sucht, wartet vergeblich. Und wer ihn für 40 Euro kauft und fünf Jahre damit überlebt, schaut nie wieder auf den Preis eines großen Backofens.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (35 Antworten).

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